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Gin Tonic: Welcher Gin, welches Tonic Water, mit Gurke oder ohne?

Ein Gin Tonic mit Gurke und Rosmarin. Quelle: Fotolia.com © robcartorres
Ein Gin Tonic mit Gurke und Rosmarin. Quelle: Fotolia.com © robcartorres

Gin Tonic oder Gin and Tonic? Allein mit dieser simplen Frage kann man ganze Seiten füllen, einen mittelschweren Tumult unter angetrunkenen Hipstern auslösen, die britische Königin de-amusen oder eine Barkeeper-Konferenz lahmlegen. Da fängt der Spaß aber erst an: Obwohl der Highball-Cocktail faktisch nur aus zwei Teilen besteht, gibt es Tausende von Möglichkeiten, ihn zuzubereiten. Das geht soweit, dass es in einigen Cocktailbars spezielle Gin Tonic-Karten gibt, mit Empfehlungen für die Kombination von teils über 100 Gins von Sipsmith bis Monkey 47 mit 10 oder mehr Varianten Tonic Water von dry über gar nicht dry bis super ultra dry. Jede mit eigener Garnitur.

Denn anders als viele G&T-Fans und leider inzwischen sogar diverse Gastronomen meinen, gehört eben nicht in jeden Gin Tonic eine Gurke. Klar: Gurke ist erfrischend lecker und zum Standard-Drink an der Bar oder im Sommer auch am See, da passt sie auch hervorragend. Aber so manch gut gemachter Gin and Tonic schreit eben klassisch nach Zitrone, nach einer Apfelspalte oder Rosmarin. Die Antwort auf die Frage nach der Gurke lautet also ganz eindeutig: Jein.

Die Vielfalt überfordert einfach selbst erfahrene Genießer. Und auch wir können – dafür sind wir zuwenig Leute mit einem zu kleinen Einkaufsbudget – unmöglich jede Kombination durchprobieren. Wir arbeiten aber daran und geben zumindest einen groben Überblick über unsere liebsten Gin-Tonic-Kombinationen. Schweppes mit Gordon’s ist da aktuell zwar nicht drin, aber nur für’s Protokoll: Diese Kombi ist bei Weitem besser als so manche Hipster-Variante. Auch mit Gurke.

Rezept für  Gin Tonic

  • 6 cl Gin
  • 18 cl Tonic

Gin und Tonic in ein Glas voller Eiswürfel schütten. Kurz umrühren. Je nach verwendeten Produkten mit einem von 1.265 Gemüsen, 829 Kräutern, Obst, Gewürzen oder Wurst dekorieren. Trinken. Wohlgemerkt: Das ist nur ein Standard-Rezept. Je nach Gin und Tonic Water lohnt sich gelegentlich auch eine 1:1 oder 1:2-Mischung.

Die besten Gin Tonic-Kombinationen

Auf Cocktailbart.de haben wir schon diverse Gins und Tonics verkostet, untereinander kombiniert und mit verschiedenen Garnituren getestet. Klar: Ob da jetzt die für euch beste Kombination dabei ist, können wir nicht sagen. Was wir sagen können: In unserer reichhaltigen Auswahl ist für jeden was dabei – von extrem klassisch-wacholderlastig bis zum eher fruchtig-süßen New Western Dry Gin. Ihr wolltet eigentlich mehr über den Gin Tonic und seine Geschichte erfahren? Kein Problem: Scrollt einfach ein bisschen weiter runter, unter unseren Lieblings-Kombinationen gibt’s ausführliche Infos zur Historie, Gläsern und Garnituren.

 Lucky Hans Bavarian Gin und Thomas Henry Tonic Water

Ein Obstbrenner-Gin, der zwar auch Wacholder mitbringt, vor allem aber intensiv nach Äpfel und Birnen schmeckt. Dazu kommen Mandeln und Marzipan – ein schönes Ding, das aber einen guten Kontra-Punkt braucht, der nicht zu trocken ist. Beste Garnitur: Apfelzeste/Apfelscheiben.

Hoos London Gin und Gentleman’s Tonic

Ein sehr vielseitiger Gin, der in vielen Varianten hervorragend funktioniert und der sich durchsetzen kann. Die Kombination aus Wacholder und Pfeffer die sich hier auftut schreit aber danach, sie mit Gentleman’s Tonic noch zu betonen. Beste Garnitur: Apfelscheiben.

B my Gin und Aqua Monaco Extra Dry

Ein fruchtig-floraler aber aromatisch milder Gin, der aber trotz allem einen kräftigen und trockenen Gegenspieler braucht. Wichtig deshalb: ein Mischverhältnis von 1:1, um den Gin nicht zu ersäufen. Beste Garnitur: Zitronenzeste.

Professor Cornelius Ampleforth’s Bathtub Gin und  Fever Tree Mediterranean

Ein sehr wacholderlastiger Gin mit Aromen von Fichtennadeln und Orangen. Die Aromen sind vergleichsweise intensiv aber trotzdem nicht aufdringlich, weswegen wir uns für ein mildes Tonic Water entschieden haben. Beste Garnitur: Zitronenzeste.

Granit Bavarian Gin und Gentleman’s Tonic

Der Granit Gin schmeckt urig-kräutrig und vor allem auch sehr nach Wacholder. In Kombination mit dem frisch-scharfen Tonic, der vor allem auffällig nach Pfeffer schmeckt ergibt sich eine irre würzige und spannende Kombination. Beste Garnitur: Zitronenzeste.

Niemand Dry Gin und Fever Tree Mediterranean

Ein sehr, sehr waldiger Gin mit starken mediterranen Anleihen. Vielen ist die Sandelholznote in Kombination mit den Kräutern zu krass, aber wer ihn dann doch mag (wie wir), trinkt ihn fast am liebsten pur. Die Kombination mit einem ebenso sehr mediterranem Tonic funktioniert aber hervorragend. Beste Garnitur: Rosmarinzweig.

Juniper Jack und Juniper Jack Navy Strength mit Thomas Henry Tonic Water

Juniper Jack ist vielleicht der wacholderlastigste Gin auf dem Markt, die Navy Strength Variante legt noch einen drauf. Beide Versionen machen in einem klassischen, nicht zu trockenen Gin Tonic viel Freude, auch das pfeffrige Gentleman’s Tonic funktioniert bestens. Beste Garnitur: Zitronenzeste.

Applaus Stuttgart Dry Gin mit Indi & Co Botanical Tonic Water

Das Haupt-Botanical hier ist Zimt und mit dem besonderen Tonic bekommt man einen sehr speziellen, sehr fernöstlichen, gleichzeitig aber fruchtig-frischen Drink. Schmeckt wahrscheinlich nicht jedem – aber hat das Zeug zum Lieblings-G&T. Beste Garnitur: Rosmarinzweig und Apfelscheibe.

nginious! Smoked and Salted Gin mit Fentimans 19:05 Herbal Tonic

Salz, Rauch und ein intensiver Anklang von Maronen beherrschen diesen Gin. Zusammen mit der kräutrigen Bitterlimonade bekommt man einen sehr maskulinen, besonderen, einzigartigen Gin Tonic. Beste Garnitur: Grüner Apfel.

Gin Tonic – was soll das eigentlich?

Ein Kollege sagte mal: „Gin Tonic ist doch auch nur die Hipster-Variante einer Discoschorle.“ Discoschorle, das ist Wodka mit Energydrink – und auch wenn Gin-Liebhabern und Tonic-Fetischisten gerade die Zitronenzeste im Glas hochgeht: so falsch liegt er damit nicht. Der Gin Tonic überrannte die deutschen Bars und Kneipen in den letzten Jahren ähnlich wie der „Wodka Energy“ die Großraumdiscos in den 90ern.

Rübergeschwappt ist dieser Trend aus den „cooleren“ europäischen Ländern, allen voran Spanien und England. Dort ist der Gin Tonic schon seit 10 bis 15 Jahren der heiße Scheiß. Das man das Wacholder-Destillat und Tonic an der Bar beliebig kombinieren kann, das ist hierzulande immer noch ein super Service – in Barcelona ist es Usus und zwar seit Jahren. Durchaus lustig, wenn man weiß, wo der Gin Tonic herkommt.

Der Gin Tonic wurde in der britischen Kolonialzeit als Impfung gegen Malaria erfunden.
Der Gin Tonic wurde in der britischen Kolonialzeit als Impfung gegen Malaria erfunden.

In der Kolonialzeit war Tonic Water wegen des Chiningehalts ein hochwirksames Schutzmittel gegen Malaria. Damit sich die britischen Truppen die Seuche einfingen, mussten Sie das Zeug regelmäßig trinken und zwar in einer ziemlich intensiven Variante – irre bitter also. Damit der Tonic irgendwie runterrutschte, mischte man ihn mit dem aus Wacholder gebrannten Gin – der Gin Tonic war geboren. Noch heute haftet dem Cocktail-Rezept ein Hauch von Großbritannien an.

Tausend Rezepte für Gin Tonic

Es gibt keinen perfekten Gin Tonic. Das Mischverhältnis von 1:3 im Kasten oben ist ein grober Durchschnitt unserer Erfahrungen; das Verhältnis, mit dem die meisten Tonics und die meisten Gins ziemlich gut miteinander harmonieren. Andere Gins kann man 1:1 mixen, Wuchtbrummen gerne auch 1:4. Kombiniert man Power-Gins wie einen Monkey 47 mit wuchtigen Aromabomben wie dem Schweppes Dry Tonic (nicht verwechseln mit dem Indian Tonic Water), erhält man Geschmacks-Kombinationen, die alleine schon eine Mischverhältnis-Testreihe mit Garnitur-Tastings nötig machen würden.

„Ich weiß nicht, wessen Empfang das hier ist – aber um Gotteswillen, geben Sie mir einen Gin and Tonic. – Denis Thatcher, Ehemann der britischen Premierministerin Margaret Thatcher.“

Am Ende werden sich im Heimgebrauch die meisten Leute irgendwas um die 6cl in den Cocktail kippen und mit den 200ml Tonic Water aus dem Fläschchen aufgießen. Und das ist vollkommen okay. Wenn es um den Gin Tonic geht, dann steht man als derjenige, der ihn mixen soll, so da wie ein Koch: Bis zu einem gewissen Grad kann man mit einem neuen Gericht herumprobieren, testen, versuchen – aber am Ende muss man grob schätzen, was noch dazupassen könnte und es einfach mal versuchen. Denn alle Gins mit allen Tonics zu probieren, das ist eine Mammutaufgabe. Der stellen wir uns gerne – aber wir sind halt erst in etwa 30 Jahren damit fertig.

Der perfekte Gin: Von Sipsmith bis Tanqueray

Auch, wenn Tonic Water in den letzten Jahren immer ausgefeilter und raffinierter wird: Der Star im Gin Tonic ist der Wacholderschnaps. deswegen steht er vor dem „and“. Entsprechend mixt ihr euren eigenen, perfekten Gin Tonic immer mit der Spirituose, die euch selbst am besten schmeckt. Für den perfekten Drink sollte es am besten genau der Gin sein, den ihr auch pur und bei Zimmertemperatur problemlos in euch reinschütten würdet.

Das perfekte Tonic Water: Es gibt mehr als Schweppes

Gin Tonic mit Thomas Henry Tonic Water. Quelle: Thomas Henry
Gin Tonic mit Thomas Henry Tonic Water. Quelle: Thomas Henry

Habt ihr den perfekten Gin gefunden, den, in den ihr euch wirklich verliebt habt, dann sucht ihr euch ein Tonic Water aus. Oder besser: Kauft jedes Tonic Water, dass ihr finden könnt und mixt euch mit jedem davon aus eurem Lieblings-Gin einen Gin Tonic. Wer das Aroma seines Schnapses behalten will, nimmt ein mildes Tonic Water wie Fever Tree Mediterranean. Ist euch der zu wenig bitter, nehmt das Thomas Henry Tonic Water. Und wer mit seiner Zunge eine Aromaparty feiern will, schnappt sich einen Schweppes Dry Tonic oder Fentimans.

In was für ein Glas kommt mein Gin Tonic?

In den letzten Jahren setzten sich bei uns bauchige Ballongläser für den Gin Tonic durch, ursprünglich kommt er aber in ein Longdrinkglas. Die bauchigen Goldfischgläser am Stiel kommen ursprünglich aus Spanien und die sind auch durchaus ansprechend. Doof nur: Die Dinger sind schweineteuer, weil die Hersteller ganz genau wissen, wie der Hase läuft. Alternativ tun es auch besonders bauchige Bordeaux-Gläser, die findet man ab 2 Euro in jedem Einrichtungshaus. Eure Gäste erkennen diesen Unterschied sehr wahrscheinlich nicht – und wenn er euch stört, müsst ihr eben mehr Geld ausgeben.

Die Alternative: Ihr mixt euren Gin und Tonic eben in einem Highball- oder Longdrinkglas. Da gehört er nämlich seiner Cocktail-Kategorie nach eigentlich auch rein. Gelegentlich nimmt man auch große Tumbler für diesen Drink, aber das ergibt nur dann Sinn, wenn ihr einen 1:1-Tonic mixt, in dem ihr nicht mal eben 200ml Spirituose unterbringen wollt, damit das Tonic Water-Fläschchen leer wird. Mehr Infos zu Gin Tonic-Gläsern gibt’s übrigens per Klick auf das Bild:

Gin Tonic gibt es in Tausend Varianten - und für jede davon gibt es das perfekte Glas, egal ob es sich dabei um Tumbler, Longdrink-Gläs oder die Copa handelt.
Gin Tonic gibt es in Tausend Varianten – und für jede davon gibt es das perfekte Glas, egal ob es sich dabei um Tumbler, Longdrink-Gläs oder die Copa handelt.

Damit garniert man den Gin Tonic: Zitronenzesten, Gurken, Rosmarin

Jetzt geht’s los: Auf den meisten Studentenpartys schmeißen sich die Leute kistenweise geviertelte Limetten in den Drink und pressen sie im Bestfall nochmal vorher aus. Auf einer Hipster-Studentenparty kommen alternativ oder zusätzlich geviertelte Gurken ins Glas. So funktioniert die Sache aber nicht, weder optisch noch geschmacklich.

Limetten oder Zitronen? In den Gin Tonic gehört wenn überhaupt Zitrone.
Limetten oder Zitronen? In den Gin Tonic gehört wenn überhaupt Zitrone.

Klassisch garniert man den Gin Tonic mit nichts – oder allerhöchstens noch mit einer Zitronenzeste. Irgendwann wurden daraus Zitronenscheiben und später auch Limetten. Beides kann funktionieren, das hängt von der Gin Tonic-Kombination ab. Eleganter sind Zesten, bei Mischungen mit eher sanften Aromen sind Scheibchen aber die bessere Wahl: Sie sind weniger intensiv und überdecken deswegen die Aromen nicht. Dann gilt auch: Unbedingt Zitronen nehmen, Limetten passen hier nur selten.

Gurken als Deko und Aromageber kamen auf, als Hendrick’s zur Jahrtausendwende auf den Markt kam und die Wiedergeburt der Alte-Leute-Spirituose Gin einleitete. Im Hendrick’s selbst stecken nämlich Gurkenaromen, die man pur genossen klar rausschmeckt. Ob man sie im Gin Tonic mit richtiger Gurke unterstützen muss, hängt von Tonic und Mischverhältnis ab. Generell gilt aber: eine 1:3-Mischung mit Hendrick’s Gin hat noch genug eigenes Gurken-Aroma. Für diverse andere Gin-Sorten (vor allem die limettigen Tanqueray Rangpur und Tanqueray No. 10) ist Gurke ein guter Freund.

Apfelspalten im Gin kommen in den letzten Jahren auch stetig mehr, angeschoben durch den Elephant Gin, dem man nachsagt mit Apfel besonders gut zu schmecken. Punkt 1: Tut er. Punkt 2: Tun auch andere, beispielsweise ein Botanist. Selbst erfahrene Gin Tonic-Genießer müssen und sollten mit Apfel als Garnitur erstmal rumprobieren – da geht noch ganz, ganz viel und noch längst sind nicht alle Rezepte ausgeschöpft.

Gin Botanicals im Gin Tonic

Der Trend des Jahres 2015: Gin Botanicals in den Gin schütten. Aber erst kurz, bevor man ihn trinkt. Eigentlich sind Botanicals ja die Aromageber des Gins, die bei der Herstellung im Alkohol schwimmen, um ihm seinen Geschmack zu verleihen – sprich die Gewürze. Durch das „Würzen“ des Gin Tonics beim mixen möchten man einzelne Aromen besonders hervorkitzeln oder neue hinzufügen. Das funktioniert nicht immer: Experimente mit Kardamom, Wacholderbeeren, Piment oder rotem Pfeffer gingen bei uns schief.

Anders sieht es aus mit Kräutern und Gewürzen, die man auch in größeren Varianten als Garnitur verwenden kann: Fever Tree empfiehlt zum Beispiel in Kombination mit seinem Mediterranen Tonic Water einen Thymian-Zweig als Garnitur. Nicht unbedingt wegen des Geschmacks, aber allein durch den Geruch setzt man beim Trinken neue Aromen-Spiele frei. Das funktioniert auch mit Rosmarin erstaunlich gut.

Unser Tipp für die Garnitur eures Gin Tonics: Zimtstangen.
Unser Tipp für die Garnitur eures Gin Tonics: Zimtstangen.

Besonders spannende Varianten: Zimtstangen in Gin Tonics mit Professor Ampleforths Bathtub Gin. Dessen intensives Aroma wird durch den Zimt verstärkt und angereichert. Klar: Die Variante ist wenig sommerlich, das ist eher ein Cocktail für den Winter. Auch spannend: Bathtub Gin mit Zimtstange und selbstgemachtem Tonkabohnen-Tonic.

Gin Tonic Coffee – der Trend 2017

Zu Beginn des Jahres 2017 startet die geballte Welt der Boulevard-Medien und Frauenzeitschriften einen Trend neu, der in der G&T-Welt eigentlich nur eine Randnotiz der frühen 2010er-Jahre war: Gin Tonic Coffee. Die Idee dahinter: Man nehme einen handelsüblichen Standard-Gin and Tonic und garniere ihn mit Cold Brew Coffee, Cold Drip oder kalt gewordenem Filterkaffee. Weil der in Kombination mit dem Tonic Water dann seine tollen fruchtigen Aromen offenbart und das Zeug wie ein Espresso Martini wach und blöd macht, ist das dann plötzlich total der Wahnsinn.

Gin Tonic mit Cold Brew Coffee ist als als Gin Tonic Coffee (vielleicht) der Cocktail-Trend 2017.
Gin Tonic mit Cold Brew Coffee ist als als Gin Tonic Coffee (vielleicht) der Cocktail-Trend 2017.

Man möge uns nicht falsch verstehen: Die Kombination kann durchaus was für sich haben und um Himmelswillen: Wer sie mag, der soll sich daran erfreuen. Nichts ist schlimmer als ein Mensch, der anderen Leuten sagt, was sie zu mögen haben. Aber der aktuelle Gin Tonic Coffee-Trend beruht darauf, dass irgendein Frauenmagazin damit angefangen hat zwei Hipster-Trends (wir lieben Gin Tonic UND Cold Brew Coffee, aber sie sind und bleiben genau das: Hipster-Trends) miteinander zu vereinen und alle anderen auf den Zug aufgesprungen sind, weil die Klickzahlen auf Facebook so schön hoch waren. Zugegeben: Hätten wir irgendeine Kombination aus den drei Zutaten gefunden, die uns wirklich begeistert, wären wir wahrscheinlich auf den Zug aufgesprungen.

Gin and Tonic and Tea

Erst langsam im Kommen, aber in den Trend-Bars schon wieder out: Gin vor dem Bauen des Cocktails mit Tee aromatisieren. Dazu nimmt man kalte Teekräuter oder -früchte, wickelt sie in ein Säckchen, hängt es für einige Minuten in den zimmerwarmen Gin und gießt dann mit Tonic und Eis auf. Unsere spontanen Tests mit Matchapulver waren so verstörend, dass wir „Was bin ich?“ mit Gin-Sorten spielen mussten, um wieder runterzukommen. Wir waren alle Gordon’s.

Weil es sich beim Gin and Tea and Tonic aber eigentlich um einen anderen, neuen Cocktail handelt, gehen wir den zu einer anderen Zeit auch in einem eigenen Artikel an. Wer sich bis dahin schon für den Trend-Drink interessiert, schaut sich dieses Video an, bis wir wieder nüchtern sind:

JohannTrasch

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