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Bavarian Sour – Cocktail goes Biergarten

Der Bavarian Sour ist ein Cocktail mit Gin, Biergelee, Zitrone, Romsarin und Chocolate Bitters.
Der Bavarian Sour ist ein Cocktail mit Gin, Biergelee, Zitrone, Romsarin und Chocolate Bitters.

Biergärten brauchen Cocktails! Finden zumindest wir, die wir in der Nachmittagssonne vom Bier so schnell müde werden und eigentlich viel lieber was kleines, frisches trinken würden anstatt der zweiten Maß. Wir würden euch an dieser Stelle jetzt echt gerne erzählen, dass wir uns voller Tatendrang dieses Problems angenommen und unter großem Aufwand die richtigen Zutaten für unseren Bavarian Sour recherchiert und ausprobiert haben. Wäre aber gelogen. Die Wahrheit ist die:

Ein lieber Mensch hat uns das Rote Biergelee von den Schaffensschwestern aus Nürnberg geschenkt. Weil die Pampe auf dem Brot aber ein bisschen nach kalter Bierbank schmeckt, haben wir sie testweise einfach mal vermixt – und dabei eher versehentlich einen hammergeilen Drink entdeckt. Ach, was heißt schon „Drink“? Das Ding ist ein Feuerwerk Niederbayerisch-Fränkischer Freundschaft und schmeckt, wie sich Füße bei 30 Grad in die Donau halten (alternativ: Pegnitz, Isar, Planschbecken) anfühlt. Wir sagen: der Bavarian Sour steht in zwei Jahren auf jeder Biergarten-Karte nicht nur in Bayern sondern deutschlandweit. Und wenn wir das Cocktail-Rezept selber draufschreiben müssen!

Das Rezept für den Bavarian Sour

  • 5 cl Granit Gin
  • 3 cl frischer Zitronensaft
  • 2 cl Rotes Biergelee (gibt’s bei den Schaffensschwestern)
  • 3 Dashes Chocolate Bitters
  • 2 Zweige Rosmarin

Nadeln von den Rosmarinzweigen abzupfen und im Shaker kurz anpressen. Restliche Zutaten drauf und auf Eis hart shaken. Doppelt in ein Glas mit frischem Eis abseihen und mit einem Rosmarinzweig garnieren. Trinken!

Wieso rotes Biergelee?

Das Biergelee ist unsere Grundzutat – es macht den Bavarian Sour zu dem, was er ist. Von den Schaffensschwestern (siehe Link unten) gibt es auch ein Helles Biergelee, das wir ehrlich gesagt noch nicht im Drink getestet haben. Was wir wissen: Hergestellt wird das Gelee aus dem Nürnberger Schanzenbräu – und da ist die rote Variante definitiv die leckerere, intensivere, bessere gegenüber dem klassischen hellen Bier. Selbstverständlich lässt sich Biergelee aber auch selbst herstellen.

Der optimale Gin für den Bavarian Sour

Bei der Grund-Spirituose war uns Whisky zu nah am Whiskey Sour, Wodka zu fad und Tequila, Mezcal oder Rum zu karibisch-exotisch. Blieb nur Gin, der von alle dem genannten auch geschmacklich am besten mit dem Biergelee harmoniert. Damit sich das Ding am Ende Bavarian Sour nennen darf, musste es ein bayerischer Gin sein. Und auch wenn der Feel! Gin lecker ist und der Duke aus München mit seinen Hopfen- und Malznoten auf den ersten Blick besser passt, fiel unsere erste Wahl auf den Granit Gin.

Den Hersteller Penninger umweht dieser Hauch von Blutwurz und Bärwurz, dieses urbayerische, das man mitschmecken kann. Zumindest als Bayer. Aber zugegeben: In der Praxis funktionieren alle drei genannten Gins hervorragend – und nur weil Granit unser Favorit ist, muss das bei euch nicht unbedingt auch so sein. Probiert also ruhig ein wenig herum, welcher Gin für euch der beste ist. Solange er aus Bayern kommt: Ein Bavarian Sour mit einem außerbajuwarischen Gin ist ein Zouzongna Sour. Zu Deutsch: ein Sour des Hinzugezogenen.

Rosmarin und Chocolate Bitters

Der Rosmarin bringt dem Drink zusätzliche Frische und ein natürlicheres Aroma, deswegen dürft ihr auch den Rosmarinzweig als Garnitur nicht vergessen. Der ist weniger für die Optik als vielmehr für den Geruch. Die Bitters nehmen ein wenig den Druck von der starken Säure und der heftigen Süße des Gelees, runden den Drink ab. Experimente mit Angostura und Orange Bitters waren geschmacklich am Ende eher kräuterlikörig, deswegen greifen wir zu den Chocolate Bitters. Anders als der Name vermuten lässt, sind die auch eher kakao- als schokoladenlustig.

Hilfe, mein Drink ist zu dickflüssig: der Sepp Collins!

Durch das Biergelee hat der Bavarian Sour eine tolle Konsistenz – außer ihr shaked ihn nicht richtig oder nehmt versehentlich etwas zu viel Gelee oder eure Eiswürfel geben nicht genug Schmelzwasser ab – im Test haben wir tatsächlich die Hälfte der Drinks genau wegen sowas versaut. Die Lösung ist ein kleiner Spritzer Mineralwasser. Damit ist es dann eigentlich ein Bavarian Fizz – der Name ist nur leider schon von einer Weißbier-Cocktail-Entartung belegt. Weil Bavarian Collins aber blöd klingt (Fizz und Collins sind jeweils Sours mit Soda, nur in unterschiedlicher Gewichtung) nennen wir den Bavarian Sour mit Mineralwasser einfach Sepp Collins. Ihr könnt ihn aber auch Franz nennen. Oder Hans. Ist dem Drink egal – lecker bleibt er unter jedem Label.

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JohannTrasch

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