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10 Cocktails mit nur zwei Zutaten

Cocktails mit nur zwei Zutaten gibt's in allen Farben und Formen. Quelle: Fotolia.com © cristi lucaci
Cocktails mit nur zwei Zutaten gibt's in allen Farben und Formen. Quelle: Fotolia.com © cristi lucaci

Es gibt Cocktails, für die braucht man fünf, acht, zehn Zutaten – Mix-Monster, für deren Zubereitung man am besten noch zwei Beiköche einlädt. Und es gibt Cocktails, die bestehen aus lediglich zwei Zutaten: Spirituose und Filler. Oder Spirituose und Spirituose. Oder Filler und Filler, wenn ihr später noch fahren müsst. Bei Cocktails geht es nämlich nicht nur darum, etwas möglichst aufwendiges und kreatives zu mixen, um dann damit anzugeben. Es geht drum, Flüssigkeiten ineinanderzuschütten, damit sie noch leckerer werden. Wir zeigen euch in diesem Artikel 10 Zwei-Komponenten-Cocktails, mit denen ihr ohne viel Aufwand richtig Eindruck schinden könnt – und für die ihr nicht gleich einen ganzen Schnapsladen leerkaufen müsst.

1. Smokey Martini

Prinzipiell ist jeder Martini ein Zwei-Zutaten-Cocktail – normalerweise besteht er nämlich aus Wermuth und Gin. Für diese Variante lasst ihr den Wermuth weg und nehmt stattdessen einen Islay-Whisky mit einer ordentlichen Rauch-Fahne:

  • 6 cl Gin
  • 1 cl Rauchiger Whisky

Den Gin auf Eis rühren, bis das Rührglas außen anläuft. Den rauchigen Whisky in ein gekühltes (!) Martini-Glas schütten und es damit auswaschen. Bedeutet: Ihr dreht das Glas und benetzt damit die Außenwände. Ist das erledigt, schüttet ihr den Rest weg. Der Rauchduft bleibt so im Glas hängen. Jetzt gießt ihr den Gin durch ein Barsieb ins Glas. Wer Gin und Islay-Whisky mag, wird diesen Cocktail lieben.

2. Dark and Stormy

Ein Dark and Stormy besteht aus Rum und Ginger Beer. Erfunden wurde er von Gosling’s Rum auf den Bermudas, er ist der Signature Drink der Brennerei. Offiziell darf sich eine Mischung aus Ginger Beer und Rum also nur Dark and Stormy nennen, wenn er aus Gosling’s Rum und Gosling’s Ginger Beer besteht. Aber unter uns: Mit anderen Varianten geht’s natürlich auch.

  • 6 cl Rum
  • ca. 18 cl Ginger Beer

Kippt zuerst das Ginger Beer auf Eis in ein durchsichtiges Glas und gießt anschließend langsam den Rum hinein. Er wird auf dem Ginger Beer floaten und so ein Farbenspiel aus weiß (stormy) und Rum-braun (dark) erzeugen.

3. Gin Tonic

Voll billiger Scheißtipp, zugegeben. Aber eine Liste mit Cocktail-Rezepten aus zwei Zutaten ohne einen Gin Tonic wäre schlicht und ergreifend unvollständig. Falls ihr mehr zum Thema Gin Tonic wissen wollt, schaut in unsere Gin– und Tonic Water-Tastings und natürlich auf unsere Seite zum Gin Tonic selbst. Für einen Standard-G&T schüttet ihr einfach folgendes ineinander:

  • 6 cl Gin
  • ca. 18 cl Tonic Water

Alles auf Eis in ein Glas schütten. Umrühren. Fertig.

4. Screwdriver

Hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich nichts anderes als ein Wodka-O. Wodka und Orangensaft, wie ihn die meisten von uns seit 20 Jahren oder länger saufen. Teufel, die älteren Semester hielten das Zeug mal für die Cocktail-Offenbarung schlechthin, weil sie sich mit einem ganz Jahrzehnt Korn-Cola die Geschmacksnerven weggeätzt haben. Aber jetzt mal im Ernst: An was wir uns erinnern, das ist ein 1:1 gemixter Wodka-o mit Orangennektar. Wir empfehlen euch an dieser Stelle dringend, euch in Ruhe einfach mal wieder einen davon zu mixen. Im Verhältnis 3:1. Mit frischem Saft aus frischen Orangen. Alles in ein Glas mit Eis und umrühren. Mit einem kleinen Minz-Zweig garnieren. Denn das schmeckt dann auch tatsächlich nach Cocktail – nicht nach Scheunenboden.

Ein Screwdriver-Cocktail aus Orangensaft und Wodka. Quelle: Fotolia.com
Ein Screwdriver-Cocktail aus Orangensaft und Wodka. Quelle: Fotolia.com

5. Cuba Libre

Cuba Libre gibt es normalerweise überall, selbst an Orten, die mit Cocktails so gar nichts am Hut haben. Auch bei euch zu Hause – denn Cola und irgendeinen Rum, das hat man normalerweise irgendwo rumstehen. Braucht man eigentlich nur noch Limetten – und das ist die Stelle an der wir zugeben müssen: der Cube Libre ist an dieser Stelle eigentlich geschummelt. Weil er ohne Limette einfach nicht funktioniert, ist er ein Drei-Komponenten-Cocktail. War uns aber egal.

  • 6 cl Rum
  • 18 cl Cola
  • Saft einer halben Limette

Alles zusammen in ein Glas mit Eis geben und umrühren. Fertig. Greift beim Rum am besten zu einem dunklen Rum oder einem halbwegs brauchbaren weißen (Havana Club 3 Jahre aufwärts) – sonst habt ihr einfach nur Cola mit Alkoholdunst. Mit Coca Cola macht ihr nix falsch, spannender wird’s mit exotischeren Sorten oder einer zitronigen Variante wie der Fritz Kola. Die Limette ist Pflicht, desto saurer, desto besser – Süße gibt’s über die Cola genug.

6. Black Russian

Ein Black Russian ist im Wesentlichen ein White Russian ohne Sahne. Ergo braucht ihr dafür Wodka und Kaffeelikör. Weil der White Russian durch den Kult-Film The Big Lebwoski ohnehin der Lieblingscocktail vieler Cineasten ist, lohnt es sich, die Zutaten für den Ernstfall zu Hause zu haben. Wodka sowieso – und den Kaffelikör für den Fall, dass noch jemand einen Espresso Martini will, um nicht einzupennen.

  • 8 cl Wodka
  • 4 cl Kaffeelikör

Beides zusammen in ein Glas mit Eis und gut umrühren. Wer’s nicht ganz so stark mag, mixt im Verhältnis 1:1 und erhält so eine süßere Variante mit deutlich stärkerem Kaffee-Aroma.

7. Bellini

Der Bellini ist der Signature Drink von Harry’s Bar in Venedig und gilt als einer der ganz großen Klassiker unter den Cocktails. Er hat einen Ruf als Damendrink, weil er aus einem pürierten Pfirsich besteht, den man mit Champagner aufgießt. Sorry, Leute: Das Ding ist irre lecker, und besser als die meisten Desserts. Wenn das Mädchenkram sein soll, ziehen wir uns gerne einen Rock an. Abgesehen davon wirkt die Pürierei unglaublich aufwendig, der Cocktail dadurch auf Außenstehende hochkomplex. Dass man dafür einfach nur mit dem Pürierstab auf wehrloses Obst losgehen und eine Champagner-Flasche entkorken können muss – wen interessiert’s? Schüttet das Püree einfach in ein Sektglas, gießt es mit eiskaltem Champagner auf und rührt kurz um. Fertig.

Ein Bellini aus Pfirsichpüree und Champagner. Quelle: Fotolia.com
Ein Bellini aus Pfirsichpüree und Champagner. Quelle: Fotolia.com

8. Dirty Mother

Ein Teil Brandy, ein Teil Kaffeelikör, fertig ist die Dirty Mother. Im Prinzip ersetzt ihr also den Wodka aus dem Black Russian mit Weinbrand, die Zubereitung ist exakt gleich.. Weil der deutlich intensiver ist als Wodka, empfehlen wir hier auch klar die 1:1-Variante.  Zugegeben: Es wird nur wenige Menschen geben, die einen Black Russian mit Weinbrand wirklich für besser halten als die klassische Variante. Aber: Mit einem guten, spanischen Brandy macht der Drink durchaus Spaß. Und er heißt „Dirty Mother“. Man kann auf Partys also spontan aufstehen, sagen „Ich mach‘ mir jetzt ’ne Dirty Mother klar.“ und im rausgehen noch ein „Bitches“ an den Satz hängen. Das hat schon was. Nur leider keinen Stil.

9. Gimlet

Ein Gimlet ist sowas wie die Underground-Variante des Gin Tonic oder die nicht ganz so versnobbte Version des Martini: Die Kombination aus Lime Juice (ein Zwischending aus Limettensaft und -Sirup) und Gin schmeckt frisch, fruchtig und mit einem kleinen Spritzer echter Limette auch nicht mehr ganz so künstlich.

  • 6 cl Gin
  • 2 cl Rose’s Lime Juice
  • Ein Spritzer frischer Limettensaft

Alles im Shaker ordentlich durchrütteln, in ein gekühltes Martini-Glas abgießen, trinken. Der Lime Juice kostet drei Euro und hält praktisch ewig – eine effizientere Filler-Investition werdet ihr nie wieder machen.

10. Scotch & Soda

Der Urvater aller Highballs (Cocktails, die nur aus Schnaps und Filler bestehen): Whisky und Sprudelwasser. Man kann dafür auch ruhigen Gewissens einen ordentlichen, sehr schmackhaften Whisky nehmen – gerade aromatische Scotches profitieren von dem vielen Wasser, öffnen ihre Aromaprofile und lassen sich neu erleben. Garniert den Cocktail mit einer Zitronen- oder Orangenzeste, dann sieht’s auch nach was aus.

  • 6 cl Whisky
  • 18 cl Sprudelwasser

Beides auf Eis gießen, gut umrühren. Dieser Cocktail ist auch optimal, wenn ihr euch nicht komplett abschießen, aber gerne den ganzen Abend durch bei Whisky bleiben möchtet. Und anders als beim Old Fashioned ballert man sich nicht nach Fondue-Prinzip versehentlich in 15 Minuten weg.

Hat es nicht in die Liste geschafft: Kalimotxo

Kalimotxo, Calimocho oder auch Kalte Muschi besteht aus Rotwein und Cola. Wir kennen persönlich viele Leute, die das gut finden und Sätze sagen wie „Ja, klingt voll eklig. Aber es ist echt erstaunlich geil.“ Wir glauben euch das. Wirklich. Aber wir sind einfach noch nicht so weit. Wir möchten es langsam angehen. Erstmal kuscheln. Wir bestellen uns eine Kalte Muschi, wenn es sich richtig anfühlt. Oder wenn die Hölle zufriert. Was zuerst passiert.

Die Einkaufsliste für Amazon.de

Ihr möchtet am Wochenende gleich einige der Cocktails ausprobieren und euch fehlen noch Zutaten? Hier sind einige Empfehlungen, die ihr direkt über Amazon bestellen könnt:

Laphroaig 10 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky (1 x 0.7 l) – ein irre rauchiger Whisky. Super für den Smokey Martini, macht auch im Scotch & Soda eine gute Figur.

Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin (1 x 0.7 l) – spannender und intensiver Allround-Gin, der auch einem Islay-Whisky standhält.

Gosling’s – Black Seal Rum (1 x 0.7 l) – für alle, die den Dark& Stormy gerne mit den Originalzutaten probieren würden.

Russian Standard (1 x 0.7 l) – falls euch der Wodka ausgeht.

Hennessy V.S (1 x 0.7 l) – der Cognac taugt auch als Brandy für die Dirty Mother und damit man was zum anbieten hat, wenn die Schwiegermama kommt.

JohannTrasch

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