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Ghost Knife – Der Martini, den Cocktailbart wirklich trinkt

Ein Ghost Knife mit Gin, Sherry, Mezcal, Rum und mehr.
Ein Ghost Knife mit Gin, Sherry, Mezcal, Rum und mehr.
Rezept für den Ghost Knife

Ghost Knife

  • 4,5 cl Gin
  • 1,5 cl Overproof White Rum
  • 1,5 cl Mezcal
  • 1,5 cl Manzanilla Sherry
  • 3 Dashes Celery Bitters
  • 3 Tropfen Salzlösung

Alle Zutaten zusammen auf Eis rühren. In eine gefrostete Coupette abseihen. Mit einer Silberzwiebel garnieren. Trinken.

Die Einkaufsliste

Die Amazon.de-Einkaufsliste für den Ghost Knife

(Mit einem * markierte Links sind Affiliate-Links aus dem Amazon-Partnerprogramm. Benutzt ihr diese für euren Einkauf, erhalten wir dafür eine kleine Provision.)

Der einzige Drink, von dem wir auf cocktailbart.de mehr Varianten ver-artikelt haben als vom Old Fashioned, ist der Martini. Beide steinalt und geprägt davon, wie grotesk simpel sie eigentlich sind. Denn so ein Martini, der ist eigentlich einfach nur Gin mit Wermut. Gut, manchmal mit Wodka, gelegentlich mit Olive, selten mit Silberzwiebel und an besonders ausgefallenen Tagen mit Sake. Die Sache ist die: das grundsätzliche Template aus klarerer Spirituose mit aufgespritetem Wein (sprich: Wermut, Sherry oder Port)  ist so brillant, dass es mit fast allem funktioniert, solange man hochwertige Zutaten benutzt. Was zur Folge hat, dass, unbemerkt von uns selbst, ein ganz bestimmter Martini zu unserer Lieblings-Variante wurde. Eine Variante mit … fast allem.

Die Story hinter dem Ghost Knife

Vorweg: den Namen haben wir uns im Zuge unserer Cocktails von der KI-Recherche von einer Künstlichen Intelligenz ausspucken lassen und fanden ihn passend. Durchsichtig und gefährlich ist unser nicht mehr ganz so heimlicher Lieblingsmartini nämlich absolut. Wir können nicht mehr ganz zurückverfolgen, wie er entstanden ist oder wann innerhalb der letzten sechs Monate. Irgendwann haben wir schlicht angefangen, unsere ganz privaten Darüber-müssen-wir-nicht-schreiben-Absacker-Martinis mit Manzanilla Sherry zu mixen. Dieser trockene Sherry besitzt eine besondere Kräutrigkeit und leichte Umami-Noten, die wir vor allem bei Dirty Martinis und Gibsons lieben.

Damit fing diese schleichende Entwicklung an. Dann waren da noch all die anderen Sachen, die wir so zum Spaß mit unseren Martinis machen; hier und da ein Barlöffel Mezcal bringt Rauchigkeit und diesen Hauch von Agave in den Martini, das steht ihm gut und passt toll zu einer leichten Salznote. Overproof White Rum oder besser: ein kräftiger weißer Rum mit ausgeprägten Ester-Noten bringt viel Frucht und Funk mit rein. Salz ist seit einiger Zeit unsere geheime Zutat in praktisch allen Martinis (da müssten wir mal ein paar Artikel updaten). Und die Celery Bitters bringen einfach noch so eine gemüsige Frische und Würze mit rein, die gut zum Gesamtpaket passt.

All das sind Dinge, die wir zuerst einzeln immer mal wieder testweise als kleine Add-ons zu ganz normalen Gin-Martinis ausprobiert haben, neben diversen anderen Verrücktheiten. Irgendwann blieben wir dann dabei hängen, unsere Martinis mit genau diesen Zutaten zu mixen – und nach einer Weile hatten wir dann auch das Mischverhältnis, das für uns am besten funktioniert. Und obwohl wir uns im letzten halben Jahr wohl einmal alle zwei Wochen Minimum einen von diesen Bad Boys rausgerührt und reingegönnt haben, haben wir euch nie davon erzählt. Das ändern wir jetzt.

Ein Ghost Knife mit Gin, Sherry, Mezcal, Rum und mehr.

Ghost Knife

Ein Martini für Menschen, die Umami lieben.
Vorbereitungszeit: 1 minute
Zubereitungszeit: 2 Minuten
Arbeitszeit: 3 Minuten
Cocktail-Kategorie: Shortdrink
Epoche: Modern
Geschmack: Kräftig

Zutaten

  • 4,5 cl London Dry Gin
  • 1,5 cl Overproof White Rum
  • 1,5 cl Mezcal
  • 1,5 cl Manzanilla Sherry
  • 3 Spritzer Celery Bitters
  • 3 Tropfen Salzlösung

Zubereitung

  • Alle Zutaten zusammen auf Eis rühren.
  • In eine gefrostete Coupette abseihen.
  • Mit einer Silberzwiebel garnieren.
  • Trinken.
Kalorien: 200kcal
Ihr habt den Cocktail nachgemixt?Zeigt uns euren Drink mit @therealcocktailbart oder #cocktailbart!

WTS – Wer trinkt sowas?

Niemand vernünftiges. Die Kombi ist zugegeben mehr als speziell und schüttet einen Haufen sehr spezieller und kräftiger Aromen ineinander, die sich zwar ergänzen, aber den Gaumen so sehr in Beschlag nehmen, dass da für eine ganze Weile alles andere erstmal irgendwie nach nix schmeckt. Als hätte einem jemand mit dem gustatorischen Megaphon einen Death Metal-Song auf die Zunge gebrüllt. Aber genau deshalb lieben wir diesen Drink so – er ist so kompromisslos individuell und laut, dass da zwischen Liebe und “Hast’e mal einen Bimsstein für meine Zunge?” nicht mehr viel Platz bleibt.

Die richtigen Zutaten für den Ghost Knife

Eben weil der Drink so individuell cocktailbartig ist, halten wir uns an der Stelle nicht groß mit Optionen auf, sondern sagen euch ausnahmsweise schlicht und ergreifend, mit was wir ihn mixen. Weil wir ihn, dadurch, dass er so organisch in unser persönliches Drink-Portfolio gewachsen ist, nie groß mit anderen Zutaten probiert haben.

Beim Rum setzen wir auf Rum Artesanal Burke’s White Rum, der eine gewaltige Ester-Power mit reinbringt – auf eine Art und Weise, für die man andere Rums hier deutlich stärker dosieren müsste. Dann wiederum würde aber wohl der Gin untergehen – in diesem Fall Tanqueray Original, der einfach die richtige Mischung aus Wacholder, Bitter und Klassik mitbringt. Mezcal bringt in den Ghost Knife Rauch, Agave und Mineralität. Dafür funktioniert für uns der Topanito 52% am besten, aber auch der Noble Coyote Mezcal Espadín Tobalá macht da richtig Spaß. Die Salzlösung ist essenziell, wir setzen auf einen Mix aus 10 Teilen Wasser und einem Teil Salz. Alternativ streut ihr eine kleine Prise grobes Steinsalz direkt ins Rührglas.

Bei den Bitters spielen wir auch viel mit den The Bitter Truth Olive Bitters, die den Ghost Knife aber zu sehr erden, zu viel Wärme reinbringen. Celery Bitters brüllen mehr Frische in die Welt, die der Drink braucht. Das gilt auch bei der Garnitur – da sind Zwiebeln den Oliven deutlich überlegen. Und nein: Zitronenzesten funktionieren in dem Fall leider so gar nicht. Dafür mixt euch lieber einen nach wie vor großartigen klassischen Martini aus Gin und Wermut.

Die Amazon.de-Einkaufsliste für den Ghost Knife

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Zuletzt überarbeitet am

Johann

Cocktailbarts Archmage of Content bei Nacht, Familienvater & Texter bei Tag. Lieblings-Drink Martini, Lieblings-Spirituose trotzdem Rum. Wohnt in Franken, kommt aus der Oberpfalz (ist beides in Bayern, tschuldigung). Typischer Satz: "Meinste das wär geiler, wenn man Olivenlake reintut?"

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