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Skyy Wodka

Wir testen Skyy Wodka - pur und im Cocktail.
Wir testen Skyy Wodka - pur und im Cocktail.

Wodka und Tasting. Wie bewertet man eine Spirituose, die sich im Wesentlichen dadurch auszeichnet, dass sie im Bestfall nach absolut gar nichts schmeckt? Zumindest, wenn man den durchschnittlichen Cocktail-Trinker fragt, für den Wodka die Spirituose ist, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn eigentlich der Filler der Star ist. Schwierig – deshalb wagen wir uns in unserem ersten Wodka-Tasting an ein Produkt, das einfach nur schön ausschaut: Den blauen Skyy.

Wieso testen wir Skyy Wodka?

Im Ernst: weil die Flasche so schön ist. Zumindest indirekt. Das auffällige Design mit der edel erscheinenden blauen Flasche in Kombination mit dem relativ günstigen Preis sorgten dafür, dass man den amerikanischen Wodka in jedem besseren Supermarkt findet und auf keiner Studentenparty das Gefrierfach aufmachen kann, ohne dass einen das langhalsige blaue Teil anstarrt.

Wie bei allem, was sich sehr schnell sehr weit verbreitet, entsteht irgendwann die Gegenbewegung: Skyy ist das Gegenteil eines Hipster-Wodkas; Skyy ist der Hipster-Wodka von letzter Woche. Von damals als es noch jemand total schick fand, den urrussischen Getreidebrand im amerikanischen San Francisco herstellen zu lassen. Wir können an dieser Stelle nicht für euch entscheiden, ob ihr Skyy Wodka jetzt cool und schick oder doof und Mainstream findet.

Wie schmeckt Skyy Wodka?

Weil das in Deutschland so Brauch ist, testen wir den Skyy zunächst frisch aus der Tiefkühltruhe. Der tiefgefrorene klare Brand ist schwer und ölig in diesem Zustand, vom Geruch her extrem neutral, mit nur einem Hauch Wodka-Duft, der in anderem Kontext aber auch frisches Getreide sein könnte. Der erste Schluck ist weich, lupenrein, schmeckt nur ganz sanft nach Alkohol und wärmt angenehmen von innen. Genau richtig für’s Eisfischen also.

Nase: Nichts, mit einem leichten Hauch von Weizen.

Gaumen: Eisgeskühlt: Neutral, weich. Zimmerwarm: Alkoholisch

Trinkt man den dann auf Zimmertemperatur, sieht die Sache anders aus. Die Nase bleibt neutral bis getreidig, im Mund schmeckt er klar alkoholisch, mit einem Hauch von Nagellackentferner. Nur im Abgang schmeckt man mit viel Fantasie noch Getreide. Gut – dass der Skyy in dieser Form kaum mehr zu gebrauchen ist stört aber wohl nur Leute, die ihn pur und warm aus Wassergläsern trinken möchten. Und die würden wohl nie einen amerikanischen Wodka anfassen.

Skyy Wodka im Cocktail

Egal ob White Russian, Moscow Mule oder Sex on the Beach: Ordentlich gekühlt merkt man dem Drink zwar an, dass eine Spirituose drin ist, aber zu keinem Zeitpunkt hat man ein Brennen oder einen unangenehmen Geruch. Als Mix-Spirituose ist der Skyy Wodka entsprechend absolut in Ordnung. Das sind viele ähnliche Produkte in derselben Preisregion aber auch. Und an der Stelle stellt sich einfach nur noch die Frage: Gefällt euch die Flasche?

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Fazit: Eisgekühlt gut für Shots, super zum mixen. Für puren Genuss auf normaler Temperatur eher nicht zu empfehlen.

Daten: 40%, USA, 15 bis 20 Euro

 

JohannTrasch

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