Wie aus deinem Lillet ein richtig beeriger Sommerdrink wird
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Lillet im Glas hat fast jeder schon gehabt: der Klassiker mit Tonic, viel Eis, eine Orangenscheibe. Was die wenigsten ausprobieren, ist, wie viel beeriger und sommerlicher der Aperitif wird, wenn man ihm einen kleinen Schubs gibt.
Hinter der Bar war Lillet über Jahre der Einstieg für alle, die es fruchtig und nicht zu stark mögen. Mit der Wild-Berry-Welle kam dann die Frage fast jeden Abend: „Geht das auch beeriger?“ Ja, geht es – und zwar ohne dass der Drink kippt oder pappsüß wird. Hier ist, worauf es ankommt.
Worum es geht: Lillet, aber beeriger
Lillet Blanc ist von Natur aus floral und leicht herb, mit Zitrusnote. Lillet Rosé geht schon in die fruchtige Richtung. Wer es deutlich beeriger will – in die Ecke, die viele unter dem Stichwort Wild Berry kennen –, kann nachhelfen: mit frischen Beeren und einem Schuss roten Beerenlikör. Genau diese Kombination bauen wir hier auf.
Der erste typische Fehler: zu viel Likör
Beerenlikör ist süß und intensiv. Wer großzügig eingießt, übertönt den Lillet komplett – übrig bleibt ein süßer Beerendrink ohne den herben, eleganten Charakter, der Lillet ausmacht. Ein Schuss reicht: etwa ein bis zwei Zentiliter auf eine normale Portion Lillet. Der Likör soll die Beere andeuten, nicht das Kommando übernehmen.
Der zweite typische Fehler: nur Sirup statt echter Beeren
Beerensirup färbt schön, schmeckt aber flach und eindimensional süß. Frische oder gefrorene Beeren bringen Säure, Textur und einen echten Fruchtkörper. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren oder Erdbeeren – am besten leicht angedrückt, damit sie Saft abgeben, aber nicht zu Mus zerfallen. Gefrorene Beeren haben einen netten Nebeneffekt: Sie kühlen wie Eiswürfel, ohne zu verwässern.
So baust du den Drink auf
Die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis:
- Großes Weinglas mit reichlich Eis füllen.
- Eine kleine Handvoll Beeren hinein, leicht andrücken.
- Lillet (Blanc oder Rosé) eingießen.
- Einen Schuss roten Beerenlikör darüber.
- Mit Tonic oder einem trockenen Schaumwein auffüllen.
- Kurz umrühren, mit einer frischen Beere und etwas Minze garnieren.
Wer es spritziger mag, nimmt Tonic. Wer den Drink Richtung Abend-Aperitif schieben will, nimmt Schaumwein. Beides funktioniert.
Zwei Details aus der Praxis
Beerenlikör kalt halten: Ein zimmerwarmer Likör wärmt den Drink an und drückt die Frische. Die Flasche gehört in den Kühlschrank, nicht in den Schrank neben den Herd.
Tonic trocken wählen: Ein sehr süßes Tonic plus süßer Likör ergibt schnell zu viel des Guten. Ein trockenes, schlichtes Tonic lässt die Beere und den Lillet vorne.
Wann der Drink passt
Der beerige Lillet ist ein klassischer Aperitif: leicht, fruchtig, gut gekühlt – der Drink für den lauen Abend auf der Terrasse oder als Auftakt vor dem Essen. Er sieht im Glas nach Sommer aus, was ihn zum dankbaren Drink für Gäste macht, die man ohne großen Aufwand bewirten will.
Mehr zu den verschiedenen Lillet-Sorten und passenden Cocktails haben wir in der Lillet-Markenwelt zusammengestellt.