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Revolver – Cocktail-Rezept mit American Whiskey & Kaffeelikör

Der Revolver Cocktail mit Bourbon Whiskey und Kaffeelikör.
Der Revolver Cocktail mit Bourbon Whiskey und Kaffeelikör.
Rezept für den Revolver

Das Rezept für den Revolver

  • 6 cl Bourbon Whiskey
  • 1,5 cl Kaffeelikör
  • 2 Spritzer Orange Bitters

Alle Zutaten zusammen auf Eis rühren und in eine gefrostete Coupette abseihen. Mit Orangenzeste garnieren. Trinken.

Die Einkaufsliste

Die Einkaufsliste für den Revolver

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Es gibt Cocktails, die man liebt und Cocktails, die man lieben lernt. Cocktails, die man respektiert, Cocktails die man toleriert und dann gibt es Cocktails, die einen jagen. Drinks, von denen man weiß, dass man sie mögen sollte, aber irgendwie fehlt der der Funke. Für mich ist einer dieser Drinks der Revolver. Ich liebe guten Bourbon Whiskey und ich bin ein Fan von gut gemachten Cocktails mit Kaffeelikör. Teufel noch eins, wenn ich jemals “Nein!” zu einem Espresso Martini sage, wurde mir mutmaßlich von der Tee-Mafia ein Gedankenkontrollchip eingesetzt. Außerdem bin ich ein großer Freund von Drinks mit nur zwei oder drei Zutaten. Eigentlich müsste ich also der ultimative Revolver-Afficionado sein, aber: nein. Obwohl – inzwischen vielleicht doch ein bisschen.

Was macht den Revolver Cocktail besonders

Meine initiale Abneigung gegen den Revolver könnte aus zwei großen Mankos resultieren. Eines liegt beim Drink: Als Bartender Jon Santer ihn 2004 in San Francisco als Kaffee-Twist auf den Manhattan erfand, war Bulleit Bourbon grade der neue, heiße Scheiß und er mixte ihn entsprechend explizit mit diesem Bourbon. Jetzt hat dieser Whiskey, so gut er ist, aber leider seit 2017 einen handfesten Vater-Tochter-Skandal am Hacken. Den Wahrheitsgehalt kann man von extern freilich kaum einsehen. Aber allein der Umgang des konservativen Patriarchen Tom Bulleit mit den heftigen Anschuldigungen seiner lesbischen Tochter ist für uns ein Grund, lieber auf weltoffenere Whiskeys zurückzugreifen. Dadurch wird der Drink aber freilich erstmal nicht schlechter.

Manko Nummer 2 liegt bei mir. Denn der Revolver war wohl einer der ersten Drinks, der mit einem Garnish aus einer geflämmten Orangenzeste auffiel. Heißt: Statt die Öle der Orangenzeste einfach nur über dem Drink auszupressen, zündet man sie mit dem Streichholz an. Der Effekt? Der ganze Raum riecht nach Orange und es sieht ziemlich cool aus. Allerdings bin ich viel zu doof, das zu fotografieren. Auch dafür kann aber der Revolver Cocktail erstmal nix. Aber bevor wir noch mehr jammern, hier lieber erstmal das Rezept:

Der Revolver Cocktail mit Bourbon Whiskey und Kaffeelikör.

Revolver Cocktail

Bourbon Whiskey trifft Kaffee. Geht auch als Frühstück durch.
Vorbereitungszeit: 1 minute
Zubereitungszeit: 1 minute
Arbeitszeit: 2 Minuten
Cocktail-Kategorie: Shortdrink
Epoche: Modern
Geschmack: Kräftig

Zutaten

  • 6 cl Bourbon Whiskey
  • 1,5 cl Kaffeelikör
  • 2 Spritzer Orange Bitters

Zubereitung

  • Alle Zutaten zusammen auf Eis rühren und in eine gefrostete Coupette abseihen.
  • Mit Orangenzeste garnieren.
  • Trinken.
Kalorien: 211kcal
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Was stört uns denn jetzt am Revolver Cocktail?

Konnten wir lange nicht genau festmachen. Eine ganze Weile schmeckte der Drink für uns im Wesentlichen nach altem, kalten Kaffee. Funktionierte einfach nicht. Bis uns irgendwann, als wir endlich mal einen Revolver fanden, der uns schmeckte, herausfanden wieso. Der Fokus des Drinks sollte schlicht und ergreifend auf dem Whiskey liegen – der Kaffeelikör ist genauso wie die Orange Bitters nur ein Modifier. Entsprechend gefallen uns im Revolver tatsächlich eher zurückhaltende Kaffeeliköre.

Die richtigen Zutaten für den Revolver

Beim Whiskey sind wir – anders als sonst in der American Whiskey-Welt – eher Fans von milderen Bourbons. Unser Standard-Whiskey Buffalo Trace mixt einen hervorragenden Revolver, der (zugegeben deutlich teurere) Yellowstone Bourbon macht dagegen einen deutlich komplexeren und etwas feineren Drink. Bei den Orange Bitters sind wie immer Gary Regan’s Orange Bitters No. 6 oder Angostura Orange Bitters erste Sahne.

Die Crux an dem Ding ist aber der Kaffeelikör. Zu Beginn fanden wir die ursprünglichen 1,5 cl immer irre wenig, mussten aber schnell einsehen, dass Bourbon nicht mehr viel zu melden hat, wenn er auf eine Kaffeelikör-Übermacht trifft. Aber auch die Reduzierung auf teils nur 0,75 cl brachten uns keinen Revolver, der für uns nicht wie ein Fehlnotenverseuchtes Irgendwas schmeckte. Das ist nach wie vor nicht das Problem des Drinks, es ist ein persönliches Problem. Dass wir Jon Santers modernen Klassiker (von dem wir lange dachten, er käme aus einer deutlich früheren Cocktail-Epoche) dann doch endlich zu digitalem Papier bringen, liegt am Hoos Cold Brew Coffee Cacao Liqueur. Mit diesem milden, leicht schokoladigen Likör ist der Revolver dann endlich ein Drink, von dem wir einen zweiten bestellen würden. Und vielleicht sogar einen dritten. Der einzige andere Kaffeelikör in unserem Fundus, mit dem wir, also in dem Fall ganz spezifisch ich, den Drink okay finden, ist der gute, alte Tia Maria – dann aber nur mit 0,75 cl Kaffeelikör.

Oh und ach: Geschmacklich bringt es im finalen Drink wenig, die Öle der Orangenzeste anzuzünden. Die Menschen um einen herum riechen die Orangen-Aromen einfach viel, viel intensiver. Der Move ist damit im Prinzip olfaktorische und optische Werbung. Aber ehrlich gesagt eine verflucht gute.

Die Einkaufsliste für den Revolver

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Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

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