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Gin Basil Smash: Gin + Basilikum + Zitrone = Wahnsinns-Cocktail

Ein Gin Basil Smash aus Basilikum, Gin und Zuckersirup.
Ein Gin Basil Smash aus Basilikum, Gin und Zuckersirup.
Rezept für den Gin Basil Smash
  • 6 cl Gin
  • 3 cl Zitronensaft
  • Eine Handvoll Basilikum (inklusive Stiele)
  • 2 cl Zuckersirup

Basilikum mit Zitronensaft und Zuckersirup mit einem Stößel andrücken (richtig doll – Basilikum wird im Gegensatz zu Minze nicht bitter), dann Gin drauf und Eis hinterher. Kräftig shaken. Doppelt abseihen in einen Tumbler voller frischer Eiswürfel. Mit Basilikumblatt garnieren. Trinken.

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Der Gin Basil Smash ist ein Cocktail aus Basilikum, Zitronensaft, Gin und Zuckersirup. Da kommt jetzt kein großes Geheimnis mehr nach, keine speziellen Bitters, keine Banana Infused Wodka, keine Wermut-Sorte, die eigentlich seit 1987 nicht mehr hergestellt wird. Simpelste Zutaten, simple Zubereitung, simple Idee: guter Gin, frisches Gemüse, bisschen Zucker. Lecker, fertig, Stößchen. Was diesen Drink – zumindest für Theoretiker, Barflys und Cocktail-Künstler – so spannend macht, ist sein Alter: Er wurde erst 2008 erfunden. Zu einer Zeit, als eigentlich alle „einfachen“ Cocktails schon seit mindestens 50 Jahren existierten.

Die Geschichte hinter dem Gin Basil Smash

Erfunden hat den Gin Basil Smash der Hamburger Bartender Jörg Meyer. Für alle, denen das nichts sagt: Wenn man fünf deutsche Barkeer kennt, kennt man normalerweise auch diesen. Ihm gehören sowohl das bekannte Le Lion als auch die Boilermann Bar(s), außerdem berät er Hotels bei der passenden Einrichtung und Konzeption ihrer Bars. Darüber redet er dann auf Facebook, Twitter, Instagram und seinem eigenen Podcast. Und obwohl der Mann das Social Media Game versteht, ist er doch hinter der Bar zu Hause – und erdenkt dort Drinks wie den Gin Basil Smash: Nach dem Genuss sehr vieler Whisky Smashes (im Prinzip ein Whisky Sour, in dem die Zitrone mit Minze gemuddelt wird) kam er darauf, das mal mit Gin und Basilikum zu probieren – und Bäm, moderner Klassiker.

Der Gin Basil Smash mit Rutte Celery Gin wie er in seiner Heimat, dem Le Lion serviert wird.
Der Gin Basil Smash mit Rutte Celery Gin – in seiner Heimat, dem Le Lion – wird er dergestalt als Celery Basil Smash serviert.

Diese Story ist so simpel und das Cocktail-Rezept dazu von solch einer angenehmen Schlichtheit, dass man dazu eigentlich gar nicht mehr viel sagen muss – obwohl man vielleicht noch drüber reden will. Im Mixology-Magazin uferte das vor geraumer Zeit in einem vielleicht zu ausführlichen Herkunftsartikel aus, in dessen Kommentarspalte sich dann sogar Jörg Meyer und die Redakteure angifteten. Verstehen wir nicht. Denn die einzig, wirklich wichtige Info, die wir aus der Entstehung des Gin Basil Smash ziehen können ist folgende: Die Genialität des Simplen ist noch lange nicht ausgeschöpft – und da draußen warten vielleicht noch Dutzende Hammer-Cocktails aus zwei bis vier Zutaten darauf, zum ersten Mal gemixt zu werden. Voll schön. Wenn man sich nur für einen von Drölf Dutzend Gins im Drink entscheiden könnte.

Das perfekte Rezept für den Gin Basil Smash

  • 6 cl Gin
  • 3 cl Zitronensaft
  • Eine Handvoll Basilikum (inklusive Stiele)
  • 2 cl Zuckersirup

Basilikum mit Zitronensaft und Zuckersirup mit einem Stößel andrücken (richtig doll – Basilikum wird im Gegensatz zu Minze nicht bitter), dann Gin drauf und Eis hinterher. Kräftig shaken. Doppelt abseihen in einen Tumbler voller frischer Eiswürfel. Mit Basilikumblatt garnieren. Trinken.

Der optimale Gin für diesen Cocktail

Der Gin ist – neben dem Basilikum – die Hauptzutat hier. Er ist der wichtigste Aromageber und deshalb solltet ihr die Gins für euren Basil Smash so wählen, das sie euch auch schmecken. Wenn ihr da generell relativ offen seid, nehmt einen angenehmen leichten Gin zum Start, etwa einen Tanqueray No. 10 oder – falls ihr gerade auf einer Studentenparty steht, wenn ihr diesen Artikel lest – einen Gordon’s, und mixt euren ersten Gin Basil Smash damit. So könnt ihr euch geschmacklich einsortieren und nach der für euch besten Wahl für ausgefallenere Gins nachgrübeln.

Weil die Basilikum-Note sehr prägnant ist, könnt ihr auch einen sehr aromatischen Gin wie den Niemand, einen Zitrus-Kracher wie den Malfy Gin oder ein Wacholdermonster Marke Juniper Jack einsetzen. Besonders spannende (und authentische) Ergebnisse liefert der Rutte Dry Gin. Im Le Lion setzt man auch auf  den Rutte Celery Gin, mit fein eingearbeiteter Sellerie-Note – ein Wahnsinnsdrink namens Celery Basil Smash, den man probiert haben muss.

Basilikum und Zitrone für den Gin Basil Smash

In einer frühen Version dieses Artikels setzten wir auf eine halbe Zitrone, die wir zusammen mit dem Basilikum gemuddelt haben. Das bringt zwar ein durchaus aromatisches Ergebnis, aber auch eine unberechenbare Menge an Zitronensaft, die auch die feinen Aromen aus der Schale nicht ausgleichen können. Ziemlich genau zwei Jahre nach der Erstveröffentlichung dieses Artikels arbeiten wir praktisch ausschließlich mit dem Saft der Zitrone und stellen im direkten Vergleich auch keinen Qualitätsnachteil zur Variante mit der angedrückten Zitrone fest.

Beim Basilikum gibt es relativ große Unterschiede in der Auswahl und Qualität – aber in der Praxis werden 99 Prozent von euch genau die eine Sorte Basilikum nehmen, die es im Supermarkt eben gibt. Das ist okay, das machen wir ehrlich gesagt nicht anders (weswegen wir in Sachen Kräuter unser Maul auch nicht zu weit aufreißen wollen). Aber wer sich ein bisschen tiefer einlesen will, findet in diesem Artikel über Kräuter in Cocktails einen sehr schönen Startpunkt. Wichtig beim Zerdrücken des Basilikums mit dem Stößel: Stengel mit in den Shaker. Die geben die Farbe.

Der Basil Syrup für den Gin Basil Highball

Der Gin Basil Smash ist trotz einfacher Rezeptur ein aufwendiger Drink – weswegen sein Erfinder in der komplett auf Highball-Drinks ausgelegten  Boilermann Bars mit einem Basilikum-Sirup arbeitet. Natürlich keinem gekauften – das Team macht den Sirup jeden Tag frisch, aus frischem Basilikum, Zuckersirup und frischem Zitronensaft. Das Ergebnis ist ein Gin Basil Highball, der insgesamt etwas simpler daherkommt, dafür frischer und leichter schmeckt und außerdem simpler herzustellen ist.

Varianten des Drinks

Jörg Meyer serviert den Gin Basil Smash im Le Lion in einem klassischen Tumbler  in der Boilermann Bar als Highball wie oben im Video zu sehen. Andere mixen ihn mit Limettensaft oder als Martini-Variante mit einem Schuss Wermut. Was wir daraus lernen: Der Gin Basil Smash ist – wie viele vergleichsweise schlichte Cocktails – das, was man am Ende des Tages daraus macht. So sind zum Beispiel durchaus auch Shortdrink-Varianten im Tumbler ganz ohne Eiswürfel denkbar.

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JohannTrasch

4 Kommentare

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Ich stimme zu.

  • Im Video sehe ich den normalen Rutte Dry Gin, nicht den Rutte Celery.

    Auch wurden aus 6cl GIN 7cl.

    Und Basilikum wurde vorher trocken gestößelt und nicht gemeinsam mit Zitronensaft oder gar gemeinsam mit Zitronensaft und Zuckersirup.

    How to do it right?

    • Da haben sich wohl einige Ungereimtheiten eingeschlichen – danke für’s Aufpassen. Der Reihe nach:

      1. Unser Fehler – die Variante mit Celery Gin wird im Le Lion als Celery Basil Smash gemixt – für den „normalen“ Gin Basil Smash, kommt wohl auch der normale Rutte ins Glas.

      2. „6 cl sind das Rezept, 7 cl sind Liebe.“ Ganz eindeutig lieben wir unsere Leser nicht 🙂 Aber im Ernst: Das hängt ein wenig davon ab, wie kräftig du und deine Gäste den Drink mögen. Wir haben auf Cocktailbart die Erfahrung gemacht, das die meisten Leser die milderen Varianten schätzen.

      3. Ein Geständnis: Haben wir nicht drauf geachtet. Irgendwann haben wir mal gelernt, dass man in der Flüssigkeit muddelt, damit die direkt die Aromen aufnimmt und das nie wieder hinterfragt. Im Zweifel orientier dich an Herrn Meyer, der macht das im Gegensatz zu uns beruflich 🙂

  • Ausprobiert und für gut befunden. Im Anschluss ein wenig experimentiert: etwas weniger Zitronensaft und dafür Limettenstücke mit gemuddelt, brauner Kandiszucker statt Zuckersirup und ein klein wenig Sichuanpfeffer dazu. Als Gin der Suntory Roku Gin.

    Verleiht dem Drink eine interessante, leicht schärfere Art. Hatte irgendwie das Bedürfnis, mit einer Limettenhälfte und etwas Basilikum eine Insel im Glas zu bauen.

    Danke für das Rezept! Wäre von allein nicht auf Basilikum als Zutat gekommen.