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Royal Bermuda Yacht Club – das Cocktail-Rezept für den Tiki-Daiquiri

Die Hauptzutaten für den Royal Bermuda Yacht Club Cocktail sind Rum und Falernum, der ihm auch die gelbe Farbe spendiert.
Rezept für den Royal Bermuda Yacht Club

Das Rezept für den Royal Bermuda Yacht Club

  • 6 cl Rum (bevorzugt Barbados Rum)
  • 3 cl Limettensaft
  • 1,5 cl Falernum
  • 0,5 cl Triple Sec
  • 3 Dashes Angostura Bitters

Alle Zutaten zusammen in einen Shaker voller Eis geben und ordentlich shaken. Anschließend in eine vorgekühlte Coupette oder ein Martiniglas abseihen. Mit einer Limettenzeste die Oberfläche des Drinks abspritzen (mit der Schale zum Drink einfach knicken). Trinken.

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Es gibt Tiki-Drinks wie den Mai Tai oder den Zombie, von denen die meisten Leute gar nicht wissen, dass es überhaupt Tiki-Cocktails sind. Es gibt Tiki-Drinks mit besonders exotischen Namen wie Nui Nui oder The Tourmaline Typhoon, die in ausgefallenen Tiki-Mugs serviert werden und ihre Herkunft in die Welt hinausschreien. Und es gibt den Royal Bermuda Yacht Club – einen vergleichsweise simplen Sour ohne viel Schnickschnack. Serviert in einer Coupette oder im Martiniglas, oft sogar ohne Deko. Tiki mit Understatement also? Ja – aber vor allem trotzdem Tiki auf der Zunge. Dafür sorgt die Kombination aus Barbados-Rum und Falernum:

Die Hauptzutaten für den Royal Bermuda Yacht Club Cocktail sind Rum und Falernum, der ihm auch die gelbe Farbe spendiert.

Royal Bermuda Yacht Club

Eine Daiquiri-Variante mit Barbados-Rum und Falernum.
Vorbereitungszeit: 1 minute
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Arbeitszeit: 4 Minuten
Cocktail-Kategorie: Sour, Tiki-Cocktail
Epoche: 20. Jahrhundert
Geschmack: Kräftig, Sauer, Süß

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

  • 6 cl gereifter Rum (bevorzugt Barbados Rum)
  • 3 cl Limettensaft
  • 1,5 cl Falernum
  • 0,5 cl Triple Sec
  • 3 Dashes Angostura Bitters

Zubereitung

  • Alle Zutaten zusammen in einen Shaker voller Eis geben und ordentlich shaken.
  • Anschließend in eine vorgekühlte Coupette oder ein Martiniglas abseihen.
  • Mit einer Limettenzeste die Oberfläche des Drinks abspritzen (mit der Schale zum Drink einfach knicken).
  • Trinken.
Kalorien: 222kcal
Ihr habt den Cocktail nachgemixt?Zeigt uns euren Drink mit @cocktailbart.de oder #cocktailbart!

Das Rezept für den Royal Bermuda Yacht Club

  • 6 cl Rum (bevorzugt Barbados Rum)
  • 3 cl Limettensaft
  • 1,5 cl Falernum
  • 2 Barlöffel Triple Sec
  • 3 Dashes Angostura Bitters

Alle Zutaten zusammen in einen Shaker voller Eis geben und ordentlich shaken. Anschließend in eine vorgekühlte Coupette oder ein Martiniglas abseihen. Mit einer Limettenzeste die Oberfläche des Drinks abspritzen (mit der Schale zum Drink einfach knicken). Trinken.

Die Story hinter dem Yachtclub-Cocktail

Bevor wir uns jetzt den Details des Rezepts zuwenden, dem “Welcher Rum?” und dem “Was is’n Falernum?” beantworten wir erstmal die Meta-Fragen für Cocktail-Nerds. Zum Beispiel: “Wieso heißt’n der so?” Der Royal Bermuda Yacht Club ist benannt nach dem gleichnamigen Yachtclub auf den Bermudas. Der wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von britischen Navy-Offizieren gegründet und besteht bis heute. Das “Royal” verdiente sich der Verein über Prince Albert, den Ehemann der britischen Königin Victoria. Ihr wisst schon, die Dame, wegen der wir vom viktorianischen Zeitalter sprechen. Klingelt nix? Steampunk-Fans hier? Ach, auch egal.

Bekannt geworden ist der Drink durch Victor Bergeron, auch bekannt als Trader Vic und neben Don the Beachcomber wohl DIE Galionsfigur der Tiki-Bewegung in den 50ern und 60ern in den USA. Anders als viele behaupten, hat Vic den Royal Bermuda Yacht Club aber nicht erfunden: Schon einige Jahre, bevor er ihn 1947 in Trader Vic’s Bartender Guide festhielt, fand man den Drink im Cocktail Guide and Ladies Home Companion von Crosby Gaige. Der allerdings mixte seinen Drink gerne auch mal mit Zuckersirup statt Falernum und Brandy statt Triple Sec – was sich Trader Vic in seiner Variante höflichst verbat. Dass Bergeron den Drink deutlich ernster nahm als Gaige brachte ihm dann wohl auch den Ruhm dafür ein. Apropos Ru(h)m – kommen wir zu den Zutaten.

Wieso mixen wir diesen Cocktail genau so und nicht anders?

Wir haben mit diesem Drink relativ lange experimentiert – auch, wenn die Grundzutaten immer gleich sind, gibt es hier Dutzende Rezepte im Netz. Alle mit leicht unterschiedlichen Mengenangaben, mal mit und ohne Cocktail Bitters. Wir haben lange herumexperimentiert und dabei extrem viele Rohrkrepierer gemixt. Anders als beim einfacheren Daiquiri, in dem im Wesentlichen der Rum %3

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, stolzer Familienvater / Texter / Konzepter / Kreativarbeiter bei Tag.

9 Kommentare

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  • Habe den ROYAL BERMUDA YACHT CLUB gestern nach genau diesem Rezept hier gemixt 🙂

    Beim Probieren fehlte mir spontan zunächst die Süße und ich empfand ihn als recht sauer. Komischerweise hatte ich einen viel süßeren Drink erwartet.

    Habe dann mit noch etwas Falernum und Cointreau (in meinem Fall war es Pierre Ferrand Dry Curacao) experimentiert. Zum Schluss dann noch etwas mehr Rum und schon hatte ich einen wahrscheinlich vollkommen anderen, aber sehr leckeren Cocktail! 🙂
    Ich muss dazu sagen, dass ich keinen Barbados Rum hatte und stattdessen auf den GOSLINGS Rum von den Bermudas zurückgegriffen habe. Also alles in allem ein wirklich völlig anderer Drink.

    Er hat mir trotzdem gefallen und ich werde mir den Mount Gay mal mitbestellen und ihn nochmal im Original mixen. Werde dann berichten! 🙂

    Beim Angostura Bitters muss ich den Verfassern auf jeden Fall zustimmen! Auch in meiner Mischung gaben die Bitters dem Drink eine herrliche Tiefe!

    Beste Grüße vom Kapitän_Knaak

    • Hab den Drink auch die Tage nachgemixt und mir war der auch etwas zu sauer! Hab deshalb einen Teelöffel Zuckersirup hinzugefügt, damit war’s dann lecker. Man muss sich auf jeden Fall erst an die Säure gewonnen, wenn man sonst eher Daiquiris und Co. gewohnt ist. 😀
      Etwas mehr Falernum ist aber sicherlich auch eine Option, das probiere ich beim nächsten Mal. Hab den von Revolte, möglicherweise ist der ja auch weniger süß als andere.

      • Revolte ist auf jeden Fall würziger als süß, ich würde da tatsächlich auch dazu tendieren, 0,5 bis 1 cl mehr mit reinzugeben. Wobei er dann eventuell fast schon etwas intensiv durchkommen wird – was mich jetzt aber nicht stören würde, ich mag ihn 🙂

  • Hi Captain,

    danke für’s Feedback, freut mich, wenn du Spaß mit dem Drink hattest, auch wenn das Rezept für dich nicht ganz so funktioniert :). Unsere Variante oben könnte für den ein oder anderen tatsächlich etwas zu sauer sein, da dürfte auch der Rum nicht allzu viel ändern – grade leider keinen Gosling’s da für den Gegencheck :). Eventuell hattest du auch besonders intensive Limetten? Die sind ja gern mal tagesformabhängig. So oder so freue ich mich auf dein Ergebnis mit dem Barbados!

    Liebe Grüße
    Johann

    • Heute zweiter Versuch …nicht mit dem Mount Gay, dafür mit dem PLANTATION BARBADOS 5 YEARS.
      Furchtbar lecker! 🙂 – und heute auch nicht zu sauer! 🙂

      Ich finde den Bitter Truth Golden Falernum übrigens wirklich gut. Der ist im Vergleich zum Velvet Falernum echt mal ganz besonders anders!

      LG vom Kapitän

      • …wie wäre es übrigens mal mit einer Verkostung (+ Rezeptvorschläge) des leider leckeren STIGGINS’ FANCY PLANTATION PINEAPPLEß!? 🙂

        • Jap, ich bin auch ein großer Fan des Bitter Truth Falernum. Diese pur sehr weihnachtliche Note macht in den Tikis doch irre viel aus. Zum Plantation Pineapple: Steht auf der Longlist – aber da stehen auch noch irre viele andere gute Sachen :/. In den nächsten Monaten sehe ich für diesen Rum also leider schwarz. Dafür werden die nächsten Wochen generell recht rumlastig – und ein paar andere Plantation Rums haben wir da auch noch auf der Kette 🙂

  • Vielen Dank mal wieder für das Rezept, ihr habt wirklich einen der besten Blogs zum Thema, man schämt sich ja mittlerweile fast für all die tollen Tips die man hier gratis bekommt. Ich habe diesen fantastischen Drink mit drei verschiedenen Rumsorten ausprobiert, und was soll ich sagen, es hat jedesmal besser geschmeckt. Ob das am Rum lag, oder an der zunehmenden guten Laune, müssen andere ausprobieren (evtl. die Reihenfolge mal von hinten versuchen).

    1. Doorly´s XO
    2. Cuate 06
    3. Flor de Cana, Centenario 12

    • Servus Gerd,

      schämen muss man sich hier für nix – wir haben ja jede Menge Spaß hieran und es ist jetzt nicht so, dass es sich gar nicht für uns auszahlt 🙂 Die Rum-Auswahl klingt spannend, wenn wir die Gelegenheit haben, probieren wir die auf jeden Fall mal in einem RBYC aus!

      LG
      Johann