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Tommy’s Margarita – die leichtere, agavigere Margarita

Tommy's Margarita mit Tequila, Limette und Agavendicksaft.
Rezept für Tommy's Margarita

Tommy’s Margarita

  • 6 cl Tequila
  • 3 cl Limettensaft
  • 1,5 cl Agavendicksaft

Alle Zutaten zusammen auf Eis shaken und in einen Tumbler mit frischem Eis abseihen. Mit einer Limettenzeste garnieren. Trinken.

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In der Headline eines Artikels das Wort “agavig” im Komparativ benutzen. Stand, ehrlich gesagt, nicht auf meiner To-Do-before-I-die-Liste, ich habe es jetzt aber einfach mal mit draufgeschrieben. Weil’s halt auch schon erledigt ist, vor allem aber, weil mich die Wirksamkeit dieser Adjektivierung über die Maßen erfreut. Denn auch, wenn es “agaviger” eigentlich gar nicht gibt, beschreibt das Wort ganz exakt, wie Julio Bermejo die Margarita im Restaurant seiner Familie – dem Tommy’s – verändert hat: er hat sie agaviger gemacht.

Die Gleichung dafür ist denkbar simpel: Triple Sec aus der klassischen Margarita raus, Agavendicksaft rein, im Tumbler auf Eis servieren, statt ohne in der Coupette oder dem Margarita-Kelch. Klar ist eine klassische Margarita was Feines, aber es hat durchaus seinen Grund, dass die meisten ihrer selbsternannten Fans eigentlich Frozen-Varianten meinen, wenn sie von ihrem persönlichen Lieblings-Drink reden: das Ding ist als Sour natürlich recht säuerlich und selbst ordentlich gemacht dann auch recht kantig. Für Einsteiger und Gelegenheitsgenießer meist zu kantig. Im Gegensatz zur Tommy’s Margarita …

Die Story hinter der Tommy’s Margarita

Tommys Mexican Restaurant in San Franciso wurde 1965 von Tomas und Elmy Bermejo gegründet – Julios Eltern. Zusammen mit seinen vier Geschwistern steigt auch er in den Familienbetrieb ein und erfindet im Jahr 1988 seine heute weltbekannte Variante der klassischen Margarita. Er selbst gilt darüberhinaus als absoluter Tequila-Experte, das Tommy’s rühmt sich dieser sogar Tage damit, die größte Tequila-Sammlung der USA hinter der Bar stehen zu haben. Eine simple Origin-Story für einen Drink, ja – aber manchmal reicht es, einfach eine gute Idee zu haben und sie ordentlich auszuführen, um zu Weltruhm zu gelangen. Ganz ohne Marketing-Heckmeck.

Und wer Tommy’s Margarita einmal probiert hat, weiß, dass der Drink das gar nicht braucht: Der Agavensirup in Kombi mit der Servier-Methode auf frischem Eis macht das Teil etwas süßer, weniger Alkohol-lastig, kälter und nach ein paar Minuten auch Wasser-haltiger. Dadurch wird die Margarita natürlich auch deutlich leichter. Die kräftig-alkoholische Säure des Originals haut nicht mehr direkt auf die Zwölf, stattdessen erhält man einen sehr aromatischen, Agaven-lastigen, aber angenehmen Sour. Geiles Teil.

Tommy’s Margarita

  • 6 cl Tequila
  • 3 cl Limettensaft
  • 1,5 cl Agavendicksaft

Alle Zutaten zusammen auf Eis shaken und in einen Tumbler mit frischem Eis abseihen. Mit einer Limettenzeste garnieren. Trinken.

Warum dieses Rezept und kein anderes?

Ja, mei. Das ist halt das Rezept. Egal, welche Quelle man anzapft, Julio setzt auf eine 3:2:1-Formel, eine klassische Sour-Aufteilung aus 3 Teilen stark, 2 Teilen sauer, 1 Teil süß. Dadurch, dass der Drink auf Eis serviert wird, brauchen wir auch nicht mehr Süße und würden auch nicht mit der Limette runtergehen, obwohl wir etwa beim Whisky Sour gelegentlich auch mal 3:1:1 mischen. Selbstverständlich spricht aber nichts dagegen, 0,5 cl mehr Agavendicksaft draufzupacken, wenn ihr’s etwas süßer mögt.

Der richtige Tequila

Der Agavendicksaft ist der Schlüssel dazu, diesem Drink mehr Agave einzuhauchen – entsprechend solltet ihr das auch mit einem Tequila unterstützen, der intensiv nach Agave schmeckt. Reposado-Tequilas sind hier meist die schwierigere Wahl, weil sie oft milder ausfallen. Ein ordentlicher 100-Prozent-Agave-Blanco ist für die richtige Wahl. Perfekt geeignet sind etwa der Huizache Blanco oder der günstigere, aber nicht ganz so kraftvolle Topanito Blanco. Wer sich nach dem Außergewöhnlichem in seiner Tommy’s Margarita sehnt, der holt sich eine Buddel vom Villa Lobos 55% – einem sehr ausgefallenen, kräftigen Blanco-Tequila.

Egal, wofür ihr euch entscheidet: Finger weg von Mixto-Tequilas, also solchen, die nicht komplett aus Agaven gebrannt werden. Zu erkennen sind diese daran, dass eben nicht “100 Prozent Agave auf der Flasche steht.

Agavendicksaft und Limetten

Nein, Zitronen funktionieren nicht in diesem Drink und den Agavendicksaft kann man leider nicht durch Rübenmelasse oder Xucker ersetzen. Dafür sind die Aromen beider Zutaten zu wichtig für den finalen Geschmack dieses Cocktails.

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Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, stolzer Familienvater / Texter / Konzepter / Kreativarbeiter bei Tag.

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