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Last Word – der Cocktail-Klassiker mit Gin, Chartreuse und Maraschino

Der Last Word ist ein klassischer Cocktail mit Gin, Maraschino, Chartreuse und Limettensaft.
Der Last Word ist ein klassischer Cocktail mit Gin, Maraschino, Chartreuse und Limettensaft.
Rezept für den Last Word

Das Rezept für den Last Word

  • 2 cl Dry Gin
  • 2 cl Chartreuse Verte
  • 2 cl Maraschino
  • 2 cl Limettensaft

Alle Zutaten zusammen auf Eis shaken und in eine vorgekühlte Coupette abseihen. Trinken.

Die Einkaufsliste

Die Amazon.de-Einkaufsliste für den Last Word

(Mit einem * markierte Links sind Affiliate-Links aus dem Amazon-Partnerprogramm. Benutzt ihr diese für euren Einkauf, erhalten wir dafür eine kleine Provision.)

Gin Tonic, Martini, Gin Fizz und mit etwas Glück ein Negroni: Gefühlt schießen noch immer jeden Tag Dutzende Gins wie Unkraut aus dem Boden, damit sich die Sammler, Fans und Connaisseure die immergleichen drei oder vier (zugegeben großartigen) Drinks damit mixen und/oder in der Bar bestellen können. Dabei kann Gin mehr, auch ohne Zutaten-Overkill Marke Singapore Sling. Der Last Word ist ein klassischer Gin-Drink, der mit gerade einmal vier Zutaten auskommt – und mit seiner ungezügelten Frische und Kraft ganz andere Seiten aufzieht als die Big Four.

Die Geschichte des Last Word

Dieser Drink aus Gin, Maraschino, Chartreuse Verte und Limettensaft brauchte fast ein Jahrhundert Anlauf, um zu echter Bekanntheit zu gelangen. Er ist die Sorte Drink, die im Kino floppt und auf VHS dann zum Kult-Erfolg wird. Na gut, eigentlich floppt er auf dem Kinematograph: Zum ersten Mal findet er sich auf einer Karte des Detroit Athletic Cup im Jahr 1916, drei Jahre vor der Prohibition. Der Club gilt als Geburtsstätte des Drinks, serviert ihn auch während der Prohibition mit selbst zusammengebrautem Bathtub Gin. Erfunden hat ihn aber keiner der örtlichen Bartender,  sondern ein Mann namens Frank Fogarty, ein örtlicher Kleinkünstler.

Nach der Prohibition verschwindet der Drink komplett in der Versenkung, aber das (bis dato nirgendwo veröffentlichte Rezept) gelangt in die Hände des Bartenders Ted Saucier, der es 1951 in seinem Cocktailbuch Bottoms Up! veröffentlicht. Bringt dem Last Word aber auch nichts – keiner will das Ding trinken. Dass man ihn heute wieder vermehrt auf Barkarten findet, verdanken wir Murray Stenson aus dem Zig Zag Café in Seattle: er entdeckt das Rezept in Sauciers Buch und schenkt das Teil mit großem Erfolg aus. Wir orientieren uns am Original-Rezept und mixen ihn bevorzugt mit gleichen Anteilen:

Das Rezept für den Last Word

  • 2 cl Dry Gin
  • 2 cl Chartreuse Verte
  • 2 cl Maraschino
  • 2 cl Limettensaft

Alle Zutaten zusammen auf Eis shaken und in eine vorgekühlte Coupette abseihen. Trinken.

Warum dieses Rezept und kein anderes?

Das Original-Rezept sieht ähnlich wie beim Negroni gleiche Teile vor, trotzdem lädt gerade ein so simpler Drink dazu ein, die Zutatenmengen ein wenig anzupassen. Mitunter ist das auch nötig, etwa wenn euer Gin zu mild oder zu kräftig oder wenn eure Limetten einfach zu sauer ausfallen. Auch kann nicht jeder was mit dem Bittermandel-Aroma des Maraschino anfangen oder mit der ungefilterten Kräuter-Power des Chartreuse. Aber für uns geht’s in diesem Drink einfach um ungezügelte Frische und gerade auch um die Power der Liköre.

Wir mixen unseren Last Word mit Chartreuse, Luxardo Maraschino und Juniper Jack London Dry Gin.
Wir mixen unseren Last Word mit Chartreuse, Luxardo Maraschino und Juniper Jack London Dry Gin.

Entsprechend bleiben wir beim Original-Mischverhältnis und fahren damit absolut richtig. Bei 2 cl Limettensaft haben’s die kleinen grünen Mistdinger auch recht schwer, die 4 cl zuckrigen Likörs zu übersäuern. Ist der Drink zu wenig sauer, könnt ihr am Ende noch immer einen Extra-Spritzer Saft nachlegen.

Die richtigen Zutaten für diesen Drink

Zuerst mal die einfachen Sachen. Wie immer gilt: Limettensaft bitte frisch in den Shaker pressen, Flaschensaft ist verboten. Beim Maraschino setzen wir auf Luxardo – hervorragende Qualität, Standard-Wahl in den meisten Bars und absolut bezahlbar. Toschi wäre eine okaye Alternative, bitte nur niemals nicht zu irgendeinem heimischen roten Kirschlikör greifen. Maraschino-Likör hat ein sehr ausgeprägtes Mandel-Aroma, das für diesen Drink (und jeden anderen Maraschino-Cocktail) essenziell ist.

Den Chartreuse kann man praktisch nicht ersetzen, ohne den Drink geschmacklich grundlegend zu verändern. Wenn man genau das möchte, kann man aber mit diversen Kräuterlikören Spaß haben: Eisenkraut-Liköre verleihen dem Last Word noch mehr Frische und wie die Kollegen von Trinklaune zeigen, kann man auch mit deutschem Escorial Grün jede Menge Spaß haben und bekommt dadurch vielleicht sogar Anregungen für eigene Twists.

Der perfekte Gin

Wir haben den Last Word als eine spannende Alternative zu den ewig gleichen Gin-Cocktails eingeführt. Da wäre es jetzt schwierig zu verargumentieren, einen milden New Western Dry ins Glas zu schütten. Der sieht gegen die Liköre nämlich so gar kein Land. Und weil wir einen kraftvollen, spannenden Drink möchten, setzen wir auf Wacholder-lastige Gins mit viel Kraft. Der Hoos London Gin, ein Granit Gin, Cotswolds oder auch beide Varianten des Juniper Jack funktionieren hervorragend.

Die Amazon.de-Einkaufsliste für den Last Word

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JohannTrasch

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