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Turnbuckle – Tiki-Cocktail-Rezept mit Rum & Cynar

Der Turnbuckle Cocktail mit Rum und Cynar.
Der Turnbuckle Cocktail mit Rum und Cynar.
Rezept für den Turnbuckle

Turnbuckle

  • 3 cl Cynar
  • 2,25 cl Overproof Jamaica Rum
  • 2,25 cl Zitronensaft
  • 1,5 cl Passionsfrucht-Sirup (alternativ 1/2 Passionsfrucht + 0,5 cl Zuckersirup)
  • 0,75 cl Orgeat

Alle Zutaten zusammen auf Crushed Ice shaken. Ohne abzuseihen in einen Tumbler oder einen Tikimug gießen. Falls nötig mit Crushed Ice toppen. Mit Tikiliebe garnieren. Trinken.

Die Einkaufsliste

Die Amazon.de-Einkaufsliste für den Turnbuckle

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Kaffee-Liebhaber sprechen gerne von der “Dritten Welle”, wenn sie mit viel Liebe und Sorgfalt ihren perfekt gerösteten Single Estate-Brasilianer in die handgefalteten Filter gießen, um das Maximum aus etwas so banal wirkendem wie Filterkaffee herauszuholen. Das klingt albern und es sieht auch albern aus. Die Sache ist die: aus diesem nerdigen Getue entsteht halt auch tatsächlich der beste denkbare Filterkaffee, nicht mit der Brühe aus dem Großraumbüro vergleichbar. Warum erzähle ich euch das?

Weil auch der Welt der Tiki-Cocktails eine Entwicklung in Wellen nachgesagt wird. Was in einer Welt aus tropischen Drinks, die immer mit Meer, Strand und schein-polynesischer Kultur gespielt hat (was nochmal ganz eigene Probleme hervorbringt) dann sogar nochmal ein wenig mehr Sinne ergibt als bei braunem Wasser, das wach macht. Denkt man tropische Cocktails dann eben in Wellen, dann befinden wir uns gerade irgendwo zwischen drei und vier.

Die erste Welle war in den 1930ern, in der musste irgendwie der übriggebliebene Schmuggel-Rum aus der Prohibitionszeit weg, die zweite kam in den 90ern, in der ging es im Wesentlichen um Hawaii-Hemden. Die dritte Welle stand für die Wiederentdeckung der Original-Rezepte der ersten Welle und die Rückbesinnung auf gute Zutaten. Jetzt und heute sind die Bartender dieses Stils zunehmend auf dem Weg, die Kategorie weiterzudenken und zu erweitern. Eine der wichtigsten Zutaten dabei: Amaros, Bitterliköre. So auch beim Turnbuckle.

Die Story hinter dem Turnbuckle

Genau diesen Weg geht die Bartenderin Jen Akin mit ihrem Turnbuckle. Ein tropischer Cocktail, der vergleichsweise simpel daherkommt und prinzipiell dem Template eines Mai Tai folgt. Der Gag ist der Cynar – ein italienischer Amaro, sprich Bitterlikör aus Artischocken. Ja, klingt eklig, wir hassen diese angeblich essbaren Sukkulenten auch. Aber Cynar ist echt richtig gutes Zeug – und die bittersüße Kräutrigkeit verleiht diesem Rum-lastigen Drink etwas unglaublich tiefes und besonderes, dass wunderbar mit allen anderen Zutaten verschmilzt – allen voran dem Rum.

Der Turnbuckle Cocktail mit Rum und Cynar.

Turnbuckle

Bittersüße, tropische Verführung.
Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 2 Minuten
Cocktail-Kategorie: Tropischer Drink
Epoche: Modern
Geschmack: Bitter, Sauer, Süß

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

  • 3 cl Cynar
  • 2,25 cl Overproof Jamaica Rum
  • 2,25 cl Zitronensaft
  • 1,5 cl Passionsfrucht-Sirup ((alternativ 1/2 Passionsfrucht + 0,5 cl Zuckersirup))
  • 0,75 cl Orgeat

Zubereitung

  • Alle Zutaten zusammen auf Crushed Ice shaken.
  • Ohne abzuseihen in einen Tumbler gießen.
  • Falls nötig mit Crushed Ice toppen.
  • Mit Liebe dekorieren.
  • Trinken.
Kalorien: 200kcal
Ihr habt den Cocktail nachgemixt?Zeigt uns euren Drink mit @therealcocktailbart oder #cocktailbart!

Die richtigen Zutaten für den Turnbuckle Cocktail

Wer einen perfekten Turnbuckle mixen will, kommt um ein paar feste Eckpunkte nicht herum. Cynar etwa ist gesetzt. Klar kann man mit einem anderen Amaro auch einen ähnlich guten Drink mixen, aber wie bei den meisten italienischen Bitterlikören ist auch dieser im Geschmack ziemlich einzigartig. So sehr, dass ein Turnbuckle ohne Cynar tatsächlich schon zum Twist wird. Der Zitronensaft sollte frisch sein und obwohl man bei tropischen Drinks sonst eher zur Limette greift, passt die Zitrone mit ihrer nicht ganz so spitzen Säure hier einfach besser zum Cynar.

Orgeat von Giffard ist total in Ordnung, “Mandelsirup” ist viel zu marzipanig und erschlägt alles, Orgeat von Meneau ist der unerreichte qualitative Gipfel und schlägt alles andere. Immer. Was den Passionsfrucht-Sirup angeht: den im Original verwendeten von BG Reynolds finden wir hierzulande nicht – und alles was wir an Passionsfrucht- oder Maracuja-Sirup auftun ist mit “eher künstlich im Geschmack” noch recht freundlich umschrieben. Wir greifen deshalb zur frischen Passionsfrucht mit einem Extra-Schuss Zuckersirup – die Dinger sind dann doch oft ein wenig sauer.

Bei der Garnitur des Turnbuckle könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen. Aber Minze geht für tropische Cocktails echt immer.
Bei der Garnitur des Turnbuckle könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen. Aber Minze geht für tropische Cocktails echt immer.

Bleibt der Rum. Wir spielen damit zwar ein wenig herum, am Ende ist zumindest für uns aber geschmacklich klar, dass es ein kräftiger, gereifter Rum mit merklichen Ester-Noten sein muss. In Nicht-Spirituosen-Nerd-Deutsch: der muss riechen, als hätte Omma in ihrer Schüssel voller Rum-Aroma eine halbe Staude Bananen gären lassen. Dafür sind hochprozentige Jamaikaner einfach prädestiniert. Im Original kommt dafür ein Smith & Cross zum Einsatz und der ist eine hervorragende Wahl. Noch einen Ticken besser finden wir den Turnbuckle aber mit Compagnie des Indes Jamaica Navy Strength.

Die Amazon.de-Einkaufsliste für den Turnbuckle

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Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

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