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Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre

Der Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre ist ein besonders leckerer, gereifter Cachaça.
Der Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre ist ein besonders leckerer, gereifter Cachaça.

Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre: Das sind ganz schön viele Wörter für so etwas simples wie einen Ersatz für Pitú, oder? Tatsächlich kennt hierzulande kaum jemand einen anderen Cachaça als die bekannte Marke mit dem roten Shrimp. Warum auch, man schüttet das Zeug ja ohnehin nur in die Caipirinha, oder? Nicht mehr, nachdem man diesen Velho Barreiro probiert hat.

Warum der Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre?

Wenn wir die Herzen unserer Leser – also eure – für Cachaça erwärmen wollen, müssen wir die Einstiegshürden niedrig halten und euch trotzdem was Spannendes liefern. Schon der weiße Velho Barreiro, die Standard-Variante kostet ähnlich viel wie ein Pitú, hat aber eine viel größere geschmackliche Tiefe. Eine damit gemixte Caipirinha besitzt deutlich mehr Aromen und schmeckt nicht einfach nur nach Limetten mit Alkohol. Allein: Zum pur genießen ist auch der Velho Barreiro Silver noch ein wenig zu scharf.

Der dreijährige Velho Barreiro Gold Special Reserva reift drei Jahre in Eichenfässern, bevor er abgefüllt wird und hat – anders als die Zuckerrohr-Destillate aus dem Supermarkt – einen klar sichtbaren Gelbstich. Er strahlt wie heller Weißwein und wirkt im Glas ölig und schwer, ist voller Aromen – aber kostet auch nur seltenst mehr als 20 Euro. Für jeden, der mal einen „richtigen“ Cachaça probieren will, ist er der optimale Einstieg.

Wie fast alle hierzulande verkauften Zuckerrohrdestillate wird er aber trotzdem industriell hergestellt. Die guten, zehnjährigen Cachaças aus Kleinbetrieben schmecken oft noch deutlich intensiver, sind aber hier schwer zu kriegen und schweineteuer.

So schmeckt der Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre

Tipp: Vor dem ersten Glas dieses Velho Barreiro solltet ihr euch nochmal einen Schluck Standard-Cachaça gönnen, um den Unterschied zu merken. Wir empfehlen aber, zwischen dem richtigen Tasting ein paar Minuten verstreichen zu lassen und ein Brot zu essen. Haben wir auch so gemacht – und waren begeistert. In der Nase entfaltet der Velho Barreiro Gold Special Reserva 3 Jahre ein mittelschweres Feuerwerk. Er riecht unglaublich schwer und warm, nach Zuckerrohr, Bananen, nach Holz und vergorenen Früchten. Erst ganz spät riecht man leicht alkoholische Töne.

Nase: Banane, Zuckerrohr, vergorene Früchte

Zunge: Banane, Grappa

Geschmacklich kann der Velho Barreiro Gold leider nicht ganz in der Liga spielen, die er sich mit seinem Duft auf’s Trikot geschrieben hat: Die Wärme weicht einer kühlen, alkoholischen Schärfe, die Bananen und vergorenen Früchte dominieren, das und eine starke Süße. Im Abgang wirkt er beinahe wie ein Tresterbrand. Das legt sich erst, als wir ihn mit einem Eiswürfel etwas runterkühlen und verdünnen: Dass der Velho Barreiro Special Reserva dadurch weicher wird – naheliegend. Es verstärken sich jedoch auch die fruchtigen Aromen und der Grappa-Unterton im Abgang – lecker.

Der Velho Barreiro Gold Special Reserva im Caipirinha

Vorweg: Ja, wir wissen, dass es auch andere Cachaça-Cocktails gibt, die meisten werden diesen Velho Barreiro aber kaufen, um daraus einen „Caipi“ zu basteln. Weitere Cocktail-Rezepte wie der Brazilian Mule sind hierzulande eher unbekannt. Die Caipirinha funktioniert hier aber perfekt: Das Bananen-Aroma und die ehrlichen, fast ruppigen Töne im Abgang verleihen dem Caipirinha Tiefe und geschmackliche Breite. Trotz seiner Süße verträgt er noch ein wenig Zucker, mit der sauren Limette kommt er jedoch bestens zurecht. Zumindest wir waren restlos begeistert. Noch begeisterter wären wir allerdings, wenn wir hierzulande mal diese „richtigen“ Cachaças probieren könnten, von denen immer alle reden.

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Fazit: Vielschichtiger Cachaça zum kleinen Preis, hebt Caipirinhas in andere Dimensionen und schmeckt – zumindest mit Eis – auch pur.

Daten: Cachaça, 39%, um 20 Euro, Brasilien

 

JohannTrasch

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