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Daiquiri – das originale Cocktail-Rezept für den Drink aus Kuba

Ein Daiquiri-Cocktail mit einer Limettenzeste. Quelle: Fotolia.com © fudio
Ein Daiquiri-Cocktail mit einer Limettenzeste. Quelle: Fotolia.com © fudio

Daiquiris sind auf Beach Partys das richtig geile Zeug: Lecker fruchtig, rot, zu 80 Prozent Wassereis – gibt’s etwas Erfrischenderes? Doch, ja. Denn das, was man auf Beachpartys oder Festival-Ständen da so in die Hand gedrückt bekommt, das ist gar kein Daiquiri. Im besten Fall wäre die Crushed Ice-Pampe ein Frozen Daiquiri, und die könnte sogar richtig lecker sein, wenn man sie mit Liebe macht. Aber ein richtiger, echter Daiquiri ist etwas simples, filigranes, mit säuerlicher Süße und dem Aroma kubanischen Rums. Er ist eigentlich ein Rum Sour.

Wie alle Sours besteht er aus Spirituose – Zuckersirup – Zitronen-/Limettensaft. Varianten mit Ei wie beim Whisky Sour haben wir allerdings keine gefunden und auch in unseren eigenen Tests mochte das nicht so recht zusammenpassen. Das Geheimnis eines guten Daiquiris ist tatsächlich dieses abgeranzte „Keep it simple.“. Und damit möchten wir jetzt ausdrücklich nicht die unzähligen Frozen-, Basil- und Strawberry-Varianten da draußen verteufeln, die sich die Menschen jede Woche in den Mixer packen. Denn die können durchaus ziemlich lecker schmecken. Aber für das Prädikat „Classic Daiquiri“ muss man den Cocktail eben simpel halten. In Sachen Mischung haben wir uns nach zahlreichen Tests auf die Variante von eyeforspirits.com geeinigt, die wir ausnahmsweise mal übernehmen, ohne abzuwandeln.

Das perfekte Rezept für den Daquiri

  • 6 cl weißer Rum
  • 2 cl Zuckersirup
  • 2 cl Limettensaft

Alle Zutaten in einem Shaker auf Eis schütteln, bis die Schwarte kracht. Anschließend in ein vorgekühltes Martiniglas abseihen und mit einer Limettenzeste garnieren. Trinken!

Die Story hinter dem Daiquiri

Der Daiquiri ist ein kubanischer Drink und wie bei seinem Kumpel Mojito geht man davon aus, dass sich Ernest Hemingway die Dinger literweise reingezischt hat. Erfunden wurde er der Legende nach in der namensgebenden Stadt Daiquiri, von wo er sich nach Havanna ausbreitete. Dort, in der Bar El Floridita versorgte ein Bartender namens Constantino Ribalaigua Vert den großen Literaten mit Drinks. Lustigerweise trank Hemingway seinen Daiquiri allerdings in einer komplett anderen Variante, nämlich mit viel Maraschino-Likör und Grapefruit.

Ein frischer Daiquiri. Sommer. Garten. Kann mal einer den Urlaubs-Button drücken, bitte?
Ein frischer Daiquiri. Sommer. Garten. Kann mal einer den Urlaubs-Button drücken, bitte?

Der optimale Rum

Wegen seines Ursprungs ist es gängig, den Daiquiri mit kubanischem Rum zu mixen. Wobei wir ja hier grundsätzlich nix davon halten, Traditionen aufrechtzuerhalten, wenn sie unsere Mix-Freiheiten beschneiden. Tatsächlich ist es durch die Ausgewogenheit von Süße und Säure im Daiquiri durchaus okay, einen Rum zu benutzen, der eher durch Preis-/Leistung besticht, zum Beispiel einen Havana Club 3 Jahre. Der reicht schon, um einen ordentlichen Drinkzu erzeugen, der erfrischt und ein bisschen beschwipst. Weil Rum aber trotz allem die Haupt-Komponente des Drinks ist, solltet ihr trotzdem nicht die billigste Plörre aus dem Regal ziehen.

So ziemlich den besten Daiquiri im Test mixten wir uns mit Revolte Rum, allerdings haben wir auch mit dunklen, gelagerten Rums einiges an Spaß gehabt. Der Ron Zacapa Sistema Solera 23 zum Beispiel sorgte für ein sehr intensives Aromenspiel und brachte klare, herbe Holz- und Karamelltöne mit rein, die das ganze Spiel aus Säure und Süße ein wenig erdeten. Durchaus angenehm, wenn man sich den Drink nicht in der prallen Mittagssonne, sondern abends zur Zigarre gönnt.

Zuckersirup und Limettensaft

Die 2 cl Limettensaft entsprechen etwa einer kleinen Limette und die solltet ihr auch parat haben. Mit Limettensaft aus dem Glas macht ihr euch dieses Cocktail-Rezept schlicht und ergreifend kaputt. Schält das Ding vorher, dann habt ihr auch eine schicke aber schlichte Garnitur für euren Daiquiri. Experimente mit Zitronensaft ergaben einen leckeren Drink, der aber nicht genug Durchsetzungsvermögen hatte – die Limette hat hier klar die Nase vorn. Kommt die Frage auf „Zuckersirup oder Zucker?“ geht der Trend hier klar zum Sirup. Wie alle Shortdrinks kann der Daiquiri die zusätzliche Substanz durchaus brauchen.

Das richtige Glas für den Daiquiri

Als Shortdrink gehört der Daiquiri in eine Cocktailschale oder ein Martiniglas, die Frozen-Varianten kann man zur Not auch direkt aus dem Elektromixer trinken. Eine Coupette oder ein Tumbler tun’s natürlich auch, erlaubt ist, was Spaß macht. Aber egal, was für ein Glas ihr nehmt, das Ding muss schweinekalt sein, am besten packt ihr es für mindestens eine halbe Stunde in den Tiefkühler. Gerade bei so wuchtigen Shortdrinks, die man trotz der geringen Größe gemütlich wegsippen möchte, ist das wichtig. Arbeitet ihr hier mit einem Glas frisch aus dem Geschirrspüler, müsst ihr zum Shaken eigentlich auch gar kein Eis benutzen.

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JohannTrasch

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