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Mai Tai – das Original-Rezept für den besten Tiki-Cocktail

Ein Mai Tai erscheint im Vergleich zu anderen Tiki-Cocktails simpel - ist aber genau deswegen ein Balance-Monster.
Ein Mai Tai erscheint im Vergleich zu anderen Tiki-Cocktails simpel - ist aber genau deswegen ein Balance-Monster.
Rezept für den Mai Tai

Das Rezept für den Mai Tai

  • 6 cl dunkler Rum (mehr dazu im Abschnitt „Der richtige Rum“, das ist der schwierigste Part hier)
  • 3 cl Limettensaft
  • 1,5 cl Triple Sec
  • 1 cl Zuckersirup
  • 0,5 cl Mandelsirup

Alle Zutaten zusammen auf Crushed Ice kräftig shaken. Mitsamt dem Eis in einen Tumbler gießen und nach Bedarf mit mehr Crushed Ice toppen. Mit Minze-Zweig und Limettenhälfte garnieren. Trinken.

Die Einkaufsliste

Die Zutaten für den Mai Tai Cocktail

(Mit einem * markierte Links sind Affiliate-Links aus dem Amazon-Partnerprogramm. Benutzt ihr diese für euren Einkauf, erhalten wir dafür eine kleine Provision, am Preis selbst ändert sich für euch nichts.)

Viele von uns kennen den Mai Tai von Disco-Bars und Beach-Partys, wo er meistens recht frei interpretiert wird. Womit wir sagen wollen: Was euch da verkauft wird, hat praktisch nix mit einem Mai Tai zu tun. Das Ur-Rezept sieht größtenteils so aus wie oben beschrieben und stammt von einem Mann namens Trader Vic, eigentlich Victor Bergeron. Er erfand den Drink laut eigener Aussage 1944. Neben dem Zombie ist der Mai Tai wahrscheinlich der bekannteste Tiki-Drink – obwohl genau diese zwei praktisch nie in einem sogenannten Tiki-Mug serviert werden. Ein Paradoxon, das uns hier aber nicht weiter stören soll.

Weil Trader Vic jahrzehntelang nicht mit dem genauen Rezept für den Mai Tai herausrücken wollte, wurde es erst 1972 bekannt. Durchaus möglich, dass das Rezept-Chaos bei diesem Drink noch aus jener Zeit stammt: Jeder kannte den Namen, keiner wusste, was drin ist. Dazu kam ein Rechtsstreit um den Namen Mai Tai, weil ein Vics Rivale „Don the Beachcomber“ einen ganz ähnlichen Drink erdachte hatte. Unglaublich anstrengendes Gezicke alles. Wichtig ist nur: Das Ergebnis aus unserem Rezept ist ein ziemlich starker aber trotzdem erfrischender Cocktail – und weit weg von der süßen Pampe von der letzten Beachparty. Aber wie genau sieht denn unser Lieblingsrezept nun aus?

Ein Mai Tai Cocktail aus Rum, Triple Sec, Orgeat und Limettensaft.

Mai Tai

Der ultimative Tiki-Cocktail & der beste Rum-Sour der Welt.
4.3 aus 6 Bewertungen
Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Arbeitszeit: 5 Minuten
Cocktail-Kategorie: Tiki-Cocktail
Epoche: 20. Jahrhundert
Geschmack: Kräftig, Sauer

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

Zubereitung

  • Alle Zutaten zusammen im Cocktail-Shaker auf Crushed Ice kräftig shaken.
  • Direkt mit dem Eis in einen Tumbler gießen.
  • Mit noch etwa mehr Crushed Ice toppen.
  • Mit Minze-Zweig und Limettenhälfte garnieren.
  • Trinken.
Kalorien: 233kcal
Ihr habt den Cocktail nachgemixt?Zeigt uns euren Drink mit @therealcocktailbart oder #cocktailbart!

Der richtige Rum für den Mai Tai

Das Ur-Rezept verlangt nach einem 17 Jahre alten J. Wray Nephew Jamaican Rum, um den sich die wildesten Geschichten ranken. Der leerte sich aber schon zu Lebzeiten von Trader Vic und ist heutzutage nicht mehr zu bekommen. Der gute Victor ging dann der Legende nach dazu über, zur Hälfte dunklen jamaicanischen Rum und zur Hälfte Rum aus Martinique zu benutzen – in den meisten Fällen ist das dann ein Rhum Agricole aus Zuckerrohrsaft statt Melasse. Man müsste an der Stelle eigentlich eine Armada von Rum-Kombinationen durchprobieren und den originalen 17jährigen Wray Nephew kennen, um ordentlich experimentieren zu können.

Inzwischen setzen wir im Alltag aber meist einfach auf gut gemachte Jamaikaner, etwa von Appleton, der 12jährige funktioniert hervorragend, der Signature Blend ist die perfekte Alternative, wenn’s für Partys einen Hauch preisgünstiger sein muss. Da braucht man auch gar keinen Rhum Agricole als Mitspieler mehr. Für alle, die einen extrem intensiven, kräftigen, Mai Tai schätzen, der mit intensiven Jamaica-Noten protzt: Mixt euch das Ding mit einem Hampden-Rum oder einer Abfüllung von Worthy Park. Beides funktioniert hervorragend, ist aber nichts für Weicheier.

Die richtigen Zutaten für den Mai Tai

Cointreau ist der Orangenlikör to go for, zumindest pur – aber wahrscheinlich ist das hier die unwichtigste Zutat des Mai Tai. Ein Bols Triple Sec, wie ihn  später auch Trader Vic selbst benutzt hat, ist deutlich günstiger und hat durchaus seine Berechtigung.  Außergewöhnliche Dry Curacaos und Triple Secs bereichern den Cocktail aber durchaus und justieren ihn durchaus genug, um Tiki-Connaisseurs noch glücklicher zu machen als eh schon. Dazu gehören etwa der Ferrand Triple Sec oder der Revolte Dry Curacao.

Wäre da noch das Orgeat – kein anderer Drink ist so eng mit dem speziellen Mandelsirup wie dieser. In unserer Einsteiger-Phase haben wir hier zwischen hochwertigem Orgeat und billigster Mandelpampe kaum einen Unterschied bemerkt. Der aufmerksamere Gaumen spürt aber durchaus den Unterschied zwischen künstlichem Marzipangeraffel und einer fein-nussigen Mandelnote. Viele Kenner setzen auf die Marke Meneau – zu Recht.

Was die Garnitur angeht: klassisch verwendet man hier einen Minzezweig und eine ausgepresste Limettenhälfte als „Insel mit Palme“. Das verleiht dem Drink auch olfaktorisch eine immense Frische, aber wir segeln hier in Tiki-Gewässern. Soll heißen: Cocktailschirmchen, Flamingos, Orchideen – schmeißt auf euren Mai Tai das, was euch Spaß macht. Tiki darf alles.

Die Zutaten für den Mai Tai Cocktail

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Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

27 Kommentare

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  • Ich empfehle St.James Royal Ambra und Old Pascas 73%, Curacao und Orgeat zu gleichen Teilen (alles bis jetzt jeweils 1 Floz, und eine halbe Floz Zuckersyrup (monin)
    Zacapa in Cocktails zu verschwenden ist schon ein Verbrechen…

    • Hallo Klaus,

      danke für’s Feedback! Der Artikel bedarf ohnehin mal einer Überarbeitung, gerade was das Orgeat angeht, haben sich unsere Ansichten inzwischen geändert. Bei der nächsten Mai Tai-Testrunde nehmen wir das vorgeschlagene Rezept natürlich auch nochmal mit auf – und die Rum-Kombi testen wir nach aktueller Verfügbarkeit auch gleich mit, als ungezuckerte Rums im niedrigen Preis-Segment schreien die eh mal nach einer Vorstellung.

      Was den Zacapa angeht: Ja, wissen wir, dass da einigen der Rum in den Adern gefriert. Aber wir sind was das angeht eiskalt. Wenn wir das Gefühl haben, es passt, probieren wir’s halt aus. Geht zugegeben nicht immer gut aus – hier mochten wir das Ergebnis 🙂

  • Vic hat zwar Rum aus Martinique benutzt, aber keinen Agricole, sondern tatsächlich normalen Melasserum. Ein überraschend guter Vertreter dieser Art, und in DE für lächerliche €12 zu bekommen, ist der gerne als Backzutat belächelte Rhum Negrita. Im Mai Tai schmeckt er super, mir persönlich am besten in Kombi mit Appleton 12. Wer’s süßer mag kann dann noch ’nen Demerara-Rum dazu kippen.

    • Servus Knolle,

      kurze Gegenrecherche legt nahe, dass da viele Mai Tai-Experten deiner Meinung sind, das aber auch nur aufgrund der deutlich stärkeren Verbreitung von Melasse-Rum auf Martinique zu dieser Zeit (berechtigt) vermuten. Wir werden die Sache auf jeden Fall checken und beim nächsten Artikel-Update einfließen lassen – hast du da eventuell eine Quelle, die deine Sicherheit untermauert?

      So oder so: Rhum Negrita – wird probiert. Danke für den Tipp!

  • Hi, eine sehr geile Seite mit schönem Hintergrundwissen.
    Wir werden den Mai Tai mal mit den hier genannten Rum Sorten testen.

  • Ich habe mich, nachdem ich eine ältere Version Eures Artikels gelesen hatte, durch mehrere Rums durchprobiert. Ja, es ist eine spaßige Angelegenheit ;-). Euer Rezept ist mit Abstand das beste, das ich finden konnte.

    Momentan stehe ich auf einen Mischung aus dem Plantation 3 Stars und dem Blackwell Fine Jamaika rum. Den kann ich euch wärmstens empfehlen, es ist in meinen Augen ein hervorragender Mixrum mit einem super P/L Verhältnis und wird nach meinem Wissen auch von J Wray Nephew produziert.

    • Danke für das Lob 🙂 Ich muss gestehen, den Blackwell hatte ich noch nie wissentlich im glas. Kommt auf unsere (aktuell zugegeben sehr lange „Taste and/or Shop“-Liste.

  • Hallo, tolle Seite, gefällt mir gut.

    Zum Mai Tai: Ich bin ein großer Verfechter davon Originalrezepte zu hüten und auch selbst beizubehalten.
    Was auf den meisten Barkarten als „Mai Tai“ aufgeführt wird ist echt erschreckend.

    Zum Orgeat: Ich finde den Mandelsirup von Giffard sehr gut und hier schmeckt man in der Tat einen Unterschied gegenüber einigem Mandelgeraffel auf dem Markt. Monin geht hier zum Beispiel absolut nicht.

    Zum Rum: Ich finde den Appleton 8y darin ganz gut, alleine, oder auch mal im Mix mit einem Robinson 51 oder St.James.

    Wie gesagt…tolle Seite.

    Gruss aus Hannover

    • Hallo, ich bin ein Frevler und habe grade meinen ersten MaiTai als Cocktailmische von Shatler’s getrunken. Soll heißen bin grade dabei u d dachte mir mit den richtigen Zutaten könnte das ein sehr geiles Gesöff sein. Deshalb mal gegoogelt was es da für feine Unterschiede gibt.
      Eure Seite inspiriert mich es einmal selbst zu shaken und noch leckerer zu genießen.
      Außerdem sehr schön zu lesen, was ihr so schreibt
      Gruß
      Nordy

  • Top Rezept. Kam bei unserer letzten Party unglaublich gut an. Als Rum hab ich 3cl Appleton Rare Estate Blend und 3cl Botucal Reserva Exclusiva verwendet. Die Nähe zum Original kann ich nicht beurteilen, wohl aber den angenehmen Unterschied zu den vielen „Rum-Fruchtsäften“ die in vielen Bars und Restaurants als Mai Tai angeboten werden.

  • Super Rezept, und Prima für den Sommer auf der Terrasse oder dem Balkon.
    Auf einer Messe wurde mir der an einem Stand mit riesigem Rum Sortiment der Kill Devil – Navy Style empfohlen.
    Pur ist der zwar schwer zu trinken, aber als Rum im Mai Tai super von Geschmack und Aroma her.

  • Das zu lesen hat mir viel Spaß gemacht und ich schmunzel immer noch wenn du eine Bar hast zu käme ich gerne auch ich selbst keinen Alkohol trinke
    T

    • Ich hab leider keine Bar (als ambitionierter Amateur wohl auch nicht empfehlenswert), aber das wundervolle Kompliment nehme ich trotzdem sehr gerne an 😀 Danke dir!

  • Moin Johann,
    Danke für den sehr informativen und dazu unterhaltsamen Artikel! Der selbstgemachte Zuckersirup kühlt grade noch ab, aber dann geht’s heute in die Vollen mit Hampden „Great House“ Jamaica Rum, Ferrand Dry Curacao, Meneau Orgeat, Zuckersirup und Limettensaft :-). Das genaue Rezept für die Kombi gibt es beim Flo, kennst du bestimmt: https://bit.ly/3giKNFt

  • Jo, „größten Teils“ ist dann halt auch irgendwie nicht so richtig „original“.
    Dass das Rezept keine „süße Pampe“ sein soll, bedeutet nicht, dass er „originaler“, wie andere Varietäten ist.

    Also 0,5cl Orgeat kommt mir, auch wenn man es nicht zu süßlich möchte, trotzdem sehr wenig vor bei min 6cl Rum. Da frage ich mich, ob da überhaupt noch ein Hauch Mandel wahrzunehmen ist.
    Lieber nur Orgeat statt mit Zuckersirup strecken oder Verhältnis vertauschen, imho.

    Was ich im Hinterkopf hatte, entsprach auch so in etwa eurem Rezept, aber kam nicht noch etwas weißer Rum mit dem braunen zusammen?

    Nicht böse gemeint, aber wenn man so auf den Putz haut, dass man hier endlich mal erklärt, wie das richtig geht und dann ein paar Sätze später sich schon mit „größten Teils“ relativiert finde ich das eher mäßig. 😉

    • Moin Randomguy,

      durchaus richtig, dass der Artikel nach 5 Jahren und mindestens genauso vielen Überarbeitungen ein bisschen sehr zwischen historischem Anspruch und Cocktailbart-frühzeitlicher Arroganz hin- und herpendelt. Das „Original“ im Titel bezog sich damals eben großteilig auf den Direktvergleich mit den Saftpanschereien, die so gar nichts mehr mit der Ur-Variante zu tun haben. Wird wohl mal wieder Zeit für eine Überarbeitung *husträusper*

      Dass die Geschichte über und das Rezept des Mai Tai allerdings ganz generell nicht mit einem einfachen „So war das und nicht anders!“ erzählt ist, kann man gut den Artikeln von historisch akribischeren Kollegen entnehmen, etwa hier:

      http://bar-vademecum.de/mai-tai/
      https://barrel-aged-thoughts.blogspot.com/2019/08/j-wray-nephew-17-yo-jamaica-rum.html
      https://barrel-aged-thoughts.blogspot.com/2013/12/mai-tai-roa-ae-mythos-und-moderne-ii.html

      Was das Orgeat angeht: Wir haben den Mai Tai gerne Rum-lastig mit besagtem Hauch Mandel – freilich kannst du da guten Gewissens die Verhältnisse umdrehen. Hängt auch etwas von dem eingesetzten Orgeat ab. 1,5 cl Meneau? Sind wir dabei. 1,5 cl „Mandelsirup“, den unserer Erfahrung nach die die große Masse in der Homebar benutzt – gna, bitte nicht.

      Thema Rum: Siehe Absatz oben 🙂 Die Ur-Version des Mai Tai sah das nicht vor und später war der Einsatz eines Rum-Blends meist nur der Versuch, das Original nachzubauen. Welche Farbe der vermählte Rum dabei hatte, spielte aber meist nur eine untergeordnete Rolle.

      • Hi, danke für die nette, informative Antwort. Dass ich selbst ein bisschen Arroganz nicht verleugnen könnte, und dann schneller beim Kommentieren als beim sorgfältig zu Ende lesen war, war wohl meinem damaligen Tequilacocktail geschuldet. ^^

        Ich trinke eben den Mai-Tai so etwa nach eurem Rezept, nur Orgeat und Zuckerrohr etwa auf 50/50 gesetzt. Schmeckt hervorragend und trotz des hochprozentigen Gemischs komischerweise supermild. Da sollte man durchaus aufpassen, wenn man Alkohol schlecht einschätzen kann.

  • Nun ja, das ist eine von tausenden kopierten Abhandlungen dieses Cocktails.
    Der einzir RICHTIGE ist der MEINE und den verrate ich nicht.

    • Sehr gut, endlich bist du in die jahrelang akribisch geplante Falle getappt. Jetzt rück‘ das Rezept raus oder ich schreib direkt in die Einleitung, dass vor allem dein Rezept Quatsch ist.

      Harharharhar!

  • Gibt es einen bestimmten Grund, wieso ihr die „3 cl Revolte (#Lieblingsrum)“ nicht länger empfehlen könnt?

    • Wir feiern den Revolte nach wie vor, unser Geschmack in Sachen Mai Tai und auch unser generelles Verständnis für den Drink haben sich in den letzten Jahren stetig verändert. Wir mixen den inzwischen fast ausschließlich mit fassgereiften Rums, die im Bestfall noch einen Ticken mehr Funk haben als der Revolte, etwa der oben genannten Hampden Estate. Klar, dass der Revolte sich in Sachen Frucht-Noten zum Beispiel nicht vor einem Durchschnitts-Appleton verstecken muss, aber inzwischen fehlen uns da die gereiften Töne – und es spielt halt auch einfach ins Cocktail-Gefühl, wenn der Drink stellvertretend für Jamaica Rum-Cocktails steht und es ist Worms drin. Absolut nichts gegen Worms, aber you get the point.

      Diese Verschiebung ist übrigens auch bei vielen anderen Cocktails so und passiert, glaube ich einfach ab und an, wenn man sich lange mit der Materie beschäftigt. Und es ist vor allem etwas sehr persönliches – bei einem Mojito hab‘ ich das Authentizitäts-Gefühl zum Beispiel nicht, da nehme ich den Revolte vor jedem weißen Kubaner. Lange Rede, kurzer Sinn: Revolte Mai Tais sind nach wie vor super, spiegeln nur gerade nicht das wider, was wir persönlich unter dem Drink verstehen. That’s all.

      • Ich hab den Cocktail nach eurem damaligen Rezept ausprobiert und fand ihn tatsächlich nicht so gut. Der Revolte hat’s für mich gekillt. Ich hab’s dann erst nur mit dem Appleton Estate probiert, bin schlussendlich aber bei Tres Paises hängen geblieben. Ich weiß nicht wie nah das noch an dem ist, was ihr euch darunter vorstellt, aber damit geht der mir wirklich gut rein. Aber ich hab auch keine Referenz um die Authentizität zu bestätigen.

        Das Rezept ist meiner Meinung nach ohne den Revolte auf jeden Fall besser geworden. Schade nur dass ihr die ganzen witzigen Anekdoten und Sticheleien (Für Bacardi und Ananassaft braucht man ein Rezept?) rausgenommen habt. Ich hab das Rezept wirklich gern gelesen weil es wirklich gut geschrieben war. Jetzt ist es natürlich immer noch gut, aber doch verhältnismäßig sachlich.

        • An ein paar Artikeln auf der Seite haben wir mehr rumgebastelt als an anderen – an einigen, wie diesem hier, praktisch ständig. Stimmt schon, dass da leider manchmal der klassische Cocktailbart-Stil auf der Strecke blieb. Werden wir in Zukunft verstärkt drauf achten, wenn wir ältere Artikel modernisieren.

          Vielen lieben Dank für das ehrliche, konstruktive Feedback 🙂