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Tequila Sunrise – das echte Rezepte für den Tequila-Cocktail

Ein Tequila Sunrise Cocktail mit Verzierung. Quelle: Fotolia.com © 3532studio
Ein Tequila Sunrise Cocktail mit Verzierung. Quelle: Fotolia.com © 3532studio

Der Tequila Sunrise gilt als „DER“ Tequila-Cocktail. Das könnte daran liegen, dass es nicht so viele andere Drinks mit dem mexikanischen Agavenbrand gibt oder daran, dass der gelb-rote Orangensafttraum seine Spirituose schon im Namen trägt. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass der Tequila Sunrise ziemlich lecker ist. Und bei all dem O-Saft vielleicht sogar ein bisschen gesund.

Das perfekte Rezept für Tequila Sunrise:
– 6 cl Tequila
– 12 cl Orangensaft
– 2 cl Zitronensaft
– 1 cl Grenadine
Tequila, Orangensaft und Zitronensaft auf Eis shaken und in ein Glas mit frischem Eis abseihen. Jetzt die Grenadine dazuschütten, die sich am Boden absetzt. Trinken.

Amazon.de-Tipp: Einen besonders leckeren Tequila Sunrise mixten wir im Test mit El Jimador Reposado.

Wieso sollte ich mir einen Tequila Sunrise mixen?

Der Tequila Sunrise entstand in den 1930er Jahren und wurde zunächst mit Tequila, Grenadine, Zitronenlimonade und Crème de Cassis hergestellt. Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich die Variante mit Orangensaft, die heute auf jeder Studentenparty zu den liebevoll ausgewählten drei Cocktails zählt, die es am jeweiligen Abend gibt. Reden wir nix weg: Ein Tequila Sunrise kann eigentlich nicht viel, außer ein bisschen wie ein Sonnenaufgang auszusehen. Aus der Ferne. Wenn man betrunken ist.

Daran ändert es auch nicht viel, wenn man auf höherwertigen Tequila umsteigt: Der Orangensaft und die pappsüße Grenadine sind derart vordergründig, dass man die feinen Aromen eines guten Tequila kaum herausschmeckt. Trotzdem sollten ihr einen – noch möglichst günstigen – 100%-Agave-Tequila nehmen: Damit schmeckt der Tequila Sunrise nicht mehr nach Saft mit Nagellackentferner, sondern nach Saft mit einem Hauch Exotik und Erwachsensein. Und das ist – ungelogen – schon ganz lecker.

Das große Geheimnis des Tequila Sunrise: selbstgemachter Saft

Es gibt trotz aller Vorbehalte eine Möglichkeit, den von euch gemixten Tequila Sunrise zum richtig, richtig guten Cocktail zu machen: Macht eure Säfte selbst. Presst die Orangen und Zitronen frisch aus und verleiht eurem Drink damit ein fruchtig-frisches Obstsalat-Aroma, das seinesgleichen sucht. Vor allem der O-Saft, der immer im Verhältnis 2:1 zum Tequila stehen sollte, schmeckt frisch gepresst einfach nur fantastisch.

Selbstgemachter Orangensaft macht euren Tequila Sunrise zum Hit.
Selbstgemachter Orangensaft macht euren Tequila Sunrise zum Hit.

Selbiges gilt für den Zitronensaft. Wer zur gelben Plastik-Quetschzitrone greift, macht seinen Cocktail einfach nur undefinierbar sauer. Ein Grund wahrscheinlich, warum viele Barkeeper die Zitrone in diesem Drink einfach weglassen. Aber auch, wenn man sie am Ende (je nach Säure der Orangen) nicht klar herausschmeckt – die Säure-Note fehlt dem Tequila Sunrise ohne sie, weil die Grenadine das Cocktail-Rezept in einen Sumpf der Süße ziehen. Also: Selber saften.

Wie bekomme ich den Sunrise-Effekt hin?

Was dem Tequila Sunrise seinen Namen gibt, ist die Farbe: Unten rot, vom dicken Grenadine-Sirup, oben gelb vom Orangensaft. Diesen Farb-Effekt ereicht man, indem man die Grenadine erst ganz am Ende hinzufügt, dann rutscht sie ganz von selbst nach unten ins Glas. Gerade bei frischgepresstem O-Saft haben wir aber festgestellt, dass sie „hängenbleibt“. Um das zu vermeiden, schüttet die Grenadine über einen oben herausstehenden Eiswürfel ins Glas. Das hilft dabei, dass sie sich unten absetzt.

Eiswürfel oder Crushed Ice im Tequila Sunrise?

Das hat sich gereimt und wir schämen uns nicht dafür. Wofür man sich schon schämen sollte: Crushed Ice-Cocktails. Dass das Sofort-Schmelz-Eis aus den Wir-machen-alles-wie-immer-nur-in-dumm-90ern noch heute seinen Weg in so viele Gläster von Tequila Sunrise findet ist einfach nur schrecklich und bringt dem Drink absolut nichts. Wir raten euch: nehmt Eiswürfel!

Crushed Ice verwässert Drinks zu schnell - FInger weg.
Crushed Ice verwässert Drinks zu schnell – FInger weg.

Und auch, wenn die meisten Rezepte raten, den Cocktail im Glas zu bauen: Shaket ihn und benutzt im Glas selbst frisches Eis, nachdem ihr den Orangensaft und den Tequila runtergekühlt habt. Ein Tequila Sunrise hat vergleichsweise viel Volumen, der Gast hängt also sehr wahrscheinlich eine Weile am Glas. Damit sein Drink in der Zeit nicht verwässert, ist der Eiswechsel enorm hilfreich.

In welches Glas kommt der Tequila Sunrise?

Offiziell ist er ein Highball, kommt also in ein hohes Longdrink-Glas. Geschmacklich macht es aber wenig Unterschied, ob ihr ihn jetzt im Tumbler, im Eimer oder eben im Highball-Becher anrührt. Am besten sieht er wegen des Sonnenaufgang-Effekts aber im Hurricane-Glas aus, wovon ihr euch im Bild oben selbst überzeugen könnt.

Mixt ihr euch den Tequila Sunrise mit Rum, erhaltet ihr übrigens einen Carribean Sunrise. Der Effekt ist derselbe und auch durchschnittlichen Rum schmeckt man in der ganzen Frucht nicht raus. Aber der Drink wirkt durch die Gewissheit, dass man gerade Rum trinkt einfach karibischer, urlaubiger und piratiger.

JohannTrasch

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