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Gin Gin Mule: Das Cocktail-Rezept für den Mule mit Minze und Gin

Ein Gin Gin Mule mit Gin, Ginger Beer, Minze, Zuckersirup und Limettensaft.
Ein Gin Gin Mule mit Gin, Ginger Beer, Minze, Zuckersirup und Limettensaft.

Man nehme ungefähr 6 cl Schnaps, Ginger Beer oder Ginger Ale, Limetten- oder Zitronensaft und vielleicht noch ein wenig Zuckersirup, mische alles zusammen auf Eis in ein Glas und Bäm: fertig ist der Mule oder Buck. Eine Cocktail-Kategorie, die ihren Bekanntheitsgrad wohl vor allem dem Moscow Mule verdankt, einer Variante mit Ginger Beer und Wodka. Mixt man diesen Drink einfach mit Gin statt Wodka, bekommt man einen Gin Buck.

Und fügt man dem jetzt noch Minze, Zuckersirup und die geheime Zutat Liebe hinzu – dann, ja dann bekommt man einen Gin Gin Mule. Stellt euch einfach einen Moscow Mule vor, der so erfrischend schmeckt, dass ihr euch wünscht, es gäbe das Zeug als Zahnpastageschmack. Oder als Eissorte. Oder als Brotaufstrich für die Tage, an denen es für Nougatcreme einfach zu heiß ist. Ihr versteht schon: der Gin Gin Mule ist ziemlich gut.

Das Cocktail-Rezept für den Gin Gin Mule

  • 4,5 cl Gin
  • Eine halbe Handvoll Minze
  • 2,5 cl Limettensaft
  • 3 cl Zuckersirup
  • Ginger Beer zum auffüllen

Minze mit Limettensaft und Zuckersirup sanft mit dem Muddler andrücken, dann zusammen mit dem Gin auf Eis shaken. In ein Glas mit frischem Eis doppelt abseihen, mit Ginger Beer auffüllen und mit einem Minzezweig garnieren. Trinken. Anmerkung: In das Originalrezept gehören exakt 3 cl Ginger Beer. Aber Getränke mit Kohlensäure abzumessen kostet Sprudel. Abgesehen davon passt ins durchschnittliche Longdrink-Glas eh nicht bedeutend mehr zusätzliches Ginger Beer hinein. Daher machen wir es uns an dieser Stelle einfach.

Die Geschichte des Gin Gin Mule

Dieser Drink ist gerade mal etwas mehr als zehn Jahre alt, findet sich aber trotzdem auf vergleichsweise vielen Cocktail-Karten wieder. Ähnlich wie der Gin Basil Smash nimmt er ein sehr einfaches Grundrezept, wandelt es mit einfachsten Mitteln ab und macht aus einem guten Allerweltsdrink ein kleines Meisterwerk. Verantwortlich dafür ist eine Frau namens Audrey Saunders: Die weltbekannte Bartenderin eröffnete 2005 den ebenfalls weltbekannten Pegu Club in New York (der rein zufällig auch die schrecklichste Webseite der Welt hat, unbedingt mit Sound anschauen!). Ihr Club ist benannt nach einem nicht ganz so bekannten anderen Club in Burma, in dem jedoch auch der gleichnamige, weltbekannte Cocktail Pegu Club seinen Ursprung hat.

Zur Eröffnung des Clubs war Saunders bereits seit fast 10 Jahren als Bartenderin tätig und hat und hatte seitdem scheinbar immer den richtigen Riecher für ihre Gäste. Sie und ihre Bar gewannen jede Menge Preise, die gute Frau setzte ihre Unterschrift mit diversen Drinks auf Hunderte Cocktail-Karten auf der ganzen Welt. Nicht nur mit dem Gin Gin Mule: Ihr Old Cuban ist ein oft gesehener Mojito-Twist mit Champagner, den man probiert haben muss, und auch wenn sie den Pegu Club nicht selbst erfunden hat, so mixen ihn heute wahrscheinlich die meisten mit dem Rezept aus ihrer Bar. Apropos Rezept, reden wir doch endlich über den Gin Gin Mule.

Der perfekte Gin

Der Cocktail bekommt mit dem Ginger Beer und dem Zuckersirup extrem viel Süße ab, die in Zusammenarbeit mit der Frische der Minze und der Schärfe des Ginger Beers ein extrem rundes Gesamtbild ergibt. In der Folge gehen zu milde Gins hier komplett unter und lassen euch zurück mit einer süßlichen Ginger Beer-Variante mit viel Minze. Wir haben am meisten Freude mit sehr trockenen und im besten Fall Wacholder-lastigen Gins. Der Wacholder ergänzt die frischen Aromen um einen kräutrigen Unterton, der hervorragend funktioniert.

Der Juniper Jack Navy Strength Unplugged London Dry Gin gibt einen der gschmackigsten Gin Gin Mules den wir kennen.
Der Juniper Jack Navy Strength Unplugged London Dry Gin gibt einen der gschmackigsten Gin Gin Mules den wir kennen.

Den leckersten Drink hatten wir entsprechend mit dem Wacholder-lastigsten Gin in unserer Hausbar, dem Juniper Jack Navy Strength. Aber auch mit dem normalen Juniper Jack, Hoos London Gin oder Granit Gin fahren wir ganz hervorragend. Unter den etwas milderen Gins fällt vor allem Niemand auf, dessen waldige Noten den Gin Gin Mule in eine andere, weniger intensive aber spannende Richtung lenken. Eine tolle Alternative für alle, die nicht unbedingt nach dem suchen, was wir im Test „Frische, die einem das Gesicht wegbrennt“ nennen.

Das richtige Ginger Beer

Für diesen Drink braucht ihr ein Ginger Beer, das auch richtig schön brennt, das scharf ist – schließlich habt ihr am Ende gar nicht so viel davon im Glas, ihr mixt hier keinen Dark and Stormy. Auch, wenn’s langweilig klingt: mit den Standard-Marken Thomas Henry und Fever Tree macht ihr absolut nichts verkehrt, sie funktionieren im Test mit Abstand am besten. Wer ein bisschen mehr herumprobieren will, schaut ins Ginger Beer-Tasting von Kollege Carsten. Da findet ihr mit etwas Glück sogar euer neues Lieblings-Ginger Beer. So oder so ist so eine Teststrecke der beste Anlass, sich noch ein paar Gin Gin Mules zu mixen.

Einkaufsliste für den Gin Gin Mule

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JohannTrasch

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