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Hurricane-Gläser für Fancy Drinks

Ein Hurricane-Glas, in das gerade ein Cocktail gegossen wird.
Ein Hurricane-Glas, in das gerade ein Cocktail gegossen wird.

Das Hurricane-Glas hat die große Ehre, nach dem wohl berühmtesten darin servierten Drink benannt zu sein. Die teilt es mit der Sti(e)l-Ikone Martiniglas und dem Old Fashioned-Glas, das zwar auch noch zig andere Namen trägt, aber eben doch das Wappen der ganzen Kategorie darstellt. Beim Hurricane-Glas ist die Sachlage jedoch ein kleines bisschen anders. Der Legende nach, die man sich auch heute noch in der Heimstatt des Hurricane Cocktails, dem Pub Pat O’Brien’s in New Orleans erzählt, erhielt in diesem Fall der Drink den Namen vom Glas.

Als die eigentlich auf Whiskey spezialisierte Kneipe in den 1940ern Unmengen von Rum loswerden musste, erfand man kurzerhand das Monster von Drink, das wir heute als Hurricane kennen. Und die passenden, riesigen Gläser dazu lieferte ein Handelsvertreter, der zu der Zeit im Pub Halt machte. Hoch, unten bauchig, kurzer Stiel. Weil die Form grob an eine Petroleumlampe erinnerte, die man wegen der Beständigkeit des Lichts auch „Hurricane Lamp“ nannte, bekam die Glasform diesen Beinamen – und der halbe Eimer Rum, der fortan im Pat O’Brien’s darin ausgeschenkt wurde, hört bis heute auf den Namen Hurricane.

Die Bedeutung dieser Gläser in der modernen Bar

Hurricane-Gläser sind vermutlich die Gläser, an die die meisten Menschen außerhalb unserer Spirituosen-Nerd-Blase denken, wenn sie das Wort „Cocktail“ hören. Das ist schon groß, was darin schwimmt, ist immer bunt, meistens steckt noch Obst, ein Schirmchen und ein Sandwich für den Weg drin. Dass die Gläser bis zum 700 ml fassen ist dann schließlich auch für viele der Garant dafür, dass man „viel bekommt für sein Geld“. Ist leider nicht immer so, außer natürlich man bezieht sich auf die Unmengen an Saft in den bunten Schirmchen-Drinks.

Verschiedene Cocktails in Hurricane-Gläsern.
Verschiedene Cocktails in Hurricane-Gläsern.

Aber wir wollen die Gläser gar nicht schlechtreden, schließlich gibt es eine ganze Reihe moderner Fancy Drinks – so der Name für diese grobe Kategorie Neo-moderner bunter Drinks – die absolut ihre Berechtigung haben. Auch Pina Coladas und diverse andere Frozen Drinks werden oft darin ausgeschenkt. Rein von Füllmenge und Form her sind sie durchaus mit diversen gewaltigen Tikibechern vergleichbar und auch in denen landet bei aller schönen Optik nicht immer nur königlichster Rum-Genuss, sondern eben auch mal Saftplörre mit Rum-Schüsschen. Trotzdem wirft das natürlich die Frage auf:

Wozu braucht man Hurricane Gläser?

Wer hauptsächlich Martinis, Old Fashioneds und gelegentlich mal einen Highball süffelt, braucht schlicht und ergreifend keine Hurricane-Gläser in seiner Hausbar. Auch bei uns stehen sie die meiste Zeit nur rum und fangen Staub, wenn wir nicht gerade 80er-Jahre-Partys mit einem überdrehten Miami Vice feiern oder sich ein Gast im Partykeller mal einen originalen Hurricane Cocktail wünscht. Selbst den könnte man aber in anderen Glasformen zubereiten, wenn’s denn wäre.

Ihr „braucht“ also genau dann Hurricane-Gläser im Sinne von „unbedingt haben müssen“, wenn ihr …

  • … die Glasform und generell Saft-lastige Cocktails ganz persönlich super findet. Und daran ist nichts Verwerfliches, lasst euch von keinem Martini-Nerd der Welt den Spaß daran verderben.
  • … ihr oft Gäste habt, auf die das zutrifft und ihr die glücklich machen wollt.
  • … ihr in eurer Hausbar langfristig gerne einfach jeden Drink in jedweder Form abbilden können wollt, zum Beispiel weil ihr eine Webseite zu dem Thema habt.
Hurricane-Drinks müssen übrigens gar nicht bunt und überkandidelt sein. Just saying.
Hurricane-Drinks müssen übrigens gar nicht bunt und überkandidelt sein. Just saying.

Wohlgemerkt gibt es auch diverse sehr ähnliche Glasformen mit kurzem Stil und bauchiger Form, die man ähnlich gut befüllen kann und die je nach Form fließend in ein Hurricane-Glas übergehen. Da wären etwa das Poco Grande Glass, das meist etwas niedriger und einen Hauch bauchiger ausfällt, oder je nach Hersteller sogar das gute, alte Pilsglas. Das kommt meist kleiner daher, aber so unter uns Klosterschwestern: so ein halber Hurricane mit „nur“ 6 cl Rum ist vielleicht manchmal die bessere Wahl …

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Aufmacherbild by Bogdan Costin on Unsplash. Weitere Bilder von  Clovis Wood PhotographyZahra Tavakoli fardCHUTTERSNAP, Grant DurrHarrison Hargrave.

Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

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