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Rest & Be Thankful Rum Monymusk 2012 im Tasting

Rest and be thankful Monymusk 2012 im Mai Tai.
Rest and be thankful Monymusk 2012 im Mai Tai.
Rezept für den Monymusk Mizuwari

Cocktail-Rezept für den Monymusk Mizuwari

  • 6 cl Rest & Be Thankful Rum Monymusk 2012
  • 6 cl Eiskalte Soda

In ein Highballglas viel Eis geben und eine Minute rühren. Schmelzwasser abgießen, dann erst Rum, danach die Soda eingießen. Etwa 3 Sekunden rühren. Trinken.

Woher bekommt man Rest & Be Thankful Rum Monymusk 2012?

Die Flasche für dieses Tasting wurde uns für redaktionelle Zwecke zur Verfügung gestellt, Bedingungen an einen eventuellen Artikel gab es nicht.

Ein unabhängiger Abfüller ist ein Unternehmen, dass hervorragende Spirituosen bekannter Marken einkauft und unter eigener Flagge wieder verkauft. Zu unterscheiden ist das von der Lohnbrennerei. Bei Letzterer sagt jemand: „Brenn mir das!“, ein unabhängiger Abfüller dagegen sagt eher Dinge wie „S’geil, kann ich das haben?“. So auch bei Rest & Be Thankful. Die Marke der beiden Herren Eamonn Jones und Aidan Smith füllt seit mittlerweile 10 Jahren Whiskys bekannter schottischer Destillen ab.

„Hä, Moment, Whisky? Da oben stand doch Rum?“ Schon richtig. Aber weil die beiden große Fans beider Spirituosengattungen sind und sowohl in Schottland als auch in Jamaica Orte existieren, die tatsächlich nach alten Inschriften entlang der örtlichen Wege „Rest and be Thankful“ heißen, führte irgendwie eins zum andern. Jaja, dochdoch – klingt auch in unseren Ohren erstmal seltsam. Aber dass sowohl Schottland als auch Jamaica die Welt sowohl mit wunderschönen Landschaften als auch mit großartigen Spirits bereichern, ist halt schon auch richtig. Nur, dass wir uns heute eher auf Jamaica konzentrieren.

Welchen Rum haben wir da im Glas?

Monymusk ist ein Label der Clarendon Distillery – neben Hampden und Worthy Park eine der Destillen, bei denen High Ester-Fans gr0ße Augen bekommen. Von „High Ester“ sprich man bei Rums mit besonders vielen Ester-Alkoholverbindungen, das sind die, die nach Klebstoff und vergorenen Obstkörben riechen. In diesem Fall wurde allerdings ein eher mildes Marque namens MDR verwendet. Schon klar, der Artikel ist heute etwas nerdy, sorry. Ein „Marque“ beschreibt ein spezifisches „Rezept“ für einen Rum, bei dem gleichbleibende Destillations-Ergebnisse erzielt werden. Manche Marques sind eher mild, andere brennen dir von innen die Nüstern aus der Gesichtsluke.

Rest and be thankful Monymusk 2012 im El Presidente.
Rest and be thankful Monymusk 2012 im Kennedy Manhattan.

Für den Rest & Be Thankful Monymusk 2012 wurden insgesamt 24 Fässer mit diesem MDR-Marque ausgewählt, die 9 Jahre in tropischem und kontinentalen Klima reifen durften. Wo wie lange, ist allerdings nicht bekannt. Dagegen schon bekannt: die Gesamt-Flaschenzahl von 6076. Und dass der Rum weder kühlfiltriert, noch gefärbt ist – Letzteres gut zu erkennen an der erstaunlich hellen Farbe, die er im Glas hat. Geschmacklich ist der Rum allerdings alles andere als blass.

Wie schmeckt der Rest & Be Thankful Monymusk 2012?

Diesen Rum erkennt man blind als Jamaicaner – Esternoten mit sanften Klebstoff-Aromen, ein bisschen vergorene Ananas, ein Hauch von vollreifer Kirsche. Das sind die Noten, die einen Jamaica Rum ausmachen, aber sie sind hier unglaublich elegant eingebaut. Also schon Metal das Teil, aber halt der mit den Geigen. Am Gaumen ist er angenehm weich, mit warmen, intensiven Honignoten, ein paar Bittertönen. Einige spannende mineralische Aromen, die in einen wilden Mix aus gerösteten Pilzen und einem Anklang von Rauch übergehen. Am Gaumen bleibt noch eine halbe Ewigkeit ein öliger Schleier aus Waldhonig.

Der Rest & Be Thankful Monymusk 2012 pur und in Cocktails

Der Rest & Be Thankful Monymusk 2012 ist ein klarer Sipping Rum, den kaufen sich die meisten Menschen wohl recht eindeutig, um ihn pur zu trinken – und das zu Recht. Mit diesem Rum headbangt eine wunderbare Jamaica-Aromatik auf Ballettschuhen über eure Gaumen. Das macht einfach irre viel Spaß, ohne dass es gleich die Geschmacksnerven betäubt. In dieser Ausgewogenheit ist das eher selten und vor allem: schön. Trotzdem vermixen wir den Rum natürlich.

Zunächst natürlich im Mai Tai, weil Jamaica draufsteht, da können wir nicht aus unserer Haut. Ergebnis? Schöner Drink, aber für das was wir von einem Mai Tai erwarten doch etwas zahm. Ein Kennedy Manhattan mit dem Rest & Be Thankful Monymusk 2012 dagegen landet in der Ablage unter T wie „Traum, feucht“. Das Highlight war aber ungelogen ein ganz banaler Rum & Soda. Der zog wunderbare Rauch-Noten aus dem Rum, war spritzig und gleichzeitig komplex. Erschien uns aber bei aller Großartigkeit ein bisschen lame in der Außenkommunikation. Also tun wir jetzt so, als hätten wir ihn ganz rituell gemixt und hängen eine Alliteration dran. Fancy, gell?

Rest and be thankful Monymusk 2012 Rum im Monymusk Mizuwari.

Monymusk Mizuwari

Ein richtig guter Rum & Soda, aber halt prätenziöser.
Bisher ohne Wertung
Vorbereitungszeit: 1 minute
Zubereitungszeit: 1 minute
Arbeitszeit: 2 Minuten
Cocktail-Kategorie: Highball
Epoche: Modern
Geschmack: Kräftig, Spritzig

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

  • 6 cl Rest & Be Thankful Monymusk 2012 Rum
  • 6 cl Eiskalte Soda

Zubereitung

  • In ein Highballglas viel Eis geben und eine Minute rühren.
  • Schmelzwasser abgießen, dann erst Rum, danach die Soda gießen.
  • Etwa 3 Sekunden rühren.
  • Trinken.
Kalorien: 139kcal
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Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

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