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Cuba Libre Preparado: Von Cola, Rum & … Gin?

Wir mixen unseren Cuba Libre mit Rum, Cola, Limetten, Gin und Bitters. Da guckt ihr, wa?
Wir mixen unseren Cuba Libre mit Rum, Cola, Limetten, Gin und Bitters. Da guckt ihr, wa?
Rezept für den Cuba Libre Preparado

Das Cocktail-Rezept für den Cuba Libre Preparado

  • 2 cl Limettensaft
  • 2 cl Gin
  • 6 cl Rum
  • 3 Spritzer Angostura Bitters
  • Cola (wir greifen zur Curiosity von Fentimans)

Alle Zutaten außer der Cola auf Eis hart shaken. Anschließend in ein gekühltes Longdrinkglas mit frischen Eiswürfeln abseihen. Mit der Limonade auffüllen und nochmal kurz rühren. Mit Limettenzeste garnieren. Trinken!

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Cuba Libre. Caipi. Wodka Bull. Wer wie wir in einem Dorf oder einer Kleinstadt aufgewachsen ist, wer seine Trinker-Karriere auf Feuerwehrfesten und in Großraumdiscos begonnen hat, für den sind diese Cocktails untrennbar verbunden mit einer Zeit und vielen verschiedenen Orten, an denen man etwas, das im besten Fall als Nagellackentferner durchgeht zusammen mit Coke in ein Glas voller Crushed Ice geschüttet hat. Im Bar-Zelt der Feuerwehr hieß das Rum Cola, in der Disse großspurig Cuba Libre. Geschmeckt hat’s nirgendwo, aber darum ging’s damals ja auch nicht. Einfachere Zeiten und so. Außerdem trug man T-Shirts mit Che Guevara und der kannte mal Fidel Castro und der regierte Cuba – ergo war Cuba Libre trinken ein bisschen Revolution. Ein bisschen Havana auf dem Dorf.

Dieses etwas verlotterte Bild, das nicht nur wir, sondern wahrscheinlich viele von euch mit diesen Drinks verbinden, das möchten wir in dieser Reihe ändern. Dass man Caipirinha auch in lecker machen kann, wisst ihr wahrscheinlich schon, zuletzt haben wir mit Whisky Cola herumexperimentiert. Und wenn wir irgendwann mal richtig experimentierfreudig sind, dann machen wir sicher auch aus der unheiligen Allianz von Neutralalkohol und Gummibärchenwasser was Tolles. Aber heute geht’s um den Cuba Libre – oder besser den Cuba Libre Preparado, der uns meist deutlich besser gefällt als das Original.

Von Experimenten, die scheitern

Wir probieren viel und lange herum, mixen Colas mit verschiedenen Destillaten, kippen an einem Punkt sogar knapp 4 cl Saft aus Limetten in 6 cl Rum und gießen mit Vanilla Coke auf. Wenn ihr glaubt, dass das schrecklich klingt: Probiert’s aus. Das schmeckt noch viel, viel schlimmer, als ihr euch das ausmalen könnt. Natürlich gelingen auch viele Varianten. Mehrmals muddeln wir die Limetten und werfen sie mit in den Drink, bleiben am Schluss aber bei der Zesten- und Saft-Version. Vor allem mit der zitronigen Fritz Kola und Fentimans Curiosity Cola bekommen wir einige ordentliche Ergebnisse, die man einwandfrei trinken kann.

2 cl Limettensaft, 5 bis 6 cl Rum, kurz shaken, in ein Longdrinkglas voller Eiswürfel geben, mit Limo auffüllen, mit Limette garnieren – dagegen kann man wenig sagen. Mit Revolte bekommt man so einen sehr leckeren Drink, mit gereiften, süßen Destillaten einen spannende Cubata – so nennt man den Drink, wenn man ihn mit fassgelagerten Sorten mixt. Problematisch ist nur: So anders und so lecker diese Drinks auch schmecken, sie triggern doch vom Grundaroma her immer noch die Scheunenfest-Romantik in unseren Köpfen. Das ist jetzt zwar unser privates Problem und nicht das der famosen Drinks – aber wir müssen trotzdem einen Schritt weitergehen.

Von Experimenten, die gelingen: Cuba Libre Preparado

Wir stoßen bei der Rezept-Recherche im Netz schon früh auf diese Variante – einen Twist des Barkeepers Paul Harrington, der der Legende nach einer Empfehlung eines Gastes aus Venezuela gefolgt ist. Für alle Erdkunde-Schwänzer: Das ist nicht so ganz in Havana, aber immerhin noch auf demselben Kontintent. Beim Preparado gibt man noch ein paar Spritzer Angostura Bitters und Gin mit in den Drink. Klingt zunächst nach “Hauptsache mehr Zeug drin.” weswegen wir das Rezept ursprünglich auch komplett ignoriert haben. Schließlich haben wir uns aber rangewagt – und waren endlich da wo wir hinwollten. Ja, was hier herauskommt, das ist immer noch Cuba Libre – aber so fein und rund und so gar nicht “Limo mit Schnaps”, dass wir mit einer 1,5-Liter-Flasche davon zum nächsten Feuerwehrfest gehen und ein bisschen missionieren möchten.

Das Cocktail-Rezept für den Cuba Libre Preparado

  • 2 cl Limettensaft
  • 2 cl Gin
  • 6 cl Rum
  • 3 Spritzer Angostura Bitters
  • Cola (wir greifen zur Curiosity von Fentimans)

Alle Zutaten außer der Cola auf Eis hart shaken. Anschließend in ein gekühltes Longdrinkglas mit frischen Eiswürfeln abseihen. Mit der Limonade auffüllen und nochmal kurz rühren. Mit Limettenzeste garnieren. Trinken!

Bei 10 cl Grund-Mischung passt in ein durchschnittliches Longdrink-Glas nicht mehr allzu viel Cola – der Drink wird deutlich stärker als das, was ihr normalerweise in die Hand gedrückt bekommt. Die Curiosity kann sich aber auch so ordentlich durchsetzen, ohne die restlichen Zutaten mit all ihrer Koka- und Ingwerpower zu erdrücken. Beim Gin solltet ihr einen auswählen, den man auch noch gut rausschmeckt, einen mit viel Aroma. Bei uns machte im Test der Niemand Dry Gin die beste Figur, dessen Wald- und Rosmarin-Noten brachten die Cola und die Limette auch näher zusammen. Der große Nachteil dieser Variante – die geringe Kohlensäure – kommt uns hier übrigens zu Gute. Der Preparado ist feiner, edler, nuancierter als die normale Variante und braucht gar keine große Perlage. Der funktioniert ohne sogar besser.

Und ihr so?

Unsere Lieblings-Variante des Cuba Libre haben wir damit gewählt. Aber was ist mit euch? Wie mixt man eure Lieblings-Version dieses oft nur heimlich geliebten Klassikers? Schreibt es uns in den Kommentaren!

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Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

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