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Cocktails

Cocktails bestehen aus Spirituosen und Fillern – Cocktail-Rezepte sollten also eigentlich recht einfach sein. Sind sie oft auch. Wenn man Rum und Ananassaft und Milch ineinanderkippt. Oder Sodawasser mit Wodka. Aber wie macht man aus Bourbon, Zitronensaft und Eis am Ende einen leckeren Whisky Sour? Wie macht man aus Gin und Limettenplörre einen sauer-erfrischenenden Gimlet? Auf dieser Seite findet ihr all unsere Cocktail-Rezepte und natürlich ausführliche Tipps zur Zubereitung eurer Lieblings-Cocktails.

Cocktailrezepte mit Whisky (und Whiskey)

Whisky mit Ginger Ale oder Soda und Eis – das ist quasi die Ur-Form eines Cocktail-Rezepts. Genauer gesagt braucht man dafür allerdings Whiskey – die Schreibweise mit „e“ ist in Irland und den USA gängig. Schandmäuler mögen sagen, dass man Whiskey ja auch nur für Cocktails brauchen kann – für puren Genuss braucht man hochwertigen, schottischen Whisky. Wohlgemerkt: Nö.

Ein guter Bourbon oder ein leckerer Ire ist besser als ein mittelmäßiger Scotch. Und was ihr pur so gar nicht runter bekommt, das möchtet ihr auch nicht im Cocktail haben. Auf Cocktailbart.de widmen wir uns in Sachen Whisky sowohl der Einzelbetrachtung diverser spannender Whiskys und Whiskyes,  durchforsten die Klassiker der Whisky-Cocktails wie den Whisky Sour, einen Mint Julep oder den Old Fashioned, aber probieren uns auch an diversen verrückteren Cocktailrezepten.

Cocktailrezepte mit Gin

Vollkommen egal, ob ihr das Ding jetzt Gin Tonic nennt oder einen auf Captain Cocktailversteher machen wollt und „Gin and Tonic“ sagt: Kein Cocktail bekam in den letzten zehn Jahren mehr Aufmerksamkeit in europäischen Bars. In Spanien und England ist es normalerweise üblich, verschiedene Tonics und Gins zur Auswahl zu haben, oder wenigstens fünf bis zehn Varianten anzubieten. In der Hinsicht ist Deutschland allerdings vielerorts noch Entwicklungsland; über die üblichen Kombination von Gordon’s und Schweppes kommen wir hierzulande immer noch nicht so oft hinaus, auch wenn ernstzunehmende Bars den Trend natürlich seit Jahren mitgehen. So oder so: Beim Gin Tonic kann man eigentlich noch nicht von einem Cocktail-Rezept reden.

Im direkten Vergleich ist die Kombi aber tatsächlich bei vielen trotzdem der klare Favorit – wer beim Tonic und vor allem beim Gin Experimente wagt, landet schnell in der Stinkekäse-Abteilung der Schnaps-Foodis. Kenner lieben kräftige, herbe, bittere Gins und Tonics – andere Kenner eben nicht. Aber so ganz unter uns: Mit Gin kann man noch deutlich mehr machen, als ihn nur mit Tonic und Gurken aufzufüllen. Etwa einen leckeren Gin Basil Smash – ein simpler Drink aus Zitrone, Basilikum, Zuckersirup und Gin. Oder einen Gin Fizz mit Sodawasser und Zitrone. Oder einen Trockenen Martini mit Vermouth. Oder, oder, oder.

Cocktail-Rezepte mit Rum

Für viele galt mal Bacardi als der Inbegriff des Rums – der durchsichtige aus dem Supermarkt, nicht das brauchbare gealterte Zeug.  Bis irgendwann klar wurde, dass Rum gar keine transparente Flüssigkeit ist, die einfach nur blöd macht, sondern eine Spirituose, die man in Fässern reifen lassen kann. Ultrageheimer Geheimtipp: Wer Kohle auf den Tisch legt, der kann sich seinen Rum übrigens genau wie Whisky pur in den Hals kippen und bekommt vollen Genuss – selbst Liebhaber erkennen bei einer Blindverkostung nur anhand der Süße, ob sie da jetzt einen Whisky oder einen Rum in der Hand haben, geschmacklich wie qualitativ.

Für Rum-Cocktails braucht man jetzt zwar nicht unbedingt einen Jahrgangs-Rum – aber durchsichtiges Melasse-Wasser mit Industrie-Alkohol ist auch keine Lösung. Hier widmen wir uns mal tollen Einzel-Rums, mal dem richtigen Verhältnis für einen Cocktail-Mischung. Ja, auch denen mit Ananassaft und Sahne wie in der Pina Colada und denen mit Sodawasser – wie dem Mojito. Gerade WENN man auf geschmacksstarke Rums für den Cocktail setzt, braucht man die richtigen Zutaten dafür – sonst verschwendet man Geld, Zeit und freies Alkoholvolumen am Samstagabend.

Cocktailrezepte mit Wodka

Wodka ist umso besser, je weniger Eigengeschmack er hat, je milder er wird. Teurer, purer Wodka, eisgekühlt, hat gerade so viel Geschmack, dass man merkt, dass man kein Wasser trinkt. Zumindest galt das früher mal so. Gerade hier in Deutschland geht der Trend dank einiger leidenschaftlicher Brenner aber immer mehr zum Wodka mit Geschmack. Aber auch der klassische, geschmacksneutrale Wodka erfährt eine Aufwertung: Als Geschmacksträger für selbstgemachte Infusions mit den verrücktesten Gewürzen und Obst-Sorten. Für durchschnittliche Wodka-Cocktails in durchschnittlichen bars gilt aber meistens immer noch: Sie werden besonders lecker und vielseitig, wenn die anderen Zutaten des Cocktails eben besonders lecker und vielseitig sind.

In den letzten Jahren sorgte für den Wodka-Cocktail-Aufschwung vor allem einer: der Moscow Mule. Dafür mischt man Ginger Beer mit Wodka, packt noch Gemüse dazu (Gurke, Limette) und fertig. Das Problem: Hierzulande gab es bis vor einigen Jahren praktisch kein Ginger Beer – erst langsam legen die Händler vor Ort nach. Grund genug, uns in dieser Sparte als erstes „dem Mule“ zu widmen.

Rezepte für Cocktails mit alles und scharf

Weil wir mit Whisky, Rum und Gin unsere Kern-Kompetenzen abdecken, liegt darauf natürlich unser klarer Fokus. Für Cocktails mit Sahne, Tequila oder Maracuja-Nektar fühlen wir uns natürlich trotzdem zuständig, einfach weil wir wahnsinnig gerne experimentieren und wir  Wenn uns ein besonderes Exemplar vor den Tresen kommt, greifen wir zu – und berichten hier auch darüber. Das wird am Ende allerdings deutlich öfter bei besonderen Schnäpsen als bei Cocktails passieren. Beispielsweise bei einem Haselnussbrand-Tasting oder einer Blutwurz-Verkostung.

Wenn wir mal einen Cocktail außerhalb der Reihe testen, schlagen wir gerne über die Stränge – und arbeiten schon auch mal mit einem Baconsegel oder Zwiebeln statt Orangen. Wenn wir dann ausgelassenen Lardo (italienischer weißer Speck) in einen Bloody Mary fließen lassen, heißt das nicht, dass das Zeug am Ende auch schmeckt (tat’s nicht) – aber wer das Ding zu Hause nachmacht, kann wenigstens damit angeben, dass er weiß, woher sein Herzinfarkt kommt. Und kann sich bei Gelegenheit auch gleich noch einen Bacon-Likör ansetzen. Cocktails mit Sekt und Schampus und Drinks mit Brandy oder Cognac haben wir natürlich auch auf dem Zettel – aber alles der Reihe nach.

Cocktail-Gläser und mehr

Wir gehen jetzt nicht unbedingt so weit, euch explizit einen Mörser, ein Limettenmesser oder Brettchen zum Gurkenschneiden zu empfehlen. Aber aus welchem Glas ihr eine Spirituose trinkt, macht mehr aus, als ihr denkt. Whiskys und komplexe Brände schmecken im Nosingglas ganz anders als im Tumbler, ein Cocktail aus dem Longdrink-Glas schmeckt anders als einer aus dem Highball-Glas.

Auch die Länge des Strohhalms kann entscheidend sein, genauso wie die Frage: „Brauche ich überhaupt einen Strohhalm?“ Auch wichtig: Für welchen Cocktail nehme ich Crushed Ice, für welchen Eiswürfel, wo empfiehlt sich eine einzige, fette Eiskugel? Und wo gehört gar kein Eis rein? (Spoiler: In fast alle puren Spirituosen!) Diese Fragen klären wir in unserer Hardware-Abteilung. Damit bleibt dann wohl nur noch eine einzige Frage offen …

Was haben Cocktail-Rezepte mit Bärten zu tun?

Wenn man einen Cocktail mit Sahne trinkt, hat man oft einen Sahne-Schnurrbart. Das könnte ein Cocktailbart sein. Wenn ein Barkeeper Doppelschichten schiebt und sich deswegen nicht rasieren kann, hat er vielleicht einen Dreitagebart – einen Dreitage-Cocktail-Bart. Wenn ihr einem schottischen Einsiedler erzählt, dass ihr mit einem 18 Jahre alten Laphroig einen Whisky Sour gemacht habt, mit ganz viel Eis, dann fällt der wahrscheinlich vor Schock ins Koma. Wenn er dann so daliegt und sich nicht rasieren kann, dann wächst ihm – genau – ein Cocktailbart. Cocktailbart halt einfach. Hört auf, Fragen zu stellen. Trinkt lieber was.