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Moscow Mule – das perfekte Rezept für den Ginger Beer-Cocktail

Eiskalter Moscow Mule mit Ginger Beer, Wodka und Limette. Quelle: Fotolia.com © Brent Hofacker
Eiskalter Moscow Mule mit Ginger Beer, Wodka und Limette. Quelle: Fotolia.com © Brent Hofacker
Rezepte für den Moscow Mule

Das Rezept für den perfekten Moscow Mule

  • 6 cl Wodka
  • 12 cl Ginger Beer
  • Saft von 1/2 Limette
  • 3 Gurkenschnitze (optional)
  • Minze (optional, empfohlen)
  • Eiswürfel

Limettensaft, Wodka und Ginger Beer mit den Eiswürfeln ins Glas geben. Umrühren, Gurkenschnitze oder Minze als Garnitur ins Glas packen. Trinken. Unverändert: Limettensaft, Wodka und Ginger Beer mit den Eiswürfeln ins Glas geben. Umrühren, Gurkenschnitze oder Minze als Garnitur ins Glas packen. Trinken.

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Moscow Mule und Ginger Beer – zu Beginn der 2010er Jahre schmuggelte sich der Highball im Windschatten des Gin Tonic auf die Barkarten und sorgte nach und nach dafür, dass in den gut sortierten Getränke-Märkten neben einer Reihe Tonic-Buddeln meist auch eine kleine bis mittlere Auswahl verschiedener Ginger Beers zu finden ist. Spätestens seit 2017 darf die beißend-scharfe Ingwer-Limo dann auch in Deutschland wieder Ginger Beer heißen. Dabei muss man um den Drink weder rechtlich noch geschmacklich ein großes Gewese machen – die Schönheit liegt hier wie so oft im Simplen.

Eiskalter Moscow Mule mit Ginger Beer, Wodka und Limette. Quelle: Fotolia.com © Brent Hofacker

Moscow Mule

Die ultimative Fusion aus Wodka & Ginger Beer.
5 aus 2 Bewertungen
Vorbereitungszeit: 1 minute
Zubereitungszeit: 1 minute
Arbeitszeit: 2 Minuten
Cocktail-Kategorie: Highball, Mule
Epoche: 40s
Geschmack: Frisch

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

  • 6 cl Wodka
  • 12 cl Ginger Beer
  • 1,5 cl Limettensaft
  • 3 Gurkenschnitze (optional)
  • Minze (optional, empfohlen)

Zubereitung

  • Eiswürfel in den Kupferbecher geben.
  • Limettensaft und Wodka eingießen.
  • Mit Ginger Beer toppen.
  • Mit Minze und Gurke garnieren.
  • Trinken.
Kalorien: 187kcal
Ihr habt den Cocktail nachgemixt?Zeigt uns euren Drink mit @therealcocktailbart oder #cocktailbart!

Die Story hinter dem Klassiker

Auch wenn er hier erst seit knapp 10 Jahren richtig zu Hause ist, in den Staaten wurde der bekannteste Drink der Mule-Kategorien schon in den 1940ern bekannt gemacht, um den Verkauf von genau drei Dingen anzukurbeln: Wodka, Ginger Beer und Kupferbecher. Ein Manager der Firma, die sich kurz zuvor die Marke Smirnoff Vodka einverleibt hatte, traf auf einen Kneipenbesitzer, der seine Ingwerlimonade verkaufen wollte und irgendwo gab’s noch eine Frau, die Kupferbecher loswerden wollte. BÄM! Ja, Bäm, weil das war’s dann eigentlich auch schon.

Moscow Mule wurde erfunden, um Wodka zu verkaufen.
Moscow Mule wurde erfunden, um Wodka zu verkaufen.

Wie wichtig ist das Ginger Beer?

Bei all unseren Tests und verschiedenen Rezept-Versuchen wurde eines mit jedem Glas klarer: Ob das Zeug am Ende schmeckt oder nicht, hängt zu großen Teilen von der Ingwerlimonade ab. Verwendet ihr ein Spicy Ginger, das euch schmeckt, wird euer Drink euch im Zweifel selbst dann noch wenigstens mittelmäßig, wenn ihr ihn mit Klosterfrau Melissengeist statt Wodka zubereitet.

Der Klassiker – zumindest in Deutschland – ist dabei wohl die Variante mit Thomas Henry. Die gilt als angenehm scharf, genau das was sich Fans des Drinks wünschen. Andere Produkte wie Fentimans sind milder, das Fever Tree Ginger Beer haut einem das Gesicht weg, wenn man nicht damit rechnet. Hier können und wollen wir euch nichts vorgeben – ähnlich wie beim G&T ist auch hier der große Spaß das Herumprobieren.

Totales No Go: Diesen Drink mit Ginger Ale zuzubereiten. Ja, beides sind Ingwerlimonaden und mal abgesehen von der immensen Schärfe haben beide Produkte dieselben Grundaroma. Aber sich diesen Drink mit Ginger Ale zu mixen ist ein bisschen so, als würde man sich einen Cuba Libre mit koffeinfreier Light Cola mixen. Oder statt eines alten Balsamicos einfach mal Essig-Essenz in den Salat kippen. Kann man machen. Als kulinarischer Agnostiker.

Der richtige Wodka für diesen Drink

Wie eigentlich bei jedem Cocktail-Rezept auf Wodka-Basis gilt auch hier: wenn ihr ihn herausschmeckt, habt ihr den falschen gekauft. Natürlich gibt es fein nuancierte Ausnahmen wie den Vodka Martini. Vor allem in Anbetracht des sehr aromatischen Ginger Beers ist es aber bedenklich, wenn ihr den x-fach gefilterten Getreidebrand noch durchschmeckt, da bleiben höchstens härteste Alkoholnoten bestehen. Fast jeder halbwegs gute Brand zwischen 15 und 20 Euro sollte für einen guten Drink taugen.

Gurke in den Moscow Mule? Skandal!

In einen Moscow Mule gehört keine Gurke. Da sind sich alle Rezepte von professionellen und semiprofessionellen Barkeepern einig, die wir auftreiben konnte. Die Gurke in diesem Cocktail ist eine deutsche Erfindung – entstanden aus der Tatsache dass wir schon dazu neigen, das grüne Zeug ständig in unseren Gin Tonic zu stopfen und etabliert im Fahrwasser des Munich Mules. Der stammt aus München und wird statt mit Wodka eben mit Wacholderschnaps gemacht – und mit Gurkenschnitzen garniert.

Der Hot Mule mit Stoli Hot.
In einem Hot Mule mit Jalapeno-Vodka ersetzen wir die Gurke durch Chili – eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Jetzt das Aber: Uns schmeckt der Drink mit einer ordentlichen Portion Gurke einfach besser. Das frische Aroma holt den abgehobenen Ingwergeschmack auf den Boden der Tatsachen zurück, er erdet den Drink. Nicht unbedingt geschmacklich, aber zumindest an der Nase, wo man den Gurkenduft klar wahrnimmt, wenn man die Garnitur nicht unbedingt bis auf den Boden runterschiebt. Falls ihr zu den Leuten gehört, die an der Stelle schreien: „Aber Gurke schmeckt doch nach nix!“ – kauft euch besseres Gemüse. Zum Beispiel auf einem Markt. Verdammte Stadtkinder!

Brauche ich einen Kupferbecher?

Wir sind sonst große Freunde davon, das richtige Glas für den richtigen Drink zu benutzen. Ein Rotweinglas hat seine Form nicht zum Spaß, ein Nosingglas auch nicht. Tatsache ist aber: Die Dinger bringen dem Moscow Mule keinen einzigen Vorteil in Sachen Geschmack. Sie sind allerhöchstens kälter, weil das Metall nicht ganz so viel Wärme frisst wie Glas – das gilt jedoch auch für alle anderen Cocktails und da gibt es auch keinen Aufschrei. Kupferbecher sind eine reine Stilfrage. Die Teile werden sonst für praktisch keinen Cocktail benutzt und sind schweineteuer.

Wenn ihr also nicht eh schon ein paar davon zu Hause habt: Spart sie euch! Aber in welches Glas gehört der Cocktail denn alternativ? Eigentlich ist der Drink ein Buck – so bezeichnet man Drinks aus Schnaps, Ingwerlimonade (Ginger Ale oder Beer) und Limetten- oder Zitronensaft. Und die gehören traditionell in Highball-, also Longdrink-Gläser. Und aus denen schmeckt der Cocktail ebenfalls hervorragend, wie man an anderen Vertretern der Kategorie wie dem Dark & Stormy merkt.

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Bildquelle Aufmacher und Rezept: Fotolia.com © Brent Hofacker

Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

13 Kommentare

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  • Der Drink ist klasse, habe ich jetzt für einen netten Abend zubereitet.
    5 Sterne
    Ich werde weitere Mule ausprobieren
    México
    Cuba

    Zum kulinarischen Agnostiker: interessant ist ja auch, das der Begriff von Thomas Henry (Huxley) geprägt wurde ;-))

    • Wusste ich gar nicht – in dem Kontext ist das dann ja noch passender 🙂 Again what learned, danke dafür!

  • Letzte Woche durfte ich im spanischen Valencia einen „Menorca Mule“ genießen.

    Der war auf Basis eines Gins, nämlich Xoriguer Mahon, sowie mit Passionsfruchtsaft statt Limette. War sehr lecker.

    Die Bar hieß übrigens „Café Madrid“ in der Calle de la Abadía de San Martín (direkt in der Innenstadt von Valencia). Wer mal da ist, ein Besuch lohnt sich.

    • Ich hatte mal einen Mezcal Mule mit Maracuja, der ging irre gut ab, von daher kann ich mir einen Gin Mule damit auch irre gut vorstellen. Mal gucken, wenn ich das nächste Passionsfrüchte im Laden legen sehe, packe ich mal ein paar ein und teste das. Dickes Merci für den Tipp!

  • Hat Bombe geschmeckt und die Gurkenschnitten waren fur mich das Tüpfelchen auf dem i
    Thx für das super Rezept

  • HaHallo Leute, ein gutes Ingwer Bier ist ein Muss, Gurke schaut gut aus und bringt das gerichtliche Etwas. Mir persönlich schmeckt es nur im Kupferbecher mit Kaufmann oder Beluga Vodka…. 🙂

  • Natürlich schmecken Gurken nicht „nach nix“. Im Gegenteil, das Zeug überdeckt alles. Da könnt ihr gerne die billigsten Zutaten dazu nehmen, da der Drink mit Gurke sowieso nach nicht viel anderem mehr schmeckt.

    Einmal ausprobieren, wegschütten, und dann: Viel Spass mit einem richtigen Mule ohne Gurke.

  • Sprichst ja gerade so als wenn du ein Profi wärst. Du wirst definitiv genauso wenig wie fast alle anderen, keine Unterschiede schmecken. Das Problem ist, unsere Gesellschaft ist mittlerweile leider viel zu voreingenommen. Also bildet euch nicht zu viel ein. Jeder mixt sich seine Cocktails also so wie sie ihm schmecken, und bitte nicht so wie manche Leute meinen man müsste es so machen😣

    • Nicht, dass wir uns in älteren Artikeln nicht tatsächlich ab und an mal in fehlgeleiteter Deutungshoheit und gelegentlicher Arroganz gesuhlt hätten. Aber wo genau hätten wir hier gesagt: „So und nicht anders“?