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Kitto Katsu – der Matcha-Schoko-Shochu-Cocktail

Der Kitto Katsu Cocktail mit Creme de Cacao und Shochu.
Der Kitto Katsu Cocktail mit Creme de Cacao und Shochu.
Rezept für den Kitto Katsu
  • 6 cl Shochu
  • 3 cl Weiße Creme de Cacao
  • 1,5 cl Limettensaft
  • 1 Barlöffel Matcha

Alle Zutaten kräftig auf Eis shaken, in ein gefrostetes Nick & Nora-Glas abseihen, mit einem Türmchen aus grünen Kit Kats servieren.

Die Einkaufsliste

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Der Autor dieser Zeilen arbeitet tagsüber rund 70 Meter von einem der größten Asiashops Nürnbergs entfernt, einem mit vielen asiatischen und vor allem japanischen Süßigkeiten. Dazu gehören auch einige ziemlich verrückte Sondervarianten von KitKat, von denen es in Japan allem Anschein nach absurd viele gibt. Was es dort auch gibt: tiefgrüne Matcha-KitKats. Auch, wenn ich die grüne Farbe durchaus witzig und guten Matcha an sich lecker finde: mit den Dingern kann ich nicht allzu viel anfangen. Aber irgendwann stand ich da, in diesem Asiashop, mein Blick fiel auf die Verpackung und ich dachte mir so: “Die Dinger als klassischer Sour …” Ja, gut. Wurde ein Sour. Klassisch? Nicht ganz.

Der Kitto Katsu Cocktail mit Creme de Cacao und Shochu.

Kitto Katsu

Ein Cocktail, inspiriert von Matcha-KitKats.
Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Arbeitszeit: 5 Minuten
Cocktail-Kategorie: Sour
Epoche: Modern
Geschmack: Sauer, Süß, Umami

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

  • 6 cl Shochu
  • 3 cl Weiße Creme de Cacao
  • 1,5 cl Limettensaft
  • 1 Barlöffel Matcha

Zubereitung

  • Alle Zutaten kräftig shaken.
  • In ein gefrostetes Nick & Nora-Glas abseihen.
  • Mit einem Türmchen aus grünen Kit Kats servieren.
Kalorien: 207kcal
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Was haben wir uns bei diesem Cocktail gedacht?

Wir haben uns einen leichten japanischen Shochu aus Gerste geschnappt, der mit nur 25 % ziemlich fruchtig und sehr mild ist. Stellt euch am besten eine Mischung aus gut gemachtem Wodka und Sake vor. Dazu vergleichsweise viel Likör, denn zum einen wollten wir, dass die Schokolade wirklich präsent ist, zum anderen muss die Süße gegen die harte Umami-Gras-Power des Matcha anstinken. Säure und Limettensaft brauchten wir vergleichsweise wenig – der Drink war für einen Sour am Ende zugegeben gar nicht so sauer, aber mit 1,5 cl Limette bekamen wir die perfekte Balance aus Schokolade, Früchten und Matcha.

Die richtigen Zutaten

Das Wichtigste: Ein ordentlicher Matcha. Kein Koch-Matcha. Guter, trinkbarer Matcha hat einen grasigen, umami-artigen Geschmack, der nicht jedem gefällt. Koch-Match schmeckt nach püriertem und anschließend getrocknetem Schlick. Wir haben irgendwo mal den Tipp gelesen, dass guter Matcha in Deutschland bei etwa einem Euro pro Gramm anfängt. Das klingt oberflächlich und für alle Matcha-Nerds da draußen ist es das wohl auch – wir fahren damit bisher ziemlich gut.

Ein Turm aus grünen Matcha-KitKats.
Ein Turm aus grünen Matcha-KitKats.

Bei der Creme de Cacao setzen wir auf Dutch Cacao – zumindest in Sachen weißer Creme de Cacao ist da nicht mehr so viel mehr richtig gutes Zeug auf dem Markt. Wer keinen Wert auf richtig sattes Grün legt, kann mit der Creme de Cacao von Tempus Fugit geschmacklich genauso viel reißen. Aber die Optik, Alter. Die Optik. Der Drink wird mit brauner Creme de Cacao noch deutlich dunkler und fast schon matschig in seinen Grüntönen.

Ist der Matcha das Wichtigste, so ist der Shochu hier doch sicher das Schwierigste. Allein schon, weil das Zeug irre schwierig zu besorgen ist. Wir geben zu: Ursprünglich haben wir Shochu als Hauptzutat gewählt, weil der weiße japanische Schnaps einfach thematisch am besten passt. Am Ende hat er sich aber auch geschmacklich wunderbar eingegliedert, auch weil wir auf eine zurückhaltende Variante aus Gerste zurückgegriffen haben, die am ehesten mit fruchtigen Wodkas oder gutem Korn vergleichbar ist. Wer damit rumexperimentieren will ist wahrscheinlich bei den Leidenschafts-Menschen von Ginza am besten aufgehoben.

Wieso heißt das Teil so?

Irgendwo haben wir mal gelesen, dass Kitkat in Japan einmal den Begriff “Kitto Katsu” für’s Marketing benutzt hat. Ein Sprichwort, das übersetzt so viel bedeutet wie “Sie werden immer gewinnen”. Das hat dann so gut funktioniert, dass die Japaner seitdem anscheinend richtig krass auf KitKat steilgehen. Aber ganz unabhängig davon: “Sie werden immer gewinnen.” ist etwas, das wir im Jahr 2020 alle irgendwo gebrauchen können, oder?

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Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

3 Kommentare

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Ich stimme zu.

  • Sehr schönes Rezept. Ich möchte euch dafür einfach mal danken. Bis jetzt hat es jedem geschmeckt in der Familie und bei Freunden. Und der teure Matcha macht wirklich einen riesen Unterschied zum billigen. Als Schochu haben wir einen Iichiko. Nur meine Creme de cacao wird langsam alle. Ich hab noch eine billige von de kuyper. Habt ihr da noch ne Tip für was besseres?

    • Servus Marco,

      freut mich sehr, wenn der Drink ankommt, danke für das tolle Feedback!

      Was die Creme de Cacao angeht, habe ich DeKuyper ehrlich gesagt noch nicht benutzt, die Giffard-Variante müsste in ungefähr der gleichen preislichen Liga spielen und ist qualitativ und in Sachen Preis-Leistung absolut in Ordnung.

      Der Dutch Cacao ist preislich zugegeben ziemlich drüber, aber ich find’ den unter den weißen Cremes de Cacao tatsächlich den besten. Dazwischen gibt’s in der Kategorie leider nichts, das mir bekannt wäre :/

  • Na da teste ich mal den teuren und schau ob mir das zusagt. Wird den Drink bestimmt zum endgültigen Renner machen. ^^