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Cucumber Frog

Ein Cucumber Frog-Cocktail mit Basilikumsirupg, Gin, Gurke und Wasabipaste.
Ein Cucumber Frog-Cocktail mit Basilikumsirupg, Gin, Gurke und Wasabipaste.

Der Cucumber Frog besteht aus Gin, Gurken, Wasabipaste und Basilikumsirup. Vom Zutaten aufzählen alleine fühlt man sich direkt in den Sommer versetzt und sieht sich sich mit einem Cocktail in der Hand auf der Wiese sitzen und Sushi und Salat futtern. Das Ding ist grün, verflucht erfrischend und es brennt im Rachen; dafür sorgt der Wasabi, der zwar schön scharf ist, aber sofort wieder verfliegt, anders als zum Beispiel Chilli-Schärfe. Das wichtigste aber: der Cucumber Frog schmeckt phäno-fucking-menal.

Die Story hinter dem Cucumber Frog

Der Cucumber Frog ist ein Cocktail, den man im Netz praktisch nicht findet. Vielleicht ist dies derzeit die einzige öffentlich zugängliche Seite, auf der man das Rezept nachlesen kann. Und auch wir haben den Frog nicht nach monatelanger Suche entdeckt oder gar selbst gefunden: er fand uns. In Form eines kleinen Booklets namens „Regensburg Cocktail Fibel“ lag das Rezept einfach so in einer Regensburger Kneipe, als Cocktail-Beitrag der örtlichen Bar Barock. Feuer und Flamme zogen wir also direkt weiter, wollten uns die volle Wasabi-Dröhnung geben. Doch, oh weh, die Bar hatte bereits zu (und hat den Cucumber Frog inzwischen auch leider nur noch als Frühlings-Special auf der Karte stehen, allerdings mit Wodka). So wankten wir denn traurig nach Hause – und mixten uns das Ding einfach selber.

Seit diesem Abend sind einige Wochen vergangen und wir haben inzwischen viel mit dem Cucumber Frog herumexperimentiert – und das Rezept an einigen Stellen doch etwas abgewandelt. Im Folgenden findet ihr das Rezept daher einmal in seiner Original-Version und einmal in der Cocktailbart-Variante. Für beide benötigt ihr Basilikumsirup, der dem Drink Süße und eine mediterranen Frische verleiht.

Basilikumsirup herstellen

Der Sirup besteht aus einem Teil Wasser, einem Teil Zucker und Basilikum. Auf 500 ml Wasser könnt ihr gut und gerne ein ganzes Kräutertöpfchen nehmen, aber der Liter Sirup, der dabei rauskommt, reicht dann auch für ewig und drei Tage. Arbeitet lieber mit 200 ml Wasser, 200 g Zucker und nehmt gut 15 bis 20 Blätter. Erwärmt Zucker und Wasser zusammen in einem Topf, bis sich der Zucker aufgelöst hat, lasst den Sirup abkühlen und legt die Blätter hinein.

Packt die ganze Suppe jetzt in einen verschließbaren Plastikbeutel (noch besser: vakuumieren!) und anschließend für 24 Stunden in den Gefrierschrank. Jetzt müsst ihr den Sirup nur wieder auftauen und den Basilikum herausfiltern. Der Sirup zieht im Kühlschrank noch nach, einige Tage nach der Herstellung ist er deutlich aromatischer. Zur Not kann man Basilikumsirup natürlich auch kaufen. Ist halt nur nicht so lecker.

Das Original-Rezept für den Cucumber Frog

  • 4 cl Gin
  • 3 cl Lime Juice (für den Unterschied zwischen Lime Juice und Limettensaft schaut in den Gimlet-Artikel)
  • 3 Gurkenscheiben
  • 1/2 Teelöffel Wasabipaste
  • 2 cl Basilikumsirup

Das Cocktailbart-Rezept für den Cucumber Frog

  • 6 cl Gin
  • 2 cl Zitronensaft
  • 10 Gurkenscheiben
  • 1 Teelöffel Wasabipaste
  • 2 cl Basilikumsirup

Gurkenscheiben einmal mit dem Stößel andrücken, Zitronensaft, Gin, Wasabi und Baslikumsirup dazu und auf Eis hart shaken. So richtig, richtig shaken, denn die Wasabipaste muss sich auflösen. Dann in ein Longdrinkglas mit Eis abseihen und mit Gurken und Basilikumblatt garnieren. Trinken.

Warum die Änderungen?

Ursprünglich ist der Cucumber Frog wohl als Shortdrink ausgelegt, aber das fühlte sich für uns nicht richtig an – um einen Sommerdrink draus zu machen, haben wir etwas mehr Gin und einen Packen gemuddelte Gurkenscheiben mit rein. Außerdem haben wir den Lime Juice durch frischen Zitronensaft ersetzt. Der Lime Juice hat eine zugegeben frische, aber leicht künstliche Note, die wir hier nicht wollten. Limettensaft als Tausch war uns zu sauer – also blieb nur die Zitrone.

Der perfekte Gin für den Cucumber Frog

Tatsache: Hendrick’s Gin, der von Haus aus Gurken-Noten und eine sanfte Bitterkeit mitbringt, hat uns in diesem Cocktail-Rezept am besten geschmeckt, er passt einfach und schmiegt sich an alle anderen Zutaten an. Aber auch der blumige Professor Cornelius Ampleforth macht sich hier ganz okay. Niemand Gin verleiht dem Ganzen noch einen Rosmarin-Note, die wunderbar zu Basilikum und Gurke passt, aber damit wird er im Test fast schon zu frisch. Wenn ihr der Ansicht seid „Zu frisch kann ein Sommer-Cocktail gar nicht schmecken.“ (und der Ansicht darf man ausdrücklich sein!), dann ist der Niemand sogar fast besser als der Hendrick’s.

Die Amazon-Einkaufsliste für den Cucumber Frog

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JohannTrasch

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