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10 Whiskys, die fast jeder falsch ausspricht

Das Schild ins Whisky-Paradies an der schottischen Grenze.
Das Schild ins Whisky-Paradies an der schottischen Grenze.

„Lagagaga … Lagava, Laggavalala. Den der nach geräuchertem Speck schmeckt. Weißt schon: Lagagala!“ Wenn man in einer Bar zum ersten Mal einen Whisky bestellt, über den man bisher nur gelesen hat, ist das ein Abenteuer, selbst in Zeiten von Tasting-Videos. Nicht selten unterhalten sich zwei Leute über Ihre jeweiligen Lieblingswhiskys und stellen erst nach zwei Stunden fest, dass Kuhleila und Kaoll Illa ein- und dasselbe sind.

Das tolle an der Whisky-Community: Keinen interessiert’s, kaum jemand zieht einen hinterher damit auf. Wir haben schließlich alle mal ohne das geringste bisschen Hintergrundwissen angefangen, uns am Projekt „Schottland leersaufen“ zu beteiligen. Höchstens noch ist es dem Einsteiger selbst besonders unangenehm, wenn er sich mit einem weltgewandten Connoisseur unterhält, der den Lagalala plötzlich richtig Laggawuulin ausspricht. Damit Ihnen das nicht passiert, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Aussprachen für die 10 am häufigsten falsch ausgesprochen Whiskys überhaupt.

Wie man sich denken kann, sind das ausnahmslos Schotten mit gälischen Namen – und weil andere die viel besser aussprechen können als wir (und wir stinkfaul sind), sind die Videos weiter unten nicht von uns, sondern vom amerikanischen Herrenmagazin Esquire, dass sich den schottischen Schauspieler Brian Cox geschnappt hat, damit er vor laufender Kamera Whiskys von zu Hause säuft und ihre Namen ausspricht. Wir hätten zugegeben gerne seinen Job – aber wir würden das wahrscheinlich nicht ganz so gut hinbekommen.

1. Laphroaig

Diesen Whisky von der schottischen Insel Islay kann schon kaum jemand schreiben und Betrunkene, die die Flasche lesen, nennen ihn auch mal den Lapfrogsch. Dabei ist der rauchige Schotte viel einfacher auszusprechen als zu schreiben:

2. The BenRiach

Das „The“ gehört zum Namen, man spricht es also mit. Wahrscheinlich aber nicht, wenn man diesen Whisky an der Bar ordert. Das macht fast jeder entweder mit den Worten „Ben Reiach“ oder „Benriach“, also so gesprochen wie geschrieben. Die Wahrheit liegt dazwischen: The Ben-Ri-Ak heißt der leckere Tropfen.

3. Auchentoshan

Die gängigste Aussprache-Variante ist hier wohl die wörtliche mit Au-chen-to-shan, was aber eher nach asiatischer Kampfkunst als nach Whisky klingt. Auch gerne genommen ist das fast richtige Ochentoschen. Brian Cox aber – und der muss es wissen – sagt Achentuschen.

4. Oban

So ein kurzer Name und trotzdem ist in vielen Gesprächen von O-ban über Ouben bis hin zu Ob-an wirklich alles dabei, was man in einer Whisky-Diskussion unter Nicht-Schotten rausholen kann. Dabei heißt der Highland-Whisky ganz einfach „Oben“:

5. Glenmorangie

Die Einzelbestandteile des Namens dieses Highlands-Whiskys bekommt fast jeder hin: Glen- und -morangie. Nur betont ihn fast jeder falsch, legt den Fokus auf das „-morääänschie“. Dabei liegt die Betonung auf „Glen“, wie auch beim Glenfiddich und dem Glenlivet.

6. Caol Ila

Der Whisky aus unserer Einleitung stammt von der Torfrauch-Insel Islay und macht wohl vielen die meisten Probleme. Das „Caol“ lässt einem einfach zu viele Wahlmöglichkeiten. Tatsächlich aber ist wirklich „Kuhleila“ die richtige Variante. Auch, wenn es ausgeschrieben saudoof aussieht.

7. Dalwhinnie

Die Schreibweise lässt eigentlich kaum Varianten zu, trotzdem bestehen viele darauf, diesen Whisky Dal-Weenie zu nennen, was nicht unbedingt schmeichelhaft ist. Tatsächlich spricht man ihn aber aus, wie man ihn schreibt: Dal-Winni.

8. Knockando

Ein hierzulande eher selten gesehener Speyside-Malt, dessen Namen aber jeder schon mal irgendwo gelesen hat. Allerdings dann wohl eher als Kno-kando oder Knokk-Ando. Das Destillat, das nach seinem Heimatdorf benannt ist, heißt allerdings Nokan-Du.

9. Glenkinchie

Den Lowland-Whisky spricht eigentlich fast jeder richtig aus, es glaubt nur irgendwie nie jemand so richtig dran, dass das Zeug wirklich so heißt: Glen-Kinschi. Zumindest wir hier haben noch nie jemanden Glen-KinCHi sagen hören und mehr Bandbreite gibt’s da eigentlich nicht.

10. Lagavulin

So – wie spricht man ihn denn nun aus, diesen Lalavala? Unter denjenigen, die seinen Namen aussprechen ohne ihn zu kennen, gibt es drei Typen: Denjenigen, der den Namen gar nicht lesen kann, nennen wir ihn Lalalala-Karl. Denjenigen, der ihn einfach abliest: Laagaa-wulin. Und den Kerl, der schottisch klingen will: Lagga-Wallin! Tja, wenn die Jungs sich zusammentun und Lalala-Karl außen vorlassen, isses sogar richtig: Lagga-Wullin.

JohannTrasch

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