Cocktailbart » Cocktails » Cocktails mit Tequila » Margarita – so mixt ihr die Königin der Cocktails!

Margarita – so mixt ihr die Königin der Cocktails!

Ein leckerer Margarita-Cocktail mit Salzrand. Quelle: Fotolia.com © tarikkaanmuslu
Ein leckerer Margarita-Cocktail mit Salzrand. Quelle: Fotolia.com © tarikkaanmuslu

Margarita, die kennt man in Deutschland normalerweise aus genau zwei Bereichen: Zum einen gibt es im Leben jeder Sitcom früher oder später die Folge mit dem Margarita-Montag, an dem sich ein Haufen Mittdreißiger im Büro mit grüner Plörre aus einer obskuren Maschine die Kante geben. Zum anderen existiert genau diese obskure Maschine in jeder All-Inclusive-Anlage von Bottrop bis Ballermann. Und dann probiert man halt mal – und bleibt dabei. Weil diese Margarita so fruchtig. säuerlich, süß und lecker ist. Und so süffig.

Süffig ist auch die „echte“ Margarita, der klassische Cocktail. Aber anders als erwartet, ist sie absolut nichts zum „mal eben im Büro drei bis vier davon reinsüffeln“. Sie umgarnt euch mit wohltuender Frische und ihrer Fruchtigkeit und kickt euch dann von hinten gegen den Kopf – spätestens am nächsten Morgen. Denn trotz der Süffigkeit besteht eine Margarita zu 60 Prozent aus blankem Tequila, nur 20 Prozent der Zutaten sind alkoholfrei. Von den Grundzutaten her ist sie – wie der Daiquiri – ein ganz klassischer Sour. Nur, dass der Zuckersirup durch Orangenlikör ersetzt wurde.

Das perfekte Rezept für Margarita

  • 6 cl Tequila
  • 2 cl Triple Sec
  • 2 cl Zitronensaft

Alle Zutaten auf Eis shaken, bis euch die arme müde werden. Den Rand eines eisgekühlten Margarita-Glases mit einer Scheibe Zitrone anfeuchten und anschließend in einen Teller Salz drücken, sodass ein Rand entsteht. Jetzt die Margarita doppelt ins Glas abseihen. Trinken!

Die Story hinter der Margarita

Der genau Ursprung der Margarita ist unklar. Sicher ist nur: Sie entstand in den 30er Jahren und wurde 1937 von einem britschen Barkeeper in einer Rezeptsammlung zum ersten Mal erwähnt. Allerdings hatte sie da ihren Namen noch nicht. Den bekam sie erst später, als der Tequila-Hersteller José Cuervo damit warb. Als dann 1953 der Esquire die Margarita zum „Drink des Monats“ erklärte, trat sie ihren Siegeszug um die Welt an und setzte sich von da an vor allem in den USA als Sinnbild für Urlaub und vor allem Urlaub in Mexico durch.

Die richtige Füllmenge, das richtige Glas

Margarita-Gläser haben Stil, aber die hat nun mal nicht jeder daheim – deshalb tut’s auch ein Tumbler oder ein kleines Wasserglas. Wenn ihr ein Margarita-Glas gut füllen wollt, solltet ihr aber die doppelte Menge einplanen. Und da wird’s dann schon heftig, weil ihr euch so zwei Cocktails auf einmal reinschüttet. Entsprechend wichtig ist es, dass ihr den Cocktail mit genügend Schmelzwasser versorgt. Entweder lasst ihr ihn nach dem Shaken kurz ein Minütchen stehen oder ihr lasst das Eis vorher fünf bis zehn Minuten anwärmen, damit es genug Wasser abgibt. Tut ihr das nicht, setzt spätestens nach dem zweiten Drink der Fondue-Effekt ein: Erst glaubt ihr, ihr könntet das Zeug ewig so weitertrinken und plötzlich seid ihr hackeprall.

Der richtige Tequila

Auch wenn Tequila in Deutschland eher einen Ruf als Schluckspirituose weg hat, nehmt nicht den billigsten vom Discounter. Mit dem El Jimador gibt’s einen brauchbaren Tequila für weniger als 20 Euro in blanco und reposado. Sprich, in weiß und leicht gelagert. Wir setzen für unsere Margarita auf einen dunklen, der bringt ein wenig Charakter mit rein und ergänzt sich später besser mit dem Salzrand. Experimentierfreudige Homemixer können sich auch einen Mezcal schnappen und das Cocktail-Rezept damit zusammenbasteln. Damit hat er nicht mehr diese absolutistische Sommerfrische, die man von einer Margarita erwartet, aber er wird dafür ein gutes Stück spannender.

Der richtige Orangenlikör

Wir geben’s zu: Egal ob Bols Triple Sec, Cointreau oder Grand Marnier – wir merkten in unserem Drink keinen großen Unterschied in Sachen Qualität und Geschmack. Wohlgemerkt: Man kann den Orangenlikör deswegen noch lange nicht einfach durch Zuckersirup ersetzen. Man merkt durchaus die Orange in der Margarita. Aber eben nicht so prägnant, dass wir den Urheber dieser Geschmacksnote jetzt blind zuordnen könnten. Nehmt dafür also einfach, was ihr daheim habt – und wenn ihr gar keinen davon daheim habt, bietet der Bols Triple Sec wohl das beste Preis-/Leistungs-Verhältnis. Nur vom Blue Curaçao solltet ihr die Finger lassen, sonst bekommt ihr einen blauen Drink.

Zitronen- oder Limettensaft?

Am Ende bleibt es eine Geschmacksfrage, was man benutzt, aber die meisten Barkeeper greifen zur Limette. Sie ist säuerlicher, intensiver, sommerlicher. Vor allem in Kombination mit gelagerten Tequilas bringt die starke Säure aber einen Fehlton in den Cocktail – finden zumindest wir und setzen deshalb auf Zitronensaft inklusive Zitronenzeste als zusätzliche Garnitur. Auch mit dem Salzrand tut sich die Limette ein wenig schwer, der Kontrast wird etwas zu heftig. Apropos:

Der Salzrand für die Margarita

Salz am Glasrand setzt nicht nur einen schönen Kontrastpunkt zur Säure und Fruchtigkeit des Cocktails, sondern sieht auch schick aus. Und sind wir mal ehrlich: Wenn ihr eine Margarita ohne Salz-Crusta serviert, gibt es unter Garantie traurig nach unten gezogene Mundwinkel. Wir greifen im Test besonders gerne zu geräuchertem Salz: Das verleiht dem Cocktail zusätzliche Tiefe, macht ihn zum fantastischen Begleiter für jedes BBQ-Gericht und hat bei praktisch Null Zusatz-Aufwand einen kleinen WoW-Faktor. Wer auf Rauch keinen Bock hat, für den bringen Murray River-Salzflocken optisch einen tollen Effekt und eine spannende Konsistenz.

Ihr möchtet eure Margarita genauso mixen wie wir? Dann bestellt euch El Jimador Reposado * und Dänisches Rauchsalz 250g (kaltgeräuchert) von Azafran® * auf Amazon.de! (Mit einem * markierte Links sind Affiliate-Links aus dem Amazon-Partnerprogramm. Benutzt ihr diese für euren Einkauf, erhalten wir dafür eine kleine Provision.)

JohannTrasch

Kommentar hinzufügen

Klicke hier um einen Kommentar hinzuzufügen