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Gin Basil Smash: Gin + Basilikum + Zitrone = Wahnsinns-Cocktail

Ein Gin Basil Smash aus Basilikum, Gin und Zuckersirup.
Ein Gin Basil Smash aus Basilikum, Gin und Zuckersirup.
Rezept für den Gin Basil Smash
  • 6 cl Gin
  • 3 cl Zitronensaft
  • Eine Handvoll Basilikum (inklusive Stiele)
  • 2 cl Zuckersirup

Basilikum inklusive Stängeln mit Zitronensaft und Zuckersirup mit einem Stößel andrücken (richtig doll – Basilikum wird im Gegensatz zu Minze nicht bitter), dann Gin drauf und Eis hinterher. Kräftig shaken. Doppelt abseihen in einen Tumbler voller frischer Eiswürfel. Mit Basilikumblatt garnieren. Trinken.

Die Einkaufsliste

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Der Gin Basil Smash ist ein Cocktail aus Basilikum, Zitronensaft, Gin und Zuckersirup. Da kommt jetzt kein großes Geheimnis mehr nach, keine speziellen Bitters, kein Banana Infused Wodka, keine Wermut-Sorte, die eigentlich seit 1987 nicht mehr hergestellt wird. Simpelste Zutaten, simple Zubereitung, simple Idee: guter Gin, frisches Gemüse, bisschen Zucker. Lecker, fertig, Stößchen. Was diesen Drink – zumindest für Theoretiker, Barflys und Cocktail-Künstler – so spannend macht, ist sein Alter: Er wurde erst 2008 erfunden. Zu einer Zeit, als manch einer schon meinte, alle „einfachen“ Cocktails existierten schon seit mindestens 50 Jahren.

Ein Gin Basil Smash aus Basilikum, Gin und Zuckersirup.

Gin Basil Smash

Der modernste Cocktail-Klassiker wo gibt.
4.7 aus 3 Bewertungen
Vorbereitungszeit: 2 Minuten
Zubereitungszeit: 3 Minuten
Arbeitszeit: 5 Minuten
Cocktail-Kategorie: Smash, Sour
Epoche: Modern
Geschmack: Frisch, Kräutrig, Sauer

Glas & Barwerkzeuge

Zutaten

  • 6 cl Gin
  • 3 cl Zitronensaft
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 2 cl Zuckersirup

Zubereitung

  • Basilikum inklusive Stängeln mit Zitronensaft und Zuckersirup mit einem Stößel andrücken.
  • Gin draufgießen und Eis in den Shaker geben.
  • Kräftig shaken, etwa 15 Sekunden lang.
  • Doppelt abseihen in einen Tumbler mit frischem Eis.
  • Mit Basilikumblatt garnieren.
  • Trinken.
Kalorien: 201kcal
Ihr habt den Cocktail nachgemixt?Zeigt uns euren Drink mit @therealcocktailbart oder #cocktailbart!

Die Geschichte hinter dem Gin Basil Smash

Erfunden hat den Gin Basil Smash der Hamburger Bartender und Barbetreiber Jörg Meyer, bekannt aus dem Le Lion und über seine diversen Social Media-Kanäle und Side-Hustles. Nach dem Genuss sehr vieler Whisky Smashes (im Prinzip ein Whisky Sour, in dem die Zitrone mit Minze gemuddelt wird) kam er darauf, das mal mit Gin und Basilikum zu probieren. Bäm, moderner Klassiker.  2020 landete das Ding zum ersten Mal in den Top 10 der Topp 100 Cocktails von Difford’s Guide, 2022 ist es auf Platz 5. Krasse Kurve.

Der Gin Basil Smash mit Rutte Celery Gin wie er in seiner Heimat, dem Le Lion serviert wird.
Der Gin Basil Smash mit Rutte Celery Gin – in seiner Heimat, dem Le Lion – wird er dergestalt als Celery Basil Smash serviert.

Diese Story ist so simpel und das Cocktail-Rezept dazu von solch einer angenehmen Schlichtheit, dass man dazu eigentlich gar nicht mehr viel sagen muss (aber durchaus kann, ohne zu langweilen, wie die Kollegen von Mixology beweisen). Denn die einzig wirklich wichtige Info, die wir aus der Entstehung dieses Cocktails ziehen können ist folgende: Die Genialität des Simplen ist noch lange nicht ausgeschöpft – und da draußen warten vielleicht noch Dutzende Hammer-Cocktails aus zwei bis vier Zutaten darauf, zum ersten Mal gemixt zu werden. Voll schön. Wenn man sich nur für einen von Drölf Dutzend Gins im Drink entscheiden könnte.

Der optimale Gin für diesen Cocktail

Der Gin ist – neben dem Basilikum – die Hauptzutat hier. Er ist der wichtigste Aromageber und deshalb solltet ihr die Gins für euren Basil Smash so wählen, das sie euch auch schmecken. Wenn ihr da generell relativ offen seid, nehmt einen angenehmen, leichten Gin zum Start, etwa einen Tanqueray No. 10 oder – falls ihr gerade auf einer Studentenparty steht, wenn ihr diesen Artikel lest – einen Gordon’s (freilich nicht so fein, aber für eine Geschmacks-Kalibrierung durchaus akzeptabel), und mixt euren ersten Gin Basil Smash damit. So könnt ihr euch geschmacklich einsortieren und anschließend über die für euch beste Wahl eines ausgefallenere Gins nachgrübeln.

Weil die Basilikum-Note sehr prägnant ist, könnt ihr auch einen sehr aromatischen Gin wie den Niemand, einen Zitrus-Kracher wie den Malfy Gin oder ein Wacholdermonster Marke Juniper Jack einsetzen. Besonders spannende (und authentische) Ergebnisse liefert der Rutte Dry Gin. Im Le Lion setzt man auch auf  den Rutte Celery Gin, mit fein eingearbeiteter Sellerie-Note – ein Wahnsinnsdrink namens Celery Basil Smash, den man probiert haben muss.

Basilikum und Zitrone für den Gin Basil Smash

Zitronensaft? Immer, wirklich immer frisch. Beim Basilikum gibt es relativ große Unterschiede in der Auswahl und Qualität – aber in der Praxis werden 99 Prozent von euch genau die eine Sorte Basilikum nehmen, die es im Supermarkt eben gibt. Das ist okay, das machen wir  nicht anders (weswegen wir in Sachen Kräuter unsere Klappe auch nicht zu weit aufreißen wollen). Wichtig beim Zerdrücken des Basilikums mit dem Stößel: Stängel mit rein. Die geben die Farbe.

Der Basil Sirup für den Gin Basil Highball

Der Gin Basil Smash ist trotz einfacher Rezeptur ein aufwendiger Drink – weswegen sein Erfinder in der komplett auf Highball-Drinks ausgelegten Boilermann Bars mit einem Basilikum-Sirup arbeitet. Natürlich keinem gekauften – das Team macht den Sirup jeden Tag frisch, aus frischem Basilikum, Zuckersirup und frischem Zitronensaft. Das Ergebnis ist ein Gin Basil Highball, der insgesamt weniger intensiv im Geschmack daherkommt, dafür frischer, spritziger und leichter – außerdem lässt sich dieser Drink mit vorbereitetem Sirup tatsächlich innerhalb von Sekunden direkt im Glas bauen.

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Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

14 Kommentare

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  • Im Video sehe ich den normalen Rutte Dry Gin, nicht den Rutte Celery.

    Auch wurden aus 6cl GIN 7cl.

    Und Basilikum wurde vorher trocken gestößelt und nicht gemeinsam mit Zitronensaft oder gar gemeinsam mit Zitronensaft und Zuckersirup.

    How to do it right?

    • Da haben sich wohl einige Ungereimtheiten eingeschlichen – danke für’s Aufpassen. Der Reihe nach:

      1. Unser Fehler – die Variante mit Celery Gin wird im Le Lion als Celery Basil Smash gemixt – für den „normalen“ Gin Basil Smash, kommt wohl auch der normale Rutte ins Glas.

      2. „6 cl sind das Rezept, 7 cl sind Liebe.“ Ganz eindeutig lieben wir unsere Leser nicht 🙂 Aber im Ernst: Das hängt ein wenig davon ab, wie kräftig du und deine Gäste den Drink mögen. Wir haben auf Cocktailbart die Erfahrung gemacht, das die meisten Leser die milderen Varianten schätzen.

      3. Ein Geständnis: Haben wir nicht drauf geachtet. Irgendwann haben wir mal gelernt, dass man in der Flüssigkeit muddelt, damit die direkt die Aromen aufnimmt und das nie wieder hinterfragt. Im Zweifel orientier dich an Herrn Meyer, der macht das im Gegensatz zu uns beruflich 🙂

  • Ausprobiert und für gut befunden. Im Anschluss ein wenig experimentiert: etwas weniger Zitronensaft und dafür Limettenstücke mit gemuddelt, brauner Kandiszucker statt Zuckersirup und ein klein wenig Sichuanpfeffer dazu. Als Gin der Suntory Roku Gin.

    Verleiht dem Drink eine interessante, leicht schärfere Art. Hatte irgendwie das Bedürfnis, mit einer Limettenhälfte und etwas Basilikum eine Insel im Glas zu bauen.

    Danke für das Rezept! Wäre von allein nicht auf Basilikum als Zutat gekommen.

    • Die Idee mit dem Pfeffer ist gut. Ich mag Pfeffer und der GBS ist eh ein würzig frischer Drink. ich denke, der Pfeffer gibt ihm den letzten Kick. Danke für den Tipp 🙂

  • Sehr, sehr lecker! Kenne den Drink ähnlich aus dem Berliner Hotel Nhow mit Tabasco. Da schmeckte er nur jeden Abend anders, weil die Jungs hinter der Bar meinten nicht abmessen zu müssen?
    Großes Lob an Euch für diesen tollen Blog. Ihr habt eine sehr unterhaltsame Art zu schreiben?

    • Danke für das schöne Lob 🙂

      Tabasco im Basil Smash klingt crazy, aber auch richtig spannend – einfach mit ins Rezept oder als superfeuriges Topping?

      • Also beim Nachbauen haben wir’s einfach mit in den Shaker getan. Es gab aber noch einen Zusatz, an den ich eben erinnert werden musste, und zwar Blue Curacao.

        • Jetzt wird’s freaky bis an die Grenze des Abstrusen. Me likey, wie die jungen Leute sagen. Ich versuch mal, das nachzumixen und geb‘ Bescheid wie’s war 🙂

  • Sehr Lecker.
    Da mich aber die Cocktail gelüste immer spontan zu spätere Stunde erwischen habe ich mal den Basilikum Sirup von Giffard ausprobiert. Dieser ist aber sehr intensiv im Aroma. Daher nehme ich da immer 1cl Zuckersirup und 1cl Basilikumsirup.

  • Wir nehmen Gartenbasilikum – das gibt eine eher rötliche Farbe – und deutlich weniger Zucker, dafür gerne Limetten.
    Unser Drink des Sommers 2020.

  • In der Sirup/Highballvariante aktuell einer meiner Favoriten. Dieses Wochenende mal mit süßem Thaibasilikum aus dem örtlichen Asiamarkt probiert – auch sehr lecker, bringt eine leichte Anisnote mit rein.

  • Habe diesen Cocktail auch mal mit Bobbys Schiedham Dry Gin ausprobiert. Ist mindestens so zitronig wie der T10. Ist dann aber doch ein bisschen zu süß geworden. Der T10 ist besser. Das traurige am Barkeeper- Dasein, das man soviel ausprobieren muss. Ein Fizzelchen, würde sagen 1-2 Cl Wasser tun dem Cocktail aus meiner Sicht sehr gut. Das Basilikum kommt dadurch stärker raus, weil es dann nicht soviel Konkurrenz von den anderen Zutaten hat und ein bisschen freier auf der Zunge „schwingt“.